Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

In Fahrt gekommen

15.01.2003


Die Baukonjunktur hakt. Bei den Herstellern von Erdwärmesonden und den Systemanbietern im Bereich der erdgekoppelten Wärmepumpen ist man dennoch optimistisch. Denn die Entwicklung ist gegenläufig zur allgemeinen Lage.



2002 war ein gutes Jahr für die deutsche Branche. Trotz zurückgehenden allgemeinen Bauvolumens können die Unternehmen wohl mit durchschnittlichen Umsatzsteigerungen von 10-15% rechnen. Die Erdwärmesonden liegen im Trend und den klassischen Systemen Heizöl und Erdgas konnten Marktanteile abgerungen werden. Das gilt für den Bereich der Einfamilienhäuser genauso wie für große Anlagen mit Erdwärmesondenfeldern. Deren Planung und Betriebssicherheit konnte durch die Weiterentwicklung der Geothermal-Response-Tests erheblich verbessert werden. Die Nutzung statisch notwendiger in den Boden eingebrachter Betonbauteile zum Heizen und Klimatisieren von Gebäuden ist inzwischen klassischen Systemen wirtschaftlich überlegen.

... mehr zu:
»Erdwärmesonde


Systeme zur saisonalen Speicherung und geothermische Methoden leben längst in einträglicher Zweisamkeit. Auch die Erdwärmesonden werden immer tiefer. Nicht gleich für jedes Einfamiliehaus, aber wenn es um größere Objekte geht, die versorgt werden müssen, kann es auch schon mal um einige Kilometer gehen. Das Super C, ein Neubau der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule in Aachen, ist ein solches Beispiel, und es wird auch in Böblingen eine Rolle spielen.

Überhaupt ist in der Tiefe so einiges in Bewegung gekommen. Das gilt nicht nur für die geothermische Fernwärmeversorgung. Im Münchner Raum etwa wird zur Zeit gleich an mehreren Projekten gearbeitet. In Unterschleißheim ist man mit dem Fernwärmeprojekt derzeit am weitesten voran. Dort hat man das Bohren bereits erfolgreich hinter sich gebracht. Danach steht wohl Unterhaching auf dem Plan. Hier geht man aber noch ein Stück weiter. Was in Altheim in Oberösterreich vorgemacht wurde, soll nun auch in der Kommune in Münchens Nachbarschaft realisiert werden: Heißes Thermalwasser liefert zuerst den Strom und bedient anschließend ein Fernwärmenetz.

Um Strom geht es auch auf der Schwäbischen Alb, wo das Team um die Stadtwerke Bad Urach herum gerade erfolgreich eine Hürde nach der anderen bei der Weiterentwicklung der Hot-Dry-Rock-Technologie nimmt. Auch beim Europäischen HDR-Forschungsprojekt im elsässischen Soultz-sous-Forêts ist man soweit, demnächst eine Turbine aufstellen zu können. Die Arbeiten für die zweite 5000 m tiefe Bohrung wurden erst vor einigen Wochen erfolgreich abgeschlossen. Das Oberrheintal dürfte sich dabei als eines der ersten Zentren für den geothermischen Strom in Deutschland von sich Reden machen.

Von sich reden macht auch ein ehrgeiziges Ziel: "1000 Megawatt Strom bis 2010".

Die Fachtagung "Geothermie" während der Kongressmesse erneuerbare energien 2003 in Böblingen stellt diese Entwicklungen vor. Die Referenten sind die "Macher". Sie kommen direkt aus den Projekten oder von den Unternehmen, die derzeit die Entwicklung auf allen Gebieten vorantreiben.

Pressestelle | Geothermische Vereinigung e. V.
Weitere Informationen:
http://www.geothermie.de

Weitere Berichte zu: Erdwärmesonde

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index weiter aufwärts gerichtet
23.03.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht RWI erhöht Konjunkturprognose für 2017 leicht auf 1,3 Prozent
15.03.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Im Focus: Auf der Spur des linearen Ubiquitins

Eine neue Methode ermöglicht es, den Geheimcode linearer Ubiquitin-Ketten zu entschlüsseln. Forscher der Goethe-Universität berichten darüber in der aktuellen Ausgabe von "nature methods", zusammen mit Partnern der Universität Tübingen, der Queen Mary University und des Francis Crick Institute in London.

Ubiquitin ist ein kleines Molekül, das im Körper an andere Proteine angehängt wird und so deren Funktion kontrollieren und verändern kann. Die Anheftung...

Im Focus: Tracing down linear ubiquitination

Researchers at the Goethe University Frankfurt, together with partners from the University of Tübingen in Germany and Queen Mary University as well as Francis Crick Institute from London (UK) have developed a novel technology to decipher the secret ubiquitin code.

Ubiquitin is a small protein that can be linked to other cellular proteins, thereby controlling and modulating their functions. The attachment occurs in many...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

Über Raum, Zeit und Materie

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Besser lernen dank Zink?

23.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Innenraum-Ortung für dynamische Umgebungen

23.03.2017 | Architektur Bauwesen