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Eurex baut US-Börse auf

10.01.2003


Ferscha: Eurex wird gesamte US-Produktpalette - US-Zins-, Aktien- und Index-Derivate anbieten/ Eurex nutzt bestehende a/c/e-Plattform- und Teilnehmerinfrastruktur

Die internationale Börsenorganisation Eurex baut ihr bestehendes Derivate-Geschäft in den USA um Produkte auf US-amerikanische Underlyings aus. Das Unternehmen teilte am Donnerstag mit, es plane den Aufbau einer Börse in den USA unter amerikanischer Regulierung für den Handel mit Derivaten auf US-Zins-, Index- und Aktienprodukte. Gespräche mit Regulatoren und Marktteilnehmern in den USA zur Vorbereitung des Starts der neuen Börse seien bereits weit fortgeschritten. Die neue US-Börse untermauert die globale Wachstumsstrategie von Eurex: Mit dem direkten Eintritt in den Markt für US-Derivate baut Eurex die Palette globaler Benchmark-Produkte um US-Produkte aus.

Dieser Schritt wurde mit der Restrukturierung der a/c/e-Allianz mit der amerikanischen Terminbörse Chicago Board of Trade (CBOT) im Juli 2002 eingeleitet. Damals hatten Eurex und CBOT die a/c/e-Allianz von Oktober auf Januar 2004 verkürzt sowie alle Produkt- und Kooperationsrestriktionen zum gleichen Termin aufgehoben, die ursprünglich bis 2008 galten. Dies gibt Eurex die Freiheit, im US-Markt in allen Produkten wettbewerblich anzutreten und neue Partnerschaften einzugehen. Eurex CEO Rudolf Ferscha sagte: "Eurex wird Anfang 2004 allen Kunden weltweit die gesamte US-Produktpalette von Zinsprodukten über Aktienoptionen bis hin zu Indexprodukten anbieten."

Eurex hat die erfolgreiche a/c/e-Plattform entwickelt und ist darüber hinaus der Betreiber dieses Systems, auf dem bereits heute mehr als 70 Prozent aller Futures auf amerikanische Staatsanleihen gehandelt werden. a/c/e und Eurex nutzen die gleiche Systemplattform und das globale Eurex-Netzwerk. Diese Infrastruktur soll auch für die neue Börse eingesetzt werden. An a/c/e sind zur Zeit mehr als 150 Teilnehmer angeschlossen. Von den weltweit rund 430 Eurex-Teil-nehmern handeln 72 aus den USA. Im Jahr 2002 wurden auf a/c/e 130 Mio. Kontrakte gehandelt, damit ist a/c/e die zweitgrößte elektronische Handelsplattform in den USA. Auf Eurex, der größten Terminbörse der Welt, betrug das Handelsvolumen im letzten Jahr 801 Mio. Kontrakte.

Mit dem Start der neuen Börse werden die Handelsteilnehmer von einem Marktmodell profitieren, das ein Level-Playing-Field sowie direkten Zugang, nahtlose Integration mit dem OTC-Markt bietet und die weltweit niedrigsten Handelsgebühren aufweist. So hat Eurex das Volumen des europäischen Marktes für Derivate auf Staatsanleihen vervielfacht und so bis dahin nicht gekannte Größenordnungen für Liquidität und Marktzugang erreicht: 1997 lag der europäische Markt bei 35 Prozent der Größe des US-Marktes und 2002 bei über 170 Prozent. Da alle Produkte und Services der neuen US-Börse auf der bestehenden Infrastruktur angeboten werden, können Teilnehmer diese ohne Migrationskosten nutzen. Ferscha betonte: "Unsere Kunden weltweit werden die bestehende Eurex- und a/c/e-Infrastruktur sowohl für US- als auch für europäische Produkte nutzen können und damit von unserem kostengünstigen, direkten Zugang zu unserer gesamten Produktpalette profitieren."

Eurex handelt bereits die liquidesten Kapitalmarktprodukte weltweit, wobei die Euro-Zinsproduk-te im Bereich von 2, 5 und 10 Jahren ein Handelsvolumen von 450 Mio. Kontrakten im Jahr 2002 überschritten. Weiterhin ist Eurex mit einem Marktanteil von mehr als 70 Prozent der führende Markt für europäische Indexderivate. Im Aktienoptionsgeschäft ist Eurex bei einem zugrunde liegenden Wert von 583 Mrd. Euro im Jahr 2002 außerdem die größte Aktienoptionsbörse der Welt.

Pressestelle | Deutsche Boerse
Weitere Informationen:
http://www.deutsche-boerse.com

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