Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

KfW fördert Finanzsektor in Suedosteuropa mit 150 Millionen Euro

07.11.2002


Kleinstunternehmer und Wohnungsbauer erhalten über Partnerbanken Zugang zu Krediten

Die KfW hat mit der Bundesregierung und mit anderen bi- und multilateralen Gebern innovative Wege beschritten, um die Finanzlandschaft in Südosteuropa mit zu gestalten und neu zu errichten. Wichtige von der Entwicklungszusammenarbeit unterstützte Innovationen beinhalten Mikrofinanzbanken und moderne Refinanzierungsinstrumente für Banken und Nichtregierungsorganisationen.

Ziel eines von der KfW zusammen mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung veranstalteten Symposiums mit Ingrid Matthäus-Maier, Mitglied des Vorstands der KfW, ist es, die in Südosteuropa gemachten Erfahrungen bei der Finanzsektorförderung systematisch aufzuarbeiten, um sie für die Zukunft noch besser nutzbar zu machen.

In den Jahren 2000 bis 2002 hat die Bundesregierung über die KfW als Mandatar Mittel in Höhe von 322 Millionen Euro für die Finanzielle Zusammenarbeit mit Mitgliedsländern des Stabilitätspaktes zur Verfügung gestellt. Die Förderung des Finanzsektors ist einer der Schwerpunktbereiche der deutschen bilateralen Zusammenarbeit. Rund 22 Prozent der Mittel sind für diesen Zweck zugesagt worden.

Die KfW ist auch im Auftrag weiterer multilateraler und bilateraler Geber tätig. "Seit dem Jahr 2000 haben wir Verträge in Höhe von nahezu 70 Millionen Euro abgeschlossen. Der Großteil dieser Mittel ist für Finanzsektorprojekte aufgewendet worden", sagte KfW-Vorstandsmitglied Ingrid Matthäus-Maier. "Derzeit beträgt unser Portfolio für den Finanzsektor in der Region knapp 150 Millionen Euro."

"Der Ansatz der KfW ist ein angemessener Weg, den strukturellen Schwächen des Finanzsektors in dieser Region zu begegnen", sagte Frau Matthäus-Maier. "Wir fördern stabile, langfristig lebensfähige Finanzinstitutionen."

Der Sektor der Kleinst- sowie Klein- und mittelständischen Unternehmen - der KMUs - ist die wichtigste treibende Kraft für die wirtschaftliche Erholung, die die KfW in der Region fördert. Bereits heute sind KMU die Träger der meisten neu geschaffenen Arbeitsplätze. "Die meisten örtlichen Banken haben keine ausreichende Liquidität und bieten keine an die spezifischen Bedürfnisse von KMU angepassten Finanzdienstleistungen", so Frau Matthäus-Maier.

Die KfW hat eine doppelte Strategie für den Umgang mit diesen unzureichenden Bedingungen und für die Bereitstellung von Finanzierungsmöglichkeiten für Kleinst- und Kleinunternehmen sowie Eigenheimbesitzer entwickelt. Zusammen mit anderen Entwicklungsinstitutionen gründet die KfW sogenannte Mikro- bzw. KMU-Banken. Bezeichnend für diese Mikro-Banken ist, dass sie speziell auf die finanziellen Bedürfnisse von Menschen mit niedrigem Einkommen eingerichtet worden sind. Die KfW hat sich an solchen Banken im Kosovo und in Serbien, aber auch in Albanien, Bosnien, Bulgarien und Rumänien beteiligt.

Neben der Gründung von Mikrobanken arbeitet die KfW auch mit den vorhandenen örtlichen Banken zusammen. Ausgesuchte Partnerbanken werden qualifiziert zur Vergabe von Krediten an die neue Klientel - nämlich an Kunden mit niedrigen Einkommen. Die örtlichen Partnerbanken haben bereits ca. 6.300 Darlehen an Kleinunternehmer und Eigenheimbesitzer vergeben - zusätzlich zu weiteren 40.000 Darlehen, die von den sieben von der KfW mitgegründeten Mikrobanken in Südosteuropa vergeben worden sind.

Die Ergebnisse unabhängiger Gutachten zeigen, dass eine große Vielzahl von KMU in allen Sektoren Zugang zu Kreditmitteln gefunden hat und dass sich auch die Wohnungssituation erheblich verbessert hat.



Rückfragen:

... mehr zu:
»Finanzsektor »KMU

Verena Tobeck
Tel.: (030) 20264-5127
E-Mail: verena.tobeck@kfw.de

| ots

Weitere Berichte zu: Finanzsektor KMU

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index tritt auf der Stelle
24.11.2016 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht Lemgoer Wissenschaftler wollen smarte Banknote realisieren
08.11.2016 | Hochschule Ostwestfalen-Lippe

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Im Focus: Neuer Sensor: Was im Inneren von Schneelawinen vor sich geht

Ein neuer Radarsensor erlaubt Einblicke in die inneren Vorgänge von Schneelawinen. Entwickelt haben ihn Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Dr. Christoph Baer und Timo Jaeschke gemeinsam mit Kollegen aus Innsbruck und Davos. Das Messsystem ist bereits an einem Testhang im Wallis installiert, wo das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung im Winter 2016/17 Messungen damit durchführen möchte.

Die erhobenen Daten sollen in Simulationen einfließen, die das komplexe Geschehen im Inneren von Lawinen detailliert nachbilden. „Was genau passiert, wenn sich...

Im Focus: Neuer Rekord an BESSY II: 10 Millionen Ionen erstmals bis auf 7,4 Kelvin gekühlt

Magnetische Grundzustände von Nickel2-Ionen spektroskopisch ermittelt

Ein internationales Team aus Deutschland, Schweden und Japan hat einen neuen Temperaturrekord für sogenannte Quadrupol-Ionenfallen erreicht, in denen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

Die Perspektiven der Genom-Editierung in der Landwirtschaft

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet

02.12.2016 | Förderungen Preise

Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave

02.12.2016 | Studien Analysen

Nach der Befruchtung übernimmt die Eizelle die Führungsrolle

02.12.2016 | Biowissenschaften Chemie