Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Entscheidung für Dresden als Standort für zweite Halbleiterfabrik von AMD

20.11.2003


Bulmahn: "Wichtiges Signal für den Innovationsstandort Deutschland"

Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn hat die Entscheidung für Dresden als Standort einer zweiten Fabrik des Elektronikkonzerns "Advanced Micro Devices", AMD, als wichtiges Signal für den Innovationsstandort Deutschland gewertet. "Solche Innovationen bilden die Grundlage für Wachstum und Beschäftigung. Die Entscheidung für Dresden wird dazu beitragen, eine neue Wachstumsdynamik in unserem Land in Gang zu setzen. Nur so können wir die Zukunftsfähigkeit Deutschlands sichern und Arbeitsplätze schaffen". Dresden hatte sich in einer weltweiten Standortkonkurrenz gegen andere Städte durchgesetzt.

Bulmahn wies darauf hin, dass sich Dresden in den letzten Jahren durch staatliche Investitionen zum bedeutendsten Standort für Mikroelektronik in Europa entwickelt habe. Mittlerweile seien über 11.000 Menschen in der Region Dresden in der Halbleiterindustrie beschäftigt.

Die Initialzündung dafür sei die Förderung einer 300-mm-Wafer-Technologie gewesen, die in Verbindung mit einem Netzwerk ausgewiesener FuE-Einrichtungen Anreize zur Ansiedlung weiterer High-Tech-Produzenten geboten habe. "Die Bundesregierung hat allein die Entwicklung des 300-mm-Waferstandards mit insgesamt 145 Millionen Euro gefördert. Ohne diese gezielte Förderung wäre die positive Entwicklung am Standort Dresden nicht möglich gewesen", sagte die Bundesforschungsministerin. Die 300-mm-Wafer-Technologie kommt mittlerweile weltweit bei modernsten Chipfabriken zum Einsatz. Dieser Standard wurde seit 1998 auf einer Pilotlinie in Dresden entwickelt. Dort gelang es einem Firmenkonsortium unter Führung von Infineon, Motorola und Wacker die Zukunftstechnologie umzusetzen. Der Cross-Over, also der Zeitpunkt, von dem an die neue Technologie rentabler als die Vorgängertechnologie produziert, wurde von Infineon im Dezember 2002 erreicht. Heute ist dieser Standard allgemein akzeptiert und 17 Firmen produzieren bereits damit.

Die Fördergelder der Bundesregierung seien äußerst effektiv verwendet worden, erläuterte Bulmahn. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung, DIW, hat in einer modellhaften Gegenüberstellung der Einnahmen und Ausgaben errechnet, dass die staatlichen Investitionen in den Elektronikbereich der Region Dresden in Höhe von 1,2 Milliarden Euro bereits bis 2003 durch Steuern an den Staat zurückgeflossen sind. Bis 2010 werden sogar Überschüsse von sechs Milliarden Euro erwartet.

Die Bundesforschungsministerin erklärte anlässlich der Grundsteinlegung der 300-mm-FabX weiter: "Spitzentechnologien haben eine enorme Bedeutung, um Deutschland in einer Innovationsoffensive weiter nach vorne zu bringen. Die Entwicklung des Elektronikstandorts Dresden ist ein besonders vorbildliches Beispiel für die enge Verbindung zwischen stark wachsenden High-Tech-Branchen und der Schaffung neuer Arbeitsplätze."

| BMBF

Weitere Berichte zu: AMD

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index sinkt nach März-Hoch
23.05.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht IMK-Konjunkturindikator: Rezessionsgefahr bleibt niedrig
19.05.2017 | Hans-Böckler-Stiftung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochspannung für den Teilchenbeschleuniger der Zukunft

24.05.2017 | Physik Astronomie

3D-Graphen: Experiment an BESSY II zeigt, dass optische Eigenschaften einstellbar sind

24.05.2017 | Physik Astronomie

Optisches Messverfahren für Zellanalysen in Echtzeit - Ulmer Physiker auf der Messe "Sensor+Test"

24.05.2017 | Messenachrichten