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Studenten proben Firmengründung im Internet

16.08.2000


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BWL-Studenten aus Mönchengladbach und Informatik-Studenten aus Gummersbach in gemeinsamen Projekten

Handel über das Internet

Noch üben Betriebswirtschaftsstudenten der Fachhochschule Niederrhein und Informatik-Studenten der Abteilung Gummersbach der FH Köln gemeinsam den Handel über das Internet - bald aber könnten nach dem Wunsch der Studenten und ihrer Professoren erste richtige Gründungen von Internet-Firmen erfolgen. Die Studenten der FH Niederrhein und der FH Köln haben zusammengefunden, um ihr spezifisches know how zu paaren: die Gummersbacher beherrschen als angehende Informatiker die neuen Technologien und die zukünftigen Betriebswirte aus Mönchengladbach stellen Geschäftsideen für neue Dienstleistungen vor. In dieser Kombination wird die unternehmerische Einstellung der Studenten trainiert und an von ihnen entwickelten konkreten Beispielen geprobt. Als Vision eint beide Gruppen die Chance, als Internet-Start-up mit teil zu haben am Wirtschaftsboom der "new economy". Firmengründungen aus der Hochschule heraus bieten für die Jungunternehmer den Vorteil, das einschlägige Fachwissen aller Professoren permanent anzapfen zu können und mit geballter Beratungskompetenz " im Rücken" eventuell leichter an Risikokapital zu kommen. Durch die Vorbereitungen für die diversen Firmengründungen können außerdem Lehrveranstaltungen lebendiger und praxisnäher gestaltet werden.

Dem Handel über das Internet wird für die nächsten Jahre eine große Zukunft vorhergesagt. Dies gilt nicht nur für den Markt im Endkundenbereich, sondern insbesondere für die Abwicklung von Geschäften der Unternehmen untereinander. Da lag es für die Marketing-Professorin Dr. Doris Kortus-Schultes aus Mönchengladbach und den Informatik-Professor Dr. Frank Victor aus Gummersbach nahe, ihre Studierenden in gemeinsamen Projekten zusammenarbeiten zu lassen und deren Ideen zielstrebig auf konkrete Umsetzungen hin zu führen. Beim ersten gemeinsamen Arbeitstreffen der beiden Studentengruppen wurde jetzt in Mönchengladbach die weitere gemeinsame Marschrichtung abgesprochen. Denn in den dabei vorgeführten Projekten der Studenten beider Hochschulen, die als Anschauungsbeispiele für Internet-Handel entwickelt wurden, zeigte sich, wie die Kompetenzen beider Hochschulen erfolgreich zusammengeführt werden können: Die Studentengruppen firmieren jeweils als unterschiedliche Unternehmen, die via Internet miteinander Handel betreiben und ihre Geschäftsprozesse optimieren wollen - in der Fachsprache "Business-to-Business". Dazu können Bestellungen, Rechnungen und Kataloge mit der Rechnersprache XML erstellt und papierlos, d.h. online zwischen den fiktiven Firmen ausgetauscht werden. Auf dieser technischen Basis lassen sich preiswert verbesserte Geschäftsmodelle verwirklichen, zum Beispiel um firmenübergreifend Lagerbestände zu verwalten und abzuwickeln, fand der Gummersbacher Student Andreas Müller heraus.

Wie man sich als Firmengründer mit einem Online-shop via Internet einen Markteintritt verschaffen kann, haben Barbara Köhler und Michael Gottwald aus Gummersbach recherchiert, direkt ausprobiert und auf der gemeinsamen Sitzung den Mönchengladbacher Kommilitonen vorgestellt. Alles ist recht einfach und zudem nicht teuer - wenn man sich auskennt und den Zugriff auf die kostenlos im Internet bereitgestellten Shop-Softwarelösungen nutzt. Aber in der Realität gibt es noch Schwachstellen in der Internet-basierten Geschäftsabwicklung: so zum Beispiel mangelnde Sicherheit und Übersichtlichkeit, wie die beiden beim Aufbau ihres fiktiven EDV-Vertriebes feststellten und ihren Zuhörern demonstrierten.

Geschäftsideen für Internet-Gründungen stellten dann die Mönchengladbacher Studenten vor: Carsten Lange und Sascha Göbels zeigten ein Konzept für einen Ticket-Shop im Internet und hatten dazu auch schon erste Vorgespräche mit Fremdkapitalgebern geführt. Der Colmarer Gaststudent Jérome Drichel will via Internet in einem Online-shop französische Rock- und Pop-Musik in Deutschland vertreiben - Ideen, die vielleicht bald Wirklichkeit werden könnten.

M.A. Rudolf Haupt |

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