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BGA: Export ist Rettungsanker für dahindümpelnde Volkswirtschaft

11.02.2003


"Das Wachstum der deutschen Exporte im Dezember 2002 um 5,6 Prozent ist zwar erfreulich. Es reicht jedoch nicht aus, um ein unterdurchschnittliches Jahresergebnis noch entscheidend zu verbessern. Im Gegenteil: Der deutsche Außenhandel blickt auf ein undynamisches Jahr 2002 zurück, das von zurückgehenden Importen und schwachen Exportzuwächsen bestimmt war." Dies erklärt Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes des Deutschen Groß- und Außenhandels (BGA), heute in Berlin.


"Im Dezember waren es die Staaten der Europäischen Union, mit denen wir die besten Geschäfte getätigt haben: Die Ausfuhren dorthin stiegen um gut sieben, die Einfuhren gar um knapp elf Prozent. Demgegenüber wuchsen die Exporte in die Drittländer weniger stark", so Börner.

Zuvor hatte das Statistische Bundesamt die neuesten Zahlen zum deutschen Außenhandel bekannt gegeben. Demnach stiegen die deutschen Ausfuhren im Dezember 2002 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 5,6 Prozent auf 50,9 Milliarden Euro. Die Importwerte verzeichneten ein Wachstum von 7,0 Prozent auf 42,7 Milliarden Euro.


"Auf die niedrigen Importe ist es immerhin zurückzuführen, dass wir einen gewaltigen Überschuss im Außenhandel zu verzeichnen haben. Dieser liegt bei 126,1 Milliarden Euro, nach lediglich 95,5 Milliarden Euro im Vorjahr- ein nie dagewesenes Ergebnis.

Um es ganz klar zu sagen: Diesem Außenbeitrag der deutschen Wirtschaft ist es zu verdanken, dass unser Land überhaupt noch ein Wachstum zu verzeichnen hat. Der Export erweist sich einmal mehr als Rettungsanker für eine ansonsten dahindümpelnde und rezessionsgeplagte Volkswirtschaft", so der BGA-Präsident.

"Der Außenhandel ist jedoch kein Perpetuum mobile: Der gestiegene Euro-Wechselkurs macht das Exportieren nicht leichter, und die Unsicherheit um einen möglichen Irak-Krieg lähmt die weltweite Konjunktur und damit auch den Außenhandel", erklärte Börner abschließend.

Jens Nagel | BGA

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