Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wirtschaftlich und gesund auf dem Bau arbeiten - Neue Wege aus der Krise

29.09.2003


"Motivierte, qualifizierte und gesunde Mitarbeiter sind ganz wichtig für den Erfolg eines Unternehmens." Auf diesen Zusammenhang wies heute der Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit, Wolfgang Clement, anlässlich einer Fachtagung der Initiative Neue Qualität der Arbeit hin. Das gelte auch für die in einem unverändert schwierigen Umfeld operierende Bauwirtschaft. Nach wie vor liegen ihre Unfallzahlen deutlich über dem Durchschnitt der gewerblichen Wirtschaft. Konkrete Wege zu einer Verbesserung des Gesundheitsschutzes am Bau stellt deshalb die Initiative Neue Qualität der Arbeit vor. In dieser Initiative handeln Bund, Länder, Sozialpartner und Unternehmen gemeinsam mit dem Ziel, die Arbeitsbedingungen zu verbessern und zugleich die Arbeitsplätze wettbewerbsfähiger zu gestalten. Sieben Projekte, die das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit im Jahr 2002 im Rahmen der Initiative gefördert hat, präsentieren auf der zweitägigen Veranstaltung "INQA - Arbeitsbedingungen in der Bauwirtschaft gestalten" ihre Ergebnisse. Sie reichen von handfesten praktischen Tipps über ein Telelearning-Modul bis zum kompletten Management- System für Arbeitsschutz. INQA biete, so Clement weiter, die Plattform, auf der neue Wege für die branchenweite Verbreitung diskutiert werden könnten.

Unfälle passieren, so die Erkenntnisse aus den Modellvorhaben, weil die Sicherheitsvorschriften nicht genügend bekannt sind oder auf Grund von Zeitdruck zu wenig beachtet werden. Daneben sind es die tagtäglich falschen Bewegungen, die Bauhandwerker massiv belasten und langfristig zu Wirbelsäulen- und Gelenkschäden führen. Ein Gerüstbauer beispielsweise bewegt pro Arbeitstag durchschnittlich sechs Tonnen Gewicht. Folgen solcher Fehlhaltungen sind hohe Ausfallzeiten und eine sehr hohe Quote an Frühverrentungen. Gerade die Bauwirtschaft ist jedoch darauf angewiesen, sich die Facharbeiter mit ihrem Wissen möglichst lange zu erhalten. Hier setzt etwa das Projekt RehaBau der Bau-Berufsgenossenschaft Hamburg an, das Bauarbeitern mittleren Alters neue Bewegungsabläufe und ergonomischeres Arbeiten vermittelt.

Die Kooperation von Betrieben untereinander sowie die Bildung regionaler Netzwerke von Partnern aus Betrieben, Sozialversicherungsstellen und Ausbildung war bei allen Projekten ein wichtiger Aspekt. Hier setzt auch das Netzwerk Baustelle an. Die Aktion, bei der Mitarbeiter der Unfallversicherungsträger und der staatlichen Arbeitsschutzinstitutionen bundesweit rund 3 200 Baustellen auf ihre Sicherheitsstandards hin bewerteten, präsentierte im Rahmen der Tagung die ersten Zwischenergebnisse. "Der Sicherheitszustand auf den Baustellen war um so besser, je intensiver die Baustellenverordnung angewendet wurde", so Dr. Bernhard Brückner vom Hessischen Sozialministerium. "Die Kombination aus Information und Kontrolle empfiehlt sich deshalb ganz klar für weitere Kooperationen."

Informationen:

Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin
Proschhübelstr. 8, 01099 Dresden
Dipl.-Ing. Stephan Gabriel
Telefon: 0351 - 8062 - 303, Fax: - 210
e-mail: Gabriel.Stephan@baua.bund.de

TOPCOM Communication GmbH
Höchster Str.94, 65835 Liederbach
Karl-Heinz Schulz
Telefon: 069 - 3300-98-21, Fax: - 89-22
e-mail: kh.schulz@public.de

Dipl.-Ing. Stephan Gabriel | BMWA
Weitere Informationen:
http://www.inqa.de

Weitere Berichte zu: Arbeitsschutz Bauwirtschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht Wert fest „im grünen Bereich“ - IMK-Konjunkturindikator: Rezessionsgefahr sinkt auf nur 5,1 Prozent
14.09.2017 | Hans-Böckler-Stiftung

nachricht Konjunkturprognose: Deutsche Wirtschaft nähert sich der Hochkonjunktur
07.09.2017 | Institut für Weltwirtschaft (IfW)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zum Biomining ab Sonntag in Freiberg

22.09.2017 | Veranstaltungen

Die Erde und ihre Bestandteile im Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

DFG bewilligt drei neue Forschergruppen und eine neue Klinische Forschergruppe

22.09.2017 | Förderungen Preise

Lebendiges Gewebe aus dem Drucker

22.09.2017 | Biowissenschaften Chemie