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Börsen-Bericht : Hoffnung an den Aktienmärkten

03.01.2003


Nach den schwachen Börsenjahren 2000 und 2001 sind die Kurse an den internationalen Aktienmärkten auch 2002 weiter kräftig gefallen. Große Unternehmensinsolvenzen einerseits und eine tiefgreifende Vertrauenskrise in die Bilanzierungspraxis amerikanischer Unternehmen andererseits wirkten sich auf die Märkte in Europa negativ aus. Neben der Angst vor neuen Terroranschlägen belastete zusätzlich die Unsicherheit über die politische Entwicklung im Nahen Osten. Schließlich boten die schwache konjunkturelle Verfassung und überwiegend schlechte Unternehmensergebnisse ein negatives fundamentales Umfeld. Besonders betroffen war der deutsche Aktienmarkt mit Kursverlusten von fast 44%. Unter den 30 DAX-Werten gab es keinen Gewinner.

Die Chancen für ein besseres Börsenjahr 2003 stehen allerdings nicht schlecht. Entscheidend für eine nachhaltige Erholung wird die Entwicklung im Irak und der Weltkonjunktur sein. Symptomatisch dafür ist der erneute Rückgang des vom amerikanischen Conference Board ermittelten Index für das Verbrauchervertrauen, der sich zuletzt wieder seinem Neun-Jahres-Tief genähert hat. Die Risiken für ein weiteres Abgleiten der Konjunktur sind daher noch nicht gebannt. Dieser Knoten könnte sich aber mit der Beendigung der militärischen Auseinandersetzung am Golf lösen, mit positiven Effekten für das Investitionsverhalten der Unternehmen, das Verbrauchervertrauen und damit für die Börse. Mit den bereits eingeleiteten Sanierungs- und Kostensenkungsmaßnahmen haben die Unternehmen bereits wichtige Vorraussetzungen zur Steigerung ihrer Gewinne geleistet.

Nach per Saldo nochmals leicht fallenden Renditen an den europäischen Rentenmärkten ist in den nächsten Monaten im großen und ganzen mit einer Seitwärtsbewegung zu rechnen. Zuletzt stiegen die Kurse von Bundesanleihen, weil viele Anleger aus Angst vor einem Krieg und Furcht vor einer dauerhaft schwachen Wirtschaft ihr Geld in Sicherheit bringen wollten. Da sich der Preisauftrieb geringfügig verstärkt, rechnen die Commerzbank-Volkswirte nicht mit einer weiteren Lockerung der Geldpolitik durch die Europäische Zetnralbank. Gleichzeitig beginnt sich die wirtschaftliche Lage im zweiten Halbjahr zu verbessern. Daher ist von einem leichten Anstieg der Renditen am Kapitalmarkt auf 43/4% bis Ende 2003 auszugehen.

Diese Ausarbeitung richtet sich ausschließlich an Personen mit Wohnsitz in Deutschland. Sie dient ausschließlich Informationszwecken und stellt weder eine individuelle Anlageempfehlung noch ein Angebot zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder sonstigen Finanzinstrumenten dar. Diese Ausarbeitung ersetzt nicht eine individuelle anleger- und anlagegerechte Beratung. Die in der Ausarbeitung enthaltenen Informationen wurden sorgfältig zusammengestellt. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit kann jedoch nicht übernommen werden. Einschätzungen und Bewertungen reflektieren die Meinung des Verfassers im Zeitpunkt der Erstellung der Ausarbeitung.



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