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Börsenbericht: Aktien im Bann der Quartalsergebnisse

10.10.2003

Das Wechselspiel zwischen besseren und schlechteren wirtschaftlichen Daten und damit das Hoffen und Bangen an den Aktienmärkten hat sich auch in dieser Woche fortgesetzt. Insgesamt neigten die Marktteilnehmer bei leicht steigenden Kursen wieder zu einer zuversichtlicheren Einschätzung, die besonders genährt wurde von den ersten Quartalsdaten sowohl diesseits wie jenseits des Atlantiks. Sehr positiv überraschten der amerikanische Aluminiumhersteller Alcoa und der Internetanbieter Yahoo. Aber auch die Meldungen von SAP, die aufgrund hoher Vertragsabschlüsse in den USA ihren Umsatz deutlich steigern konnte, wurden mit einem Kursfeuerwerk von 14% an einem Tag honoriert. Schering profitierte von Übernahmegerüchten und Neuigkeiten aus der Forschung, während ThyssenKrupp von den Zahlen von Alcoa Impulse erhielt. Der Markt wartet nun gespannt auf die nächsten Konjunkturindikatoren und Unternehmensergebnisse, die eventuell Anhaltspunkte für die weitere Börsenentwicklung geben. Auch aus technischer Sicht bewegen sich viele Indizes an einer entscheidenden Marke mit entsprechend großem Aufwärts- oder Abwärtspotenzial. Sollte die Berichtssaison so positiv verlaufen wie sie begonnen hat, sind deutliche Kurserholungen möglich. Ungeachtet der kurzfristig noch unklaren Lage empfiehlt die Commerzbank angesichts der guten mittel- bis längerfristigen Chancen vor allem Finanz- und Technologiewerte.

Die europäischen Rentenmärkte haben nach der vorangegangenen Hektik wieder ruhigeres Fahrwasser erreicht. Die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen schwankte um 4,2%. Die jüngste Auktion fünfjähriger Bundesobligationen verlief zwar sehr gut, konnte dem Markt aber keinen neuen Schub geben. Nach Einschätzung der Commerzbank-Experten dürften die derzeitigen Renditen den verbesserten Konjunkturperspektiven ausreichend Rechnung tragen. In den nächsten Wochen ist deshalb wohl mit einer Seitwärtsbewegung der Rentenkurse zu rechnen. Private Anleger sollten sich bei Neuanlagen in festverzinslichen Wertpapieren weiterhin im mittleren Laufzeitenbereich zwischen 3 und 5 Jahren positionieren. Mutigere Investoren können auch Papiere mit Fälligkeiten 2009/2010 beimischen.

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