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Weiterhin gedämpfte Lage auf dem Beteiligungsmarkt, aber positiver Branchenausblick

04.09.2003

Die ausbleibende konjunkturelle Erholung dämpft auch im 2. Quartal 2003 die Stimmung auf dem deutschen Beteiligungsmarkt. Dennoch ist der Ausblick für die künftige Marktentwicklung wie bereits im 1. Quartal 2003 optimistisch. Das zeigen die Ergebnisse einer Beteiligungsmarktumfrage, die der Bundesverband deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften - German Venture Capital Association (BVK) e.V. - gemeinsam mit der KfW Bankengruppe im 2. Quartal 2003 durchgeführt hat. Insgesamt 200 BVK-Mitgliedsunternehmen wurden zu ihrer Einschätzung der aktuellen Geschäftslage sowie zu ihren Zukunftsaussichten befragt.

Die wichtigsten Ergebnisse im Einzelnen:

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Konjunktur ist weiterhin Stimmungsdämpfer für die Branche Die verhaltene Konjunkturentwicklung trägt maßgeblich dazu bei, dass sich die aktuelle Lageeinschätzung nach den recht positiven Zukunftserwartungen des Marktes im 1. Quartal 2003 eingetrübt hat. So sank der Anteil der Unternehmen, die ihre Lage im 2. Quartal 2003 als "sehr gut" oder "gut" bezeichneten, im Vergleich zum Vorquartal von 22 % auf 15 %. Dafür sind auch die steuerlichen Rahmenbedingungen verantwortlich, die die Stimmung am Beteiligungsmarkt im Vergleich zum Vorquartal noch negativer beeinflusst haben.

Allein Start-up-Finanzierer sehen ihre aktuelle Lage positiver

Vergleichsweise positiv beurteilen solche Unternehmen ihre aktuelle Lage, die ihren Schwerpunkt in Later-stage-Finanzierungen haben. Aber auch hier ist eine Eintrübung festzustellen: Nachdem diese Unternehmen im Vorquartal ihre Geschäftslage noch deutlich positiver als der Durchschnitt sahen, liegen sie heute mit diesem nur noch gleichauf. Hingegen schätzen Start-up-Finanzierer ihre aktuelle Lage besser ein als der Durchschnitt aller Unternehmen. Erwartungen der kommenden sechs Monate deutlich optimistischer

Obwohl über die Hälfte aller befragten Gesellschaften auch im zweiten Quartal 2003 von einer zukünftig unveränderten Geschäftslage ausgehen, ist der Anteil optimistischer Unternehmen im Vergleich zum Vorquartal von 31% auf nunmehr fast 36% gestiegen. Einen besonders starken Einfluss auf eine mögliche Verbesserung der zukünftigen Lage haben dabei nach Meinung der Beteiligungsgesellschaften neben dem Anziehen der Nachfrage nach Beteiligungskapital insbesondere positivere Konjunkturaussichten, die Hoffnung auf verbesserte steuerliche Rahmenbedingungen, eine mögliche Entlastung bei den Abschreibungen und schließlich die Zuversicht auf zunehmend bessere Exit-Möglichkeiten.

Dem derzeit am Markt zu beobachtenden Trend zu "Management buy out" / "Management buy in"-Finanzierungen (MBO/MBI) folgend haben vor allem diejenigen Beteiligungsgesellschaften besonders positive Erwartungen, die als Finanzierungsschwerpunkt MBO/MBI angeben. Unternehmen mit Fokus auf Start-up-Finanzierungen haben indes deutlich pessimistischere Zukunftserwartungen als Gesellschaften, die weniger stark im Early-stage-Segment tätig sind.

Sonja Contzen | KfW Bankengruppe
Weitere Informationen:
http://www.kfw.de
http://www.bvk-ev.de

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