Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

KfW-Bankengruppe stellt Jahresbericht 2002 über die Zusammenarbeit mit Entwicklungsländern vor

16.06.2003


Im vergangenen Jahr hat die KfW-Bankengruppe rund 1,8 Mrd EUR zur Förderung der Entwicklungs- und Transformationsländer zugesagt. Dies gaben Wolfgang Kroh, Mitglied des Vorstands der KfW, und Dr. Winfried Polte, Sprecher der Geschäftsführung der DEG, heute auf der Pressekonferenz anlässlich der Präsentation des Jahresberichts 2002 über die Zusammenarbeit mit Entwicklungsländern in Frankfurt bekannt.

"Unter politisch und wirtschaftlich schwierigen globalen Rahmenbedingungen haben wir auch im Jahr 2002 bei unseren Projekten die übergreifenden Ziele der Armutsminderung verfolgt", sagte Wolfgang Kroh. So werden insgesamt fast die Hälfte der Mittel, die die KfW im Rahmen der Finanziellen Zusammenarbeit mit Entwicklungsländern zusagte, für Projekte der direkten Armutsbekämpfung eingesetzt.

Der Titel des nun vorliegenden Jahresberichts lautet: "Neue Energie für eine Entwicklung mit Zukunft". Die KfW-Bankengruppe informiert in dem Bericht schwerpunktmäßig über ihre Förderung von regenerativen Energien in Entwicklungsländern. In den vergangenen fünf Jahren hat die KfW-Bankengruppe insgesamt 1,1 Mrd EUR für Projekte im Energiebereich zugesagt - davon 58 % für erneuerbare Energien.

Umweltschonende Energieträger und deren effizienter Einsatz sind in Entwicklungsländern in besonderem Maße von Bedeutung. Häufig werden veraltete Kraftwerke zur Nutzung fossiler Energien verwendet, die einen sehr hohen CO2-Ausstoß haben. Darüber hinaus werden viele, besonders ländliche Regionen gar nicht oder nur unzureichend versorgt, obwohl Energie bei der Sicherstellung der Grundbedürfnisse von Menschen eine Schlüsselrolle zukommt. Ein enger Zusammenhang besteht zudem zwischen einer effizienten Energieversorgung und wirtschaftlichem Wachstum. "Die Förderung von regenerativen Energien dient daher auch immer indirekt der Armutsminderung," sagte Kroh. Die KfW-Bankengruppe fördert die gesamte Bandbreite von erneuerbaren Energien (z. B. Solar - und Windenergie, Biomasse, Erdwärme) in Entwicklungsländern. "Die Bedeutung von regenerativen Energien wird von unseren Partnern zunehmend ernst genommen sie dabei zu unterstützen ist unsere Aufgabe", sagte Kroh.

Dr. Winfried Polte, Sprecher der DEG-Geschäftsführung, betonte die Bedeutung von privaten Betreibermodellen im Bereich Energie gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten: "Privatisierungen im Infrastrukturbereich haben vielen Entwicklungsländern neue Chancen eröffnet, trotz leerer Staatskassen Projekte beispielsweise im Energiebereich zu realisieren und auf diese Weise Hemmnisse für die wirtschaftliche Entwicklung abzubauen. Die Finanzierung von privaten Betreibermodellen wird oft durch Entwicklungsfinanciers wie die DEG sichergestellt", sagte Polte. Die DEG finanziert im Energiebereich insbesondere kleine und mittlere Wind- und Wasserkraftwerke. Im vergangenen Jahr investierte sie z. B. in den ersten privaten Windpark in der VR China, der von einem deutsch-chinesischen Joint Venture betrieben wird.

Die Gesamtzusagen von rund 1,8 Mrd EUR setzen sich wie folgt zusammen: rund 971 Mio EUR wurden aus Mitteln des Bundes zugesagt, 139 Mio EUR stammen von anderen Gebern im Rahmen von Mandaten, weitere 645 Mio EUR aus KfW- und DEG-Eigenmitteln. Sieht man von einem im Jahr 2001 gewährten Sonderkredit an den IWF in Höhe von 1,4 Mrd EUR ab, verringerten sich die Gesamtzusagen um rund 0,3 Mrd Euro im Vergleich zum Vorjahr. Dieser Rückgang ist im Wesentlichen auf projektabhängige, zeitliche Verschiebungen zurückzuführen.

Die KfW fördert derzeit im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung 1408 Vorhaben in 109 Ländern mit einem Gesamtvolumen von 17 Mrd EUR. Die DEG finanziert Investitionen privater Unternehmen in Entwicklungs- und Reformländern. Das Portfolio der DEG beläuft sich heute auf 2,3 Mrd EUR.

Sonja Contzen | KfW
Weitere Informationen:
http://www.kfw.de

Weitere Berichte zu: DEG Entwicklungsland

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht IMK-Indikator: Keine Rezessionsgefahr, keine Anzeichen für konjunkturelle Überhitzung
19.02.2018 | Hans-Böckler-Stiftung

nachricht IAB-Arbeitsmarktbarometer auf Rekordstand
29.01.2018 | Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Die Brücke, die sich dehnen kann

Brücken verformen sich, daher baut man normalerweise Dehnfugen ein. An der TU Wien wurde eine Technik entwickelt, die ohne Fugen auskommt und dadurch viel Geld und Aufwand spart.

Wer im Auto mit flottem Tempo über eine Brücke fährt, spürt es sofort: Meist rumpelt man am Anfang und am Ende der Brücke über eine Dehnfuge, die dort...

Im Focus: Eine Frage der Dynamik

Die meisten Ionenkanäle lassen nur eine ganz bestimmte Sorte von Ionen passieren, zum Beispiel Natrium- oder Kaliumionen. Daneben gibt es jedoch eine Reihe von Kanälen, die für beide Ionensorten durchlässig sind. Wie den Eiweißmolekülen das gelingt, hat jetzt ein Team um die Wissenschaftlerin Han Sun (FMP) und die Arbeitsgruppe von Adam Lange (FMP) herausgefunden. Solche nicht-selektiven Kanäle besäßen anders als die selektiven eine dynamische Struktur ihres Selektivitätsfilters, berichten die FMP-Forscher im Fachblatt Nature Communications. Dieser Filter könne zwei unterschiedliche Formen ausbilden, die jeweils nur eine der beiden Ionensorten passieren lassen.

Ionenkanäle sind für den Organismus von herausragender Bedeutung. Wenn zum Beispiel Sinnesreize wahrgenommen, ans Gehirn weitergeleitet und dort verarbeitet...

Im Focus: In best circles: First integrated circuit from self-assembled polymer

For the first time, a team of researchers at the Max-Planck Institute (MPI) for Polymer Research in Mainz, Germany, has succeeded in making an integrated circuit (IC) from just a monolayer of a semiconducting polymer via a bottom-up, self-assembly approach.

In the self-assembly process, the semiconducting polymer arranges itself into an ordered monolayer in a transistor. The transistors are binary switches used...

Im Focus: Erste integrierte Schaltkreise (IC) aus Plastik

Erstmals ist es einem Forscherteam am Max-Planck-Institut (MPI) für Polymerforschung in Mainz gelungen, einen integrierten Schaltkreis (IC) aus einer monomolekularen Schicht eines Halbleiterpolymers herzustellen. Dies erfolgte in einem sogenannten Bottom-Up-Ansatz durch einen selbstanordnenden Aufbau.

In diesem selbstanordnenden Aufbauprozess ordnen sich die Halbleiterpolymere als geordnete monomolekulare Schicht in einem Transistor an. Transistoren sind...

Im Focus: Quantenbits per Licht übertragen

Physiker aus Princeton, Konstanz und Maryland koppeln Quantenbits und Licht

Der Quantencomputer rückt näher: Neue Forschungsergebnisse zeigen das Potenzial von Licht als Medium, um Informationen zwischen sogenannten Quantenbits...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Digitalisierung auf dem Prüfstand: Hochkarätige Konferenz zu Empowerment in der agilen Arbeitswelt

20.02.2018 | Veranstaltungen

Aachener Optiktage: Expertenwissen in zwei Konferenzen für die Glas- und Kunststoffoptikfertigung

19.02.2018 | Veranstaltungen

Konferenz "Die Mobilität von morgen gestalten"

19.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Highlight der Halbleiter-Forschung

20.02.2018 | Physik Astronomie

Wie verbessert man die Nahtqualität lasergeschweißter Textilien?

20.02.2018 | Materialwissenschaften

Der Bluthochdruckschalter in der Nebenniere

20.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics