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"Kampf" um qualifizierte Mitarbeiter als Herausforderung

27.11.2002


Personalmarketing zur langfristigen Sicherstellung der Human Resources



Personalmarketing steckt in den Kinderschuhen - nur wenige Unternehmen erkennen die Notwendigkeit gerade in Zeiten massiver Kündigungswellen an die Bindung qualifizierter Mitarbeiter zu denken und auch eine langfristige Basis für ein rasches und effizientes Recruiting zu schaffen. Das ergibt eine Studie von Dieter Strametz & Partner.

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Der Begriff Personalmarketing wird in sehr wenigen Unternehmen verwendet. Die meisten unterschätzen die Wirkung der einzelnen Personalmarketing-Aktivitäten um aktuelle und potentielle Mitarbeiter auch in Nicht-Wahlkampfzeiten, in denen der Bedarf an qualifizierten Kräften gesunken zu sein scheint, von der Attraktivität des Unternehmens als Arbeitgeber zu überzeugen. In den seltensten Fällen verfügen sie über entsprechende strategische Konzepte. Lediglich Großunternehmen, mit mehr als 500 Mitarbeitern, verwenden den Begriff Personalmarketing - 3x so häufig wie kleinere Organisationen - und sehen einen direkten Zusammenhang mit strategischen Unternehmenszielen.

Der Großteil der befragten Unternehmen nennt die Optimierung des Recruiting und die Image-Verbesserung als vorrangigste Zielsetzung. (siehe Graphik)

Die Vielfältigkeit der eingesetzten Maßnahmen ist dennoch, ungeachtet der hohen Einschätzung der Außenwirkung, äußerst begrenzt. Inserate in den Printmedien rangieren mit über 90 Prozent nach wie vor an höchster Stelle. Trotz geringfügiger Kosten wird hingegen die Nutzung der Homepage nur von ca. 60 Prozent und die Betreuung von Diplomarbeiten und Dissertationen von noch geringeren 30 Prozent der Befragten genannt.

Eine ausgesprochen geringe Bedeutung hat ebenfalls das Schreiben imagefördernder PR-Artikel. "Aus unserer Beratererfahrung wissen wir, dass selbst ein Unternehmen, welches seine 180 Mitarbeiter in die Karibik zur Weihnachtsfeier einlädt, diesen Anlass nicht zu einer breiten Kommunikation an vielleicht in absehbarer Zeit potentielle Mitarbeiter nutzt," fügt Alfred Berger, Leiter der Studie bei Dieter Strametz & Partner hinzu. "Es scheint, als würden Unternehmen glauben, dass Zeitungsleser nur Interesse an Aktienkursen und neuen Produktentwicklungen, nicht jedoch an Informationen über Mitarbeiter-Zufriedenheitsgrad und über Fluktuationsquoten haben."

Als Zielgruppe dieser externen Kommunikation stehen vor allem Uni- und Fachhochschulabsolventen, zu 80 Prozent, im Vordergrund. Dieser starken Priorisierung wiederspricht jedoch die Entwicklung am Arbeitsmarkt, wo eindeutig eine erhöhte Nachfrage nach Führungskräften mit mindestens drei bis fünf Jahren Berufserfahrung fest zu stellen ist. Demnach sollte das Ziel Arbeitskräfte in leitenden Positionen mit Personalmarketing zu erreichen wesentlich höher, als nur zu 60 Prozent, gestellt werden.

Auffällig ist ebenfalls, dass in den wenigsten Unternehmen der internen Wirkung des Personalmarketing zur Mitarbeiterbindung, -motivation und -schulung ausreichend Rechnung getragen wird. Sogar in Unternehmen mit relativ hohen Fluktuationsquoten rangieren Mitarbeiterbefragungen, -gespräche und Entlohungssysteme am unteren Ende der angewendeten Personalmarketing-Aktivitäten.

Ebenso bezeichnend für die stiefmütterliche Behandlung des Personalmarketing ist die Tatsache, dass die Frage nach der Durchführung von Erfolgsmessungen in diesem Bereich, nur ca. 40 Prozent mit "ja" beantworten. Im Branchenvergleich lassen sich Unterschiede mit 48 Prozent der Ja-Antworten bei Banken/Versicherungen und geringen 25 Prozent in der Industrie feststellen.

Der geringe Einsatz erfolgsversprechender Personalmarketing-Maßnahmen ist nicht zu erklären. Auf zu niedrige Budgets ist er jedoch nicht zurück zu führen, denn immerhin wissen 30 Prozent der befragten Unternehmen keine Budgetzahlen zu nennen (nur 13 Prozent wollten keine Angaben machen). Somit kann die Ursache der geringen Verbreitung des Personalmarketing in Österreich nicht nur in den fehlenden finanziellen Mittel gesehen werden.

"Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass die Innovationsbereitschaft in der Personalarbeit verbesserungswürdig und ein Gesinnungswandel nötig ist. Unternehmen punkten im Kampf um qualifizierte Mitarbeiter nun einmal nicht nur mit Produkten und Umweltbilanzen. Es wäre sicherlich an der Zeit auch an einer HR-Bilanz zu arbeiten," meint Alfred Berger abschließend.

Österreichweit wurden Personalleiter aus 200 Unternehmen, in den Branchen Banken & Versicherung, IT & Telekommunikation und Industrie sowie in der Dienstleistungsbranche befragt. Die Studie wurde von der Dieter Strametz & Partner GmbH in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule für Marketing und Verkauf in Wien erstellt.


Ihre Ansprechpartner:
Mag. Alfred Berger
Manager
Dieter Strametz & Partner GmbH
Bartensteingasse 2, A-1010 Wien
E-Mail: alfred.berger@dspartner.at
Tel.: (01) 31 00 173-407, Mobil: 0676-84 40 30 407

Mag. Elisabeth Schneps
Pressesprecherin
Dieter Strametz & Partner GmbH
Bartensteingasse 2, A-1010 Wien
e-mail: elisabeth.schneps@dspartner.at
Tel.: (01) 31 00 173-500, Mobil: 0676-84 40 30 500



Mag. Alfred Berger | pts - PR Information (A)
Weitere Informationen:
http://www.dspartner.at

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