Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Börsen-Bericht / Aktienmärkte weiter volatil

22.11.2002


Nach schwachem Start konnten sich die internationalen Aktienmärkte in der zweiten Wochenhälfte leicht erholen. Die wieder aufkeimende Hoffnung auf eine Belebung der US-Konjunktur beflügelte insbesondere Technologiewerte. Auch deutsche Finanzwerte profitierten von den guten Vorgaben aus Amerika. Die Allianz-Aktie stieg trotz des negativen Ausblicks einer Ratingagentur deutlich über 100 Euro.

Nach der Bekanntgabe des Bruttoinlandsprodukts für das dritte Quartal wird in Deutschland von vielen Volkswirten die Gefahr eines erneuten Abgleitens der Wirtschaft in die Rezession höher eingeschätzt als noch vor ein paar Monaten. Die Commerzbank hält dies jedoch für unwahrscheinlich. Die Entwicklung des ifo-Geschäftsklimaindex und des Einkaufsmanagerindex sprechen zwar für eine Verlangsamung der Konjunktur, doch frühestens im zweiten Halbjahr 2003 ist mit einer spürbaren Belebung zu rechnen. Der DAX scheint inzwischen einen Boden gefunden zu haben. Die 3.000 Punkte-Marke hat sich in den letzten Wochen als starke Unterstützung erwiesen. Aufgrund fehlender Impulse erwarten die Commerzbank-Experten allerdings die Aktienmärkte in einer anhaltend volatilen Seitwärtsbewegung. Privatanleger sollten schwache Tage nutzen, um Bestände in Allianz, Siemens und Bayer aufzubauen oder zu verbilligen. Nicht nur aus fundamentaler, sondern auch aus technischer Sicht erscheint ein Einstieg hier interessant. Die Deutsche Telekom dürfte das Schlimmste überstanden haben. Obwohl bekannt wurde, dass der Bund beabsichtigt, sich von weiteren Aktien zu trennen, um die Nettoverschuldung zu reduzieren, konnte sich der Wert gut halten.

Der europäische Rentenmarkt profitierte wieder von Zinssenkungserwartungen. Nicht wenige Marktteilnehmer rechnen inzwischen sogar mit einer "großen" Zinssenkung der Europäischen Zentralbank um 50 Basispunkte Anfang Dezember. Immer weiter gesenkte Wachstumsaussichten, der höhere Euro-Kurs und ein niedrigerer Ölpreis dämpfen die Inflationsrate, die im Euro-Raum aktuell bei 2,3% liegt, und lassen eine offizielle Zinssenkung nun wahrscheinlich werden. Äußerungen von EZB-Ratsmitgliedern deuten ebenfalls in diese Richtung.

In den kommenden Monaten erwartet die Commerzbank angesichts der weltweiten wirtschaftlichen Stagnation eine Seitwärtsbewegung der Renditen auf niedrigem Niveau. Im weiteren Verlauf 2003 ist, ausgehend von den USA, mit einem leichten Anstieg zu rechnen.

Diese Ausarbeitung richtet sich ausschließlich an Personen mit Wohnsitz in Deutschland. Sie dient ausschließlich Informationszwecken und stellt weder eine individuelle Anlageempfehlung noch ein Angebot zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder sonstigen Finanzinstrumenten dar. Diese Ausarbeitung ersetzt nicht eine individuelle anleger- und anlagegerechte Beratung. Die in der Ausarbeitung enthaltenen Informationen wurden sorgfältig zusammengestellt. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit kann jedoch nicht übernommen werden. Einschätzungen und Bewertungen reflektieren die Meinung des Verfassers im Zeitpunkt der Erstellung der Ausarbeitung.

Verantwortlich:


Commerzbank Aktiengesellschaft
Zentrales Geschäftsfeld Private Kunden

... mehr zu:
»Zinssenkung

60261 Frankfurt am Main
Tel.(069) 136 - 46553
Fax(069) 136 - 50993

E-Mail: pressestelle@commerzbank.com

| ots
Weitere Informationen:
http://www.commerzbank.de

Weitere Berichte zu: Zinssenkung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index tritt auf der Stelle
24.11.2016 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht Lemgoer Wissenschaftler wollen smarte Banknote realisieren
08.11.2016 | Hochschule Ostwestfalen-Lippe

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie

Speicherdauer von Qubits für Quantencomputer weiter verbessert

09.12.2016 | Physik Astronomie