Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Das Werbebudget streichen? - Ein Modell für effektiveres Marketing

19.12.2002

In fast allen Branchen nehmen die Marketingbudgets der Unternehmen einen bedeutenden Teil der Gesamtkosten in Anspruch. Doch wenn die Konjunktur lahmt und die Kosten runter müssen, setzt das Management hier oft zuerst den Rotstift an, und dann rigoros: Viele Unternehmen streichen von einem Tag auf den anderen die gesamten Werbeausgaben. Hektische Reaktionen auf eine Konjunkturschwäche, meint die Beratungsfirma BBDO Consulting, seien jedoch problematisch - sie können die Marke eines Unternehmens gefährden.

Wird ein Marketingbudget pauschal um einen bestimmten Prozentsatz gekürzt, riskiert das Unternehmen, dass seine gesamten Marketingaktivitäten zumindest teilweise wirkungslos bleiben. Jedes Marketinginstrument wirkt anders und muss deshalb einzeln bewertet werden.

Die einzelnen Instrumente, so erläutert BBDO Consulting in ihrer jüngsten Broschüre (Dr. Mark Esser, Udo Klein-Bölting, Dr. Patricia Schulz-Moll: "Effektives Marketing mit Brand Investment Controlling", in: Insights 3), wiesen deutlich von einander abweichende Schwellenwerte auf, das heißt Unter- und Obergrenzen der Wirksamkeit von Werbeausgaben. So belegen empirische Untersuchungen, dass etwa im Fernsehen die Wirkung der Werbung überproportional zurückgeht, wenn der untere Schwellenwert unterschritten wird. Dieser Wert liegt bei bundesweiten Kampagnen mit einer breiten Zielgruppe bei 7,5 Millionen Euro. Rutschen die Ausgaben unter diesen Wert, gehe die Kampagne im "Grundrauschen des Werbemarktes" unter.

Auf der anderen Seite bringen auch zu üppig bemessene Werbeausgaben keineswegs den erhofften Gewinn. Wird der obere Grenzwert überschritten (er liegt in vielen Branchen bei 15 Millionen Euro), lässt die Wirkung der Werbung spürbar nach.

BBDO Consulting hat ein Modell entwickelt, das es jedem Unternehmen ermöglicht, mit Hilfe von Daten aus der Marktforschung den Status seiner Marke zu bestimmen. Wie bekannt ist die Marke? Wie wird sie wahr genommen? Wird sie tatsächlich gekauft, und wie viele Kunden bleiben der Marke treu? Nach Beantwortung dieser Fragen kann das Marketingbudget neu verteilt werden; das Management erkennt, an welchen Stellen die Werbeaktivitäten am wirkungsvollsten sind. Das gesamte Marketingprogramm kann deutlich effektiver eingesetzt werden.

Dieses so genannte Brand Investment Controlling ist nach Ansicht der BBDO Consulting wegen des steigenden Wettbewerbsdrucks unumgänglich. Das Management der Unternehmen könne damit sehr rasch die Wirkung seiner Marketingaktivitäten steigern.

Dr. Olaf Göttgens | BBDO Consulting
Weitere Informationen:
http://presseportal.de/story.htx?firmaid=21862

Weitere Berichte zu: Marketingaktivität Marketingbudget Werbeausgabe Werbebudget

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht Wert fest „im grünen Bereich“ - IMK-Konjunkturindikator: Rezessionsgefahr sinkt auf nur 5,1 Prozent
14.09.2017 | Hans-Böckler-Stiftung

nachricht Konjunkturprognose: Deutsche Wirtschaft nähert sich der Hochkonjunktur
07.09.2017 | Institut für Weltwirtschaft (IfW)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Im Focus: Hochautomatisiertes Fahren bei Schnee und Regen: Robuste Warnehmung dank intelligentem Sensormix

Schlechte Sichtverhältnisse bei Regen oder Schnellfall sind für Menschen und hochautomatisierte Fahrzeuge eine große Herausforderung. Im europäischen Projekt RobustSENSE haben die Forscher von Fraunhofer FOKUS mit 14 Partnern, darunter die Daimler AG und die Robert Bosch GmbH, in den vergangenen zwei Jahren eine Softwareplattform entwickelt, auf der verschiedene Sensordaten von Kamera, Laser, Radar und weitere Informationen wie Wetterdaten kombiniert werden. Ziel ist, eine robuste und zuverlässige Wahrnehmung der Straßensituation unabhängig von der Komplexität und der Sichtverhältnisse zu gewährleisten. Nach der virtuellen Erprobung des Systems erfolgt nun der Praxistest, unter anderem auf dem Berliner Testfeld für hochautomatisiertes Fahren.

Starker Schneefall, ein Ball rollt auf die Fahrbahn: Selbst ein Mensch kann mitunter nicht schnell genug erkennen, ob dies ein gefährlicher Gegenstand oder...

Im Focus: Ultrakurze Momentaufnahmen der Dynamik von Elektronen in Festkörpern

Mit Hilfe ultrakurzer Laser- und Röntgenblitze haben Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik (Garching bei München) Schnappschüsse der bislang kürzesten Bewegung von Elektronen in Festkörpern gemacht. Die Bewegung hielt 750 Attosekunden lang an, bevor sie abklang. Damit stellten die Wissenschaftler einen neuen Rekord auf, ultrakurze Prozesse innerhalb von Festkörpern aufzuzeichnen.

Wenn Röntgenstrahlen auf Festkörpermaterialien oder große Moleküle treffen, wird ein Elektron von seinem angestammten Platz in der Nähe des Atomkerns...

Im Focus: Ultrafast snapshots of relaxing electrons in solids

Using ultrafast flashes of laser and x-ray radiation, scientists at the Max Planck Institute of Quantum Optics (Garching, Germany) took snapshots of the briefest electron motion inside a solid material to date. The electron motion lasted only 750 billionths of the billionth of a second before it fainted, setting a new record of human capability to capture ultrafast processes inside solids!

When x-rays shine onto solid materials or large molecules, an electron is pushed away from its original place near the nucleus of the atom, leaving a hole...

Im Focus: Quantensensoren entschlüsseln magnetische Ordnung in neuartigem Halbleitermaterial

Physiker konnte erstmals eine spiralförmige magnetische Ordnung in einem multiferroischen Material abbilden. Diese gelten als vielversprechende Kandidaten für zukünftige Datenspeicher. Der Nachweis gelang den Forschern mit selbst entwickelten Quantensensoren, die elektromagnetische Felder im Nanometerbereich analysieren können und an der Universität Basel entwickelt wurden. Die Ergebnisse von Wissenschaftlern des Departements Physik und des Swiss Nanoscience Institute der Universität Basel sowie der Universität Montpellier und Forschern der Universität Paris-Saclay wurden in der Zeitschrift «Nature» veröffentlicht.

Multiferroika sind Materialien, die gleichzeitig auf elektrische wie auch auf magnetische Felder reagieren. Die beiden Eigenschaften kommen für gewöhnlich...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

»Laser in Composites Symposium« in Aachen – von der Wissenschaft in die Anwendung

19.09.2017 | Veranstaltungen

Biowissenschaftler tauschen neue Erkenntnisse über molekulare Gen-Schalter aus

19.09.2017 | Veranstaltungen

Zwei Grad wärmer – und dann?

19.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

»Laser in Composites Symposium« in Aachen – von der Wissenschaft in die Anwendung

19.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Zentraler Schalter der Immunabwehr gefunden

19.09.2017 | Biowissenschaften Chemie

Neue Materialchemie für Hochleistungsbatterien

19.09.2017 | Biowissenschaften Chemie