Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Investor Relations Stimmungsbarometer

18.11.2003


- Corporate Governance ist kein Schwerpunkt der täglichen
IR-Arbeit - Transparenz bei Vorstandsgehältern nimmt zu
- Investor Relations in der Finanzmarktkommunikation unverzichtbar


Zum ersten Mal hat der Deutscher Investor Relations Kreis (DIRK) e.V. in Zusammenarbeit mit der GfK Investor Relations Officer zu ihren Erwartungen befragt. Zukünftig wird dieses Stimmungsbarometer halbjährlich zu aktuellen Investor Relations (IR) Themen Auskunft geben.

Corporate Governance ist kein Schwerpunkt der täglichen IR-Arbeit

Das Thema Corporate Governance scheint im Alltag der IR-Officer keine große Rolle zu spielen, obwohl es in der Öffentlichkeit intensiv diskutiert wird. Die IR-Abteilungen werden von ihren Investoren mit knapp 93 Prozent selten bzw. nie aktiv auf das Thema angesprochen. Dabei spielt es keine Rolle, zu welchem Index das Unternehmen gehört. Kein einziges DAX-Unternehmen wird zu diesem Thema oft befragt. Trotzdem wollen 15 Prozent aller Unternehmen einen eigenständigen Corporate Governance Bericht in den nächsten sechs Monaten veröffentlichen. Die Mehrheit mit knapp 70 Prozent beabsichtigt das nicht und wird wie bisher im Geschäftsbericht und über die firmeneigene Website informieren.

Transparenz bei Vorstandsgehältern nimmt zu

Eine kontrovers diskutierte Frage ist die Forderung des Corporate Governance Kodex nach Veröffentlichung individualisierter Vorstandsgehälter. Ein Viertel der Unternehmen wird die Offenlegung im Geschäftsbericht 2003 vornehmen. 45 Prozent lehnen dies ab und 30 Prozent haben sich noch nicht entschieden. Die höchste Transparenz legen die DAX-Unternehmen an den Tag: Fast ein Drittel hat sich hierzu entschlossen. Die größten Vorbehalte finden sich bei den M-DAX-Unternehmen: Nur knapp 13 Prozent wollen die Vorstandsgehälter pro Kopf veröffentlichen.

Investor Relations in der Finanzmarktkommunikation unverzichtbar

Börsennotierte Unternehmen setzen bei der Finanzmarktkommunikation auf Investor Relations. Die Grösse der Abteilung steigt mit der Aufmerksamkeit, die dem Unternehmen am Kapitalmarkt zuteil wird. Hierbei spielt die Zugehörigkeit zu einem Index eine wichtige Rolle. Ist das Unternehmen in keinem Börsenindex, wird die IR- Arbeit von einem einzigen Mitarbeiter wahrgenommen. Bei S-DAX und TecDAX-Unternehmen sind es durchschnittlich zwei und bei M-DAX- Unternehmen durchschnittlich vier Mitarbeiter. Erwartungsgemäß finden sich mit durchschnittlich zehn Mitarbeitern - in der Spitze bis zu 20 - die größten Abteilungen bei den DAX-Unternehmen. Diese Personalausstattung wird sich in den nächsten sechs Monaten nicht vergrößern. Die IR-Officer erwarten allerdings auch keine Verkleinerung ihrer Mannschaft.

In der Finanzmarktkommunikation sind Wertpapieranalysten ein wichtiges Bindeglied zwischen Unternehmen und Investor. Sie hinterfragen die Unternehmensentwicklung und ihr Urteil bewegt die Märkte. Ein Ziel der IR ist es deshalb, eine möglichst große Anzahl von Analysten für das Unternehmen zu gewinnen. Nach der Devise "viel hilft viel" haben es die großen Gesellschaften leichter als die kleinen. Während DAX-Unternehmen von bis zu 80 Analysten (Durchschnitt 46) beurteilt werden, sind es bei M-DAX und TecDAX-Unternehmen rund 25 und im S-DAX noch sieben. Unternehmen ohne Indexzugehörigkeit haben es schwer: Durchschnittlich drei Analysten berichten über ihre Unternehmensentwicklung. Fast 17 Prozent bauen den Kontakt zu Analysten erst noch auf.

Welche Entwicklung erwarten die IR-Professionals an der deutschen Wertpapierbörse? Die meisten Schätzungen für den DAX Stand zum Jahresende lagen in dem Intervall zwischen 3.600 und 3.800. Ihre Schätzung liegt damit ganz nah an dem aktuellen Wert des DAX. Der Schlußstand am vergangenen Freitag lag bei 3.797.

Zum DIRK

Der Deutscher Investor Relations Kreis (DIRK) e.V. entstand 1990 als informelle Gesprächsrunde von Investor-Relations-Beauftragten einiger deutscher Großunternehmen. Mittlerweile zählen mehr als 200 Unternehmen zu den Mitgliedern, darunter sämtliche im DAX vertretenen Aktiengesellschaften sowie fast alle im MDAX gelisteten Unternehmen. Als unabhängige und nicht gewinnorientierte Organisation steht die kontinuierliche Weiterentwicklung der Investor Relations in Deutschland im Mittelpunkt der Vereinsaktivitäten. Weitere Informationen erhalten Sie unter: www.dirk.org

Zur GfK Gruppe

Die GfK Gruppe, weltweit die Nummer 5 der Marktforschungsunternehmen, ist in den vier Geschäftsfeldern Consumer Tracking, Non-Food Tracking, Medien und Ad Hoc Forschung aktiv. Im Geschäftsjahr 2002 hat das Unternehmen voraussichtlich einen Umsatz von 559 Millionen Euro nach US GAAP (Vorjahr: 506 Millionen Euro nach Pro-Forma US GAAP) erzielt. Neben 16 Niederlassungen in Deutschland gehören zur GfK Gruppe weltweit über 120 Unternehmen und Beteiligungen in 50 Ländern. Von den derzeit rund 4.900 Beschäftigten arbeiten etwa 1.450 in Deutschland. Weitere Informationen erhalten Sie unter: www.gfk.de.

Zur Studie

Die Ergebnisse stammen aus der Studie "Investor Relations Stimmungsbarometer", die gemeinsam vom Deutscher Investor Relations Kreis (DIRK) und der GfK herausgegeben wird. Sie basiert auf einer halbjährlichen Befragung von über 200 IR-Abteilungen deutscher Unternehmen, die Mitglied im DIRK sind.

| ots

Weitere Berichte zu: GfK

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht IMK-Indikator: Keine Rezessionsgefahr, keine Anzeichen für konjunkturelle Überhitzung
19.02.2018 | Hans-Böckler-Stiftung

nachricht IAB-Arbeitsmarktbarometer auf Rekordstand
29.01.2018 | Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Eine Frage der Dynamik

Die meisten Ionenkanäle lassen nur eine ganz bestimmte Sorte von Ionen passieren, zum Beispiel Natrium- oder Kaliumionen. Daneben gibt es jedoch eine Reihe von Kanälen, die für beide Ionensorten durchlässig sind. Wie den Eiweißmolekülen das gelingt, hat jetzt ein Team um die Wissenschaftlerin Han Sun (FMP) und die Arbeitsgruppe von Adam Lange (FMP) herausgefunden. Solche nicht-selektiven Kanäle besäßen anders als die selektiven eine dynamische Struktur ihres Selektivitätsfilters, berichten die FMP-Forscher im Fachblatt Nature Communications. Dieser Filter könne zwei unterschiedliche Formen ausbilden, die jeweils nur eine der beiden Ionensorten passieren lassen.

Ionenkanäle sind für den Organismus von herausragender Bedeutung. Wenn zum Beispiel Sinnesreize wahrgenommen, ans Gehirn weitergeleitet und dort verarbeitet...

Im Focus: In best circles: First integrated circuit from self-assembled polymer

For the first time, a team of researchers at the Max-Planck Institute (MPI) for Polymer Research in Mainz, Germany, has succeeded in making an integrated circuit (IC) from just a monolayer of a semiconducting polymer via a bottom-up, self-assembly approach.

In the self-assembly process, the semiconducting polymer arranges itself into an ordered monolayer in a transistor. The transistors are binary switches used...

Im Focus: Erste integrierte Schaltkreise (IC) aus Plastik

Erstmals ist es einem Forscherteam am Max-Planck-Institut (MPI) für Polymerforschung in Mainz gelungen, einen integrierten Schaltkreis (IC) aus einer monomolekularen Schicht eines Halbleiterpolymers herzustellen. Dies erfolgte in einem sogenannten Bottom-Up-Ansatz durch einen selbstanordnenden Aufbau.

In diesem selbstanordnenden Aufbauprozess ordnen sich die Halbleiterpolymere als geordnete monomolekulare Schicht in einem Transistor an. Transistoren sind...

Im Focus: Quantenbits per Licht übertragen

Physiker aus Princeton, Konstanz und Maryland koppeln Quantenbits und Licht

Der Quantencomputer rückt näher: Neue Forschungsergebnisse zeigen das Potenzial von Licht als Medium, um Informationen zwischen sogenannten Quantenbits...

Im Focus: Demonstration of a single molecule piezoelectric effect

Breakthrough provides a new concept of the design of molecular motors, sensors and electricity generators at nanoscale

Researchers from the Institute of Organic Chemistry and Biochemistry of the CAS (IOCB Prague), Institute of Physics of the CAS (IP CAS) and Palacký University...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Aachener Optiktage: Expertenwissen in zwei Konferenzen für die Glas- und Kunststoffoptikfertigung

19.02.2018 | Veranstaltungen

Konferenz "Die Mobilität von morgen gestalten"

19.02.2018 | Veranstaltungen

Von Bitcoins bis zur Genomchirurgie

19.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Die Zukunft wird gedruckt

19.02.2018 | Architektur Bauwesen

Fraunhofer HHI präsentiert neueste VR- und 5G-Technologien auf dem Mobile World Congress

19.02.2018 | Messenachrichten

Stabile Gashydrate lösen Hangrutschung aus

19.02.2018 | Geowissenschaften

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics