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Manager in Deutschland: Wenig Überblick, falsche Prioritäten

09.10.2003


Deutschen Managern fehlt der Durchblick. Zu diesem Ergebnis kommt die Globale Produktivitätsstudie 2003 der internationalen Unternehmensberatung Czipin & Proudfoot Consulting. Der Studie zufolge sind 67 % der in deutschen Betrieben verschwendeten Arbeitszeit auf Fehler der Managements zurückzuführen. Die Unternehmen kommen die Fehler der Führungskräfte teuer zu stehen: Rund 6,4 Milliarden Arbeitsstunden werden aufgrund von Schwächen in der oberen und mittleren Führungsebene unproduktiv verbracht - das entspricht etwa 160 Milliarden Euro oder 7,6 % des Bruttoinlandsprodukts 2002. Hauptursache für den Produktivitätsverlust: Managern fällt es schwer, Wichtiges von Unwichtigem zu trennen, klar Prioritäten zu setzen. Sie sind zwar voll mit Arbeit ausgelastet - oft aber mit den falschen Dingen. 44 % aller Produktivitätsverluste in deutschen Unternehmen werden durch mangelnde Planung und Steuerung des Managements verursacht.

Ein immer größeres Problem in deutschen Unternehmen: Führungskräften fehlt die Qualifikation zum Führen. Mangelnde Führung und Aufsicht ist für 23 % aller Produktivitätsverluste verantwortlich - im Vorjahr waren es noch 20 %. "Das mittlere Management ist hier besonders ineffektiv. Manager verhalten sich hier oft wie eine Art Isolierschicht - nichts dringt durch sie hindurch", erklärt Andreas Wurst, Executive Vice President von Czipin & Proudfoot. Eine untergeordnete Rolle bei der Verschwendung von Arbeitszeit in deutschen Unternehmen spielen mangelnde Arbeitsmoral (13 %), IT- Probleme (9 %), mangelnde Kommunikation (7 %) und mangelnde Qualifikation der Mitarbeiter (4 %). "Dieses Ergebnis zeigt: Wenn Unternehmen ihre Produktivität steigern wollen, müssen sie beim Management zuerst ansetzen", kommentiert Andreas Wurst von Czipin & Proudfoot.

Grundlage der Studie der internationalen Unternehmensberatung Czipin & Proudfoot waren rund 1440 Einzelstudien zu Projekten, die Proudfoot in Unternehmen in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Spanien, Australien, Südafrika und den USA durchgeführt hat. Außerdem gingen die Resultate einer Online-Unfrage unter Führungskräften aus diesen Ländern in die Studie ein. Die Globale Produktivitätsstudie wurde in diesem Jahr zum dritten Mal durchgeführt.



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Christa Malessa | Czipin & Proudfoot
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