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Neues Forschungsprojekt an der Universität Dortmund beleuchtet widersprüchliche Wirtschaftsentwicklungen

06.12.2002


Widersprüchliche Wirtschaftsentwicklungen beleuchtet ein neues Forschungsprojekt an der Wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Dortmund mit vielen Partnern in ganz Europa. Ist die Old Economy wirklich out?



In wirtschaftswissenschaftlichen Debatten werden Wachstumschancen und neue Arbeitsplätze in der Regel in "High-tech"-Bereichen und neuen Wirtschaftssektoren erwartet. Wirtschaftszweige jedoch, die konventionelle und standardisierte Produkte herstellen, haben in den entwickelten Ländern dagegen nur wenig Entwicklungschancen. Derartigen "Low-tech"-Unternehmen werden in den entwickelten Ländern nur mehr sehr ungünstige Standortbedingungen eingeräumt. Jedoch ist unübersehbar, dass es eine ganze Reihe solcher Unternehmen gleichwohl sehr erfolgreich in fortgeschrittenen Ländern produziert. Zudem existieren überzeugende Beispiele für prosperierende Regionen, deren industrielle Basis alte und traditionelle Technologien sind.



An diese widersprüchliche Situation knüpft ein Forschungsprojekt an, das von Prof. Hartmut Hirsch-Kreinsen und seinen Mitarbeitern am Lehrstuhl "Technik und Gesellschaft" der Wirtschafts- und sozialwissenschaftliche Fakultät der Uni Dortmund jetzt bei der Europäischen Union (EU) akquiriert wurde.

Das Projekt mit dem Titel "Policy and Innovation in Low Tech. Knowledge Formation, Employment & Growth Contributions of the ’Old Economy’ Industries in Europe - PILOT" wird seit dem 01.12.02 für drei Jahre von der EU-Kommission gefördert. Beteiligt sind an ihm insgesamt elf sozialwissenschaftliche Institute und Lehrstühle aus neun west- und mitteleuropäischen Ländern. Koordiniert wird der Projektverbund von dem Dortmunder Lehrstuhl.

Das Projekt hat das Ziel, ein vertieftes theoretisches und empirisches Verständnis von Prozessen der Wissensgenese und der Wissensnutzung in als Low-tech zu bezeichnenden Wirtschaftssektoren zu gewinnen. Weiterhin sollen ihr Beitrag zu Beschäftigung, zum Wachstum und generell zur Innovationsfähigkeit einer Volkswirtschaft als ganzer herausgearbeitet werden und politische Handlungsempfehlungen abgeleitet werden.

Klaus Commer | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-dortmund.de

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