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KfW steigert Foerdervolumen um 40 Prozent gegenüber Vorjahr

31.10.2002


Das Fördervolumen der KfW entwickelt sich dieses Jahr dank der guten Akzeptanz neuer Förderinstrumente sehr dynamisch und hat nach neun Monaten bereits 39,9 Mrd EUR erreicht.



Das bedeutet eine Steigerung um 44,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Den Hauptanteil an dieser Entwicklung haben Verbriefungen, die mit einem Betrag von 13,9 Mrd EUR zum Fördervolumen beitragen. Die Kreditzusagen an kleine und mittlere Unternehmen liegen bei 5,4 Mrd EUR und haben damit in den ersten neun Monaten dieses Jahres trotz der anhaltenden konjunkturellen Schwächephase gegenüber 2001 um rund 6,1 Prozent zugenommen. Dabei hat das neue Förderinstrument "Globaldarlehen" mit einem Zusagevolumen von 1,3 Mrd EUR maßgeblich zu dem positiven Ergebnis beigetragen.



Die KfW hat im Rahmen der "Hartz-Initiative" zur Senkung der Arbeitslosigkeit in Deutschland mit der Bundesregierung das neue Programm "Kapital für Arbeit" vereinbart, das am ersten November dieses Jahres starten wird. Es steht wirtschaftlich gesunden kleinen und mittelständischen Unternehmen offen, die Arbeitslose dauerhaft einstellen und einen ungedeckten Finanzierungsbedarf haben.

Im Bereich der Wohnraumförderung belief sich das Fördervolumen in den ersten drei Quartalen 2002 auf insgesamt 16,5 Mrd EUR. Davon entfielen 14,7 Mrd EUR auf den Neubau und Erwerb sowie die Modernisierung von Wohneigentum. Im KfW-Wohneigentumsprogramm wurden zinsgünstige Kredite in Höhe von 4,7 Mrd EUR zugesagt.

Im 3. Quartal dieses Jahres wurde im 100.000 Dächer-Solarstrom-Programm die Schwelle von 150 Megawatt geförderte Fotovoltaikleistung übersprungen. Damit kann genug Strom produziert werden, um 40.000 Privathaushalte zu versorgen, was der Einwohnerzahl einer mittelgroßen Stadt entspricht. Im Programm zur Förderung erneuerbarer Energien wurde die tausendste Kreditzusage erteilt. Mit den geförderten Anlagen in den Bereichen Biogas, Biomasse und kleine Wasserkraft können rund 100.000 private Haushalte mit Strom versorgt werden. Hinter diesen Förderergebnissen stehen Kreditzusagen, die in den ersten drei Quartalen des Jahres 2002 beim 100.000 Dächer-Solarstrom-Programm ein Volumen von 264 Mio EUR und im Programm zur Förderung erneuerbarer Energien ein Volumen von 70 Mio EUR erreicht haben.

Die Hochwasserkatastrophe verursachte insbesondere in den neuen Ländern gewaltige wirtschaftliche Schäden. Schnelle und umfassende Hilfe tat Not. Die KfW legte deshalb kurzfristig das KfW-Sonderprogramm Hochwasser auf, das betroffenen privaten Haushalten, kleinen und mittleren Unternehmen sowie Wohnungsunternehmen Kredite mit langer Laufzeit zu sehr günstigen Konditionen zur Verfügung stellt. Den durchleitenden Banken wird dabei 80 Prozent des Ausfallrisikos abgenommen.

Die Geschäftsentwicklung in der Export- und Projektfinanzierung war im 3. Quartal lebhafter als in der ersten Jahreshälfte. Die Neuzusagen für Auslandskredite lagen per 30.09. bei 4,4 Mrd Euro (5,5 Mrd Euro). Dabei hat sich die Entwicklung in allen Geschäftssparten verstetigt. In den ersten neun Monaten des Jahres 2002 hat die KfW an den Kapitalmärkten Mittel im Volumen von 38,7 Mrd EUR aufgenommen und damit das Volumen des gesamten Jahres 2001 bereits übertroffen. Der Anteil des Refinanzierungsvolumens in Fremdwährung betrug 60 Prozent, wobei davon wiederum mit 80 Prozent ein Großteil auf den USD entfiel.

Trotz des wirtschaftlich schwierigen Umfelds sieht die KfW in ihrer Geschäftstätigkeit einem zufriedenstellenden Gesamtjahr 2002 entgegen.

Verena Tobeck | Kreditanstalt für Wiederaufbau
Weitere Informationen:
http://www.kfw.de

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