Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Geschäft mit Beitrittsstaaten "überlebensnotwendig"

10.12.2002


DIHK-Umfrage "Die EU-Erweiterung: 10 Aussagen der deutschen Wirtschaft"

Das Geschäft mit den Beitrittsstaaten ist für viele deutsche Unternehmen "überlebensnotwendig". Ohne Erweiterung der Europäischen Union (EU) nach Osten würden bereits bestehende Geschäftsbeziehungen gefährdet und Gewinnerwartung, Wachstum und Beschäftigung gedämpft. Der Nutzen der Erweiterung ist branchenunabhängig. Steigerungen im deutschen Export werden für den Hightech-Bereich erwartet. Technologisch weniger anspruchsvolle Produkte treffen dagegen auf zunehmende Konkurrenz. Die Investitionsgüterindustrie wird besonders profitieren, da der Investitionsbedarf in den Beitrittsstaaten nach wie vor sehr groß ist. Den Wettbewerbsdruck spüren vor allem kleine Unternehmen im grenznahen Bereich. Der Niedriglohnsektor verlagert sich weiter nach Südosteuropa. Kooperationen erleichtern den Zugang in das Mittel- und Osteuropageschäft. Dies sind Schlaglichter einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) "Die EU-Erweiterung: 10 Aussagen der deutschen Wirtschaft" anlässlich des Gipfels von Kopenhagen am 13. und 14. Dezember 2002.

Die wirtschaftlichen Verflechtungen der deutschen Unternehmen nach Mittel- und Osteuropa (MOE) sind bereits seit Jahren eng. Die deutschen Firmen waren mit die ersten, die die Staaten des ehemaligen Ostblocks "entdeckten". Die wirtschaftliche Erweiterung hat bereits stattgefunden. Die Kooperationsbeziehungen müssen jetzt gefestigt und ausgebaut werden, damit die Unternehmen nach dem Beitritt auf eine feste Kooperations- und Wirtschaftsverbindung zurückgreifen können. Die Vorbereitung der Unternehmen auf den Beitritt ist sehr unterschiedlich. Sie reicht von der Intensivierung der Kontakte, Gründung von Filialen, bis hin zur Verlagerung der Produktion. Gleichwohl sind noch Informationsdefizite vorhanden. Der DIHK fordert deshalb die Unternehmen auf, sich jetzt gezielt auf den Beitritt vorzubereiten. Die deutschen Industrie- und Handelskammern (IHKs) bieten zahlreiche Informationsveranstaltungen an. Sie betreffen sowohl den allgemeinen Stand der Erweiterungsverhandlungen wie auch die Anpassung an EU-Vorschriften und Kooperationsmöglichkeiten. In allen Hauptstädten der Beitrittsländer, sind die Auslandshandelskammern (AHKs) die wichtigsten Anlaufstellen und Partner der deutschen Unternehmen. Die Unternehmen sollten, diese Informationsmöglichkeiten intensiv nutzen.

- Querverweis: Eine Langfassung der Umfrage mit einer wirtschaftlichen Analyse der Erweiterungskandidaten liegt in der digitalen Pressemappe zum Download vor und ist abrufbar unter http://www.presseportal.de/story.htx?nr=404192&action=preview



Rückfragen bitte an:


Dr. Dagmar Boving
boving.dagmar@berlin.dihk.de
++49 (30) 20308 - 2312

| ots
Weitere Informationen:
http://www.presseportal.de/story.htx?nr=404192&action=preview

Weitere Berichte zu: Beitrittsstaat EU-Erweiterung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index: Rückgang, aber noch keine Tendenzwende
21.11.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht IMK-Konjunkturindikator: Praktisch keine Rezessionsgefahr, Wirtschaft auf stabilem Aufschwungpfad
15.11.2017 | Hans-Böckler-Stiftung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kleine Strukturen – große Wirkung

Innovative Schutzschicht für geringen Verbrauch künftiger Rolls-Royce Flugtriebwerke entwickelt

Gemeinsam mit Rolls-Royce Deutschland hat das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS im Rahmen von zwei Vorhaben aus dem...

Im Focus: Nanoparticles help with malaria diagnosis – new rapid test in development

The WHO reports an estimated 429,000 malaria deaths each year. The disease mostly affects tropical and subtropical regions and in particular the African continent. The Fraunhofer Institute for Silicate Research ISC teamed up with the Fraunhofer Institute for Molecular Biology and Applied Ecology IME and the Institute of Tropical Medicine at the University of Tübingen for a new test method to detect malaria parasites in blood. The idea of the research project “NanoFRET” is to develop a highly sensitive and reliable rapid diagnostic test so that patient treatment can begin as early as possible.

Malaria is caused by parasites transmitted by mosquito bite. The most dangerous form of malaria is malaria tropica. Left untreated, it is fatal in most cases....

Im Focus: Transparente Beschichtung für Alltagsanwendungen

Sport- und Outdoorbekleidung, die Wasser und Schmutz abweist, oder Windschutzscheiben, an denen kein Wasser kondensiert – viele alltägliche Produkte können von stark wasserabweisenden Beschichtungen profitieren. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben Forscher um Dr. Bastian E. Rapp einen Werkstoff für solche Beschichtungen entwickelt, der sowohl transparent als auch abriebfest ist: „Fluoropor“, einen fluorierten Polymerschaum mit durchgehender Nano-/Mikrostruktur. Sie stellen ihn in Nature Scientific Reports vor. (DOI: 10.1038/s41598-017-15287-8)

In der Natur ist das Phänomen vor allem bei Lotuspflanzen bekannt: Wassertropfen perlen von der Blattoberfläche einfach ab. Diesen Lotuseffekt ahmen...

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Tagung widmet sich dem Thema Autonomes Fahren

21.11.2017 | Veranstaltungen

Neues Elektro-Forschungsfahrzeug am Institut für Mikroelektronische Systeme

21.11.2017 | Veranstaltungen

Raumfahrtkolloquium: Technologien für die Raumfahrt von morgen

21.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Wasserkühlung für die Erdkruste - Meerwasser dringt deutlich tiefer ein

21.11.2017 | Geowissenschaften

Eine Nano-Uhr mit präzisen Zeigern

21.11.2017 | Physik Astronomie

Zentraler Schalter

21.11.2017 | Biowissenschaften Chemie