Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Normen mit enormem Erfolg

06.07.2000


Normen erleichtern den Alltag. Sie wirken als Katalysator für neue Ideen, Produkte und Technologien und kurbeln die Wirtschaft an. Zu diesem Ergebnis kommt eine gemeinsame Studie des
Fraunhofer ISI und der TU Dresden.

Ob die Dicke und Länge von Schrauben, die verschiedenen Papierformate oder einheitliche Stecker für den Druckeranschluss des Computers: Normen durchziehen unser Leben und erleichtern den Alltag enorm. Briefpapier, Kuverts und Ordner richten sich nach dem DIN-Format. Hätte jedes Unternehmen seine eigenen Papiergrößen, wären analog dazu zig verschiedene Drucker oder Kopierer notwendig, um diese Vielfalt verarbeiten zu können. Wie das Fraunhofer-Institut für Systemtechnik und Innovationsforschung ISI in einer gemeinsam Studie mit der TU Dresden ermittelte, fördern Normen - entgegen so manchen Vorurteilen - den Innovationsprozess einer Volkswirtschaft und tragen positiv zur wirtschaftlichen Entwicklung bei. Auftraggeber der Studie waren das Deutsche Institut für Normung e.V. (DIN) in Berlin, das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie sowie verschiedene Industrieunternehmen.

»Normen wirken als Katalysator für neue Ideen, Produkte und Technologien«, bringt Dr. Knut Blind, Leiter der Projektgruppe am ISI, das Ergebnis auf den Punkt. »Denn durch den einheitlichen Standard, den eine Norm festlegt, können sich neue Technologien schneller verbreiten. Anders als Patente sind sie für jedermann gegen geringes Entgelt zugänglich und lassen sich für innovative Produkte nutzen.« Die TU Dresden befragte Unternehmen, wie sich bei ihnen Normen auswirken. Die Forscher am ISI ergründeten den Zusammenhang zwischen Normen und technischem Wandel, den Einfluss auf die Gesamtwirtschaft und den Außenhandel. Für den Zeitraum von 1960 bis 1996 analysierten sie neben den Produktionsfaktoren Kapital und Arbeit, welchen Beitrag die erteilten Patente, die Ausgaben der deutschen Wirtschaft für ausländische Lizenzen und der Bestand an Normen und technischen Regeln zum wirtschaftlichen Wachstum im Unternehmenssektor leisteten.

»Neben den Patenten stellen die Normen einen weiteren Pool an technischem Wissen einer Volkswirtschaft dar«, kommentiert Dr. Blind. Basierend auf den makroökonomischen Untersuchungen und den Angaben der Unternehmen in der Befragung zeigt sich, dass der jährliche volkswirtschaftliche Nutzen der Normen in einem zweistelligen Milliardenbereich liegt.

Ansprechpartner:
Dr. Knut Blind
Telefon: 07 21/68 09-2 12
Telefax: 97 21/68 09-2 60
E-Mail: kb@isi.fhg.de
Fraunhofer-Institut für
Systemtechnik und Innovationsforschung ISI
Breslauer Straße 48
76139 Karlsruhe
Pressekontakt:
Gerhard Samulat
Telefon: 07 21/68 09-1 00
Telefax: 97 21/68 09-1 76
E-Mail: sam@isi.fhg.de

Weitere Informationen finden Sie im WWW:

Beate Koch |

Weitere Berichte zu: Innovationsforschung Patent Volkswirtschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht IMK-Konjunkturindikator: Praktisch keine Rezessionsgefahr, Wirtschaft auf stabilem Aufschwungpfad
15.11.2017 | Hans-Böckler-Stiftung

nachricht IAB-Arbeitsmarktbarometer steigt kräftig
30.10.2017 | Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Im Focus: «Kosmische Schlange» lässt die Struktur von fernen Galaxien erkennen

Die Entstehung von Sternen in fernen Galaxien ist noch weitgehend unerforscht. Astronomen der Universität Genf konnten nun erstmals ein sechs Milliarden Lichtjahre entferntes Sternensystem genauer beobachten – und damit frühere Simulationen der Universität Zürich stützen. Ein spezieller Effekt ermöglicht mehrfach reflektierte Bilder, die sich wie eine Schlange durch den Kosmos ziehen.

Heute wissen Astronomen ziemlich genau, wie sich Sterne in der jüngsten kosmischen Vergangenheit gebildet haben. Aber gelten diese Gesetzmässigkeiten auch für...

Im Focus: A “cosmic snake” reveals the structure of remote galaxies

The formation of stars in distant galaxies is still largely unexplored. For the first time, astron-omers at the University of Geneva have now been able to closely observe a star system six billion light-years away. In doing so, they are confirming earlier simulations made by the University of Zurich. One special effect is made possible by the multiple reflections of images that run through the cosmos like a snake.

Today, astronomers have a pretty accurate idea of how stars were formed in the recent cosmic past. But do these laws also apply to older galaxies? For around a...

Im Focus: Pflanzenvielfalt von Wäldern aus der Luft abbilden

Produktivität und Stabilität von Waldökosystemen hängen stark von der funktionalen Vielfalt der Pflanzengemeinschaften ab. UZH-Forschenden gelang es, die Pflanzenvielfalt von Wäldern durch Fernerkundung mit Flugzeugen in verschiedenen Massstäben zu messen und zu kartieren – von einzelnen Bäumen bis hin zu ganzen Artengemeinschaften. Die neue Methode ebnet den Weg, um zukünftig die globale Pflanzendiversität aus der Luft und aus dem All zu überwachen.

Ökologische Studien zeigen, dass die Pflanzenvielfalt zentral ist für das Funktionieren von Ökosys-temen. Wälder mit einer höheren funktionalen Vielfalt –...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungen

Roboter für ein gesundes Altern: „European Robotics Week 2017“ an der Frankfurt UAS

17.11.2017 | Veranstaltungen

Börse für Zukunftstechnologien – Leichtbautag Stade bringt Unternehmen branchenübergreifend zusammen

17.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungsnachrichten

IHP präsentiert sich auf der productronica 2017

17.11.2017 | Messenachrichten

Roboter schafft den Salto rückwärts

17.11.2017 | Innovative Produkte