Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Unterhaltungs- und Medienindustrie: Ab 2004 weltweit wieder stärkere Zuwächse zu erwarten

14.10.2002


PwC-Studie analysiert und prognostiziert weltweite Entwicklung des Unterhaltungs- und Medienmarktes / Stärkstes Wachstum im Marktsegment Internet / Digitalisierung von Inhalten und Produktpiraterie bestimmen die Zukunft



Nach mehreren Jahren mit hohen Zuwachsraten stiegen die Gesamtausgaben in der Medien- und Unterhaltungsindustrie im Jahr 2001 weltweit lediglich um 1,5 Prozent auf 1,1 Billionen US-Dollar. Gründe hierfür sind vor allem das Scheitern vieler Dotcom-Unternehmen, die schwache Weltwirtschaft und der davon stark beeinflusste Werbemarkt sowie die Ereignisse am 11. September 2001. Die schwache Konjunktur wird das Wachstum auch 2002 und 2003 weiterhin dämpfen. Spätestens ab dem Jahr 2004 ist jedoch wieder ein stärkeres Wachstum zu erwarten. In den nächsten fünf Jahren kann die Medien- und Unterhaltungsindustrie weltweit mit einer durchschnittlichen Wachstumsrate von 5,2 Prozent pro Jahr rechnen. Das Gesamtvolumen steigt damit auf 1,4 Billionen US-Dollar im Jahr 2006 an.

... mehr zu:
»Wachstumsrate


Zu diesen Ergebnissen kommt die aktuelle Studie Global Entertainment and Media Outlook: 2002 - 2006 von PwC. Diese bereits zum dritten Mal erscheinende jährliche Untersuchung prognostiziert die Entwicklung von 13 Segmenten der Unterhaltungs- und Medienindustrie weltweit und getrennt nach Regionen. Sie liefert als einzige Untersuchung Prognosen für die nächsten fünf Jahre.

Internetsegment verzeichnet weiterhin stärkstes Wachstum

Das Internet bleibt weltweit mit Werbung und Zugangsgebühren das am schnellsten wachsende Segment der Unterhaltungs- und Medien-branche. Für die nächsten fünf Jahre prognostiziert die PwC-Studie ein durchschnittliches Wachstum von 12,1 Prozent auf nahezu 94 Milliarden US-Dollar (2001: 53 Milliarden US-Dollar).

EMEA: Fußball-Weltmeisterschaft 2006 bringt Aufschwung

Die Region Europa, Mittlerer Osten und Afrika (EMEA) ist im Jahr 2001 mit einem Volumen von 340 Milliarden US-Dollar der zweitstärkste Unterhaltungs- und Medienmarkt nach den USA (438 Milliarden US-Dollar). Internet-Werbung und Zugangsgebühren sind das am schnellsten wachsende Markt-Segment, gefolgt vom Sport. In diesem Bereich ist vor allem durch die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland und der damit zusammenhängenden Vergabe der Fernsehrechte mit einem Aufschwung zu rechnen. Insgesamt wird die Region bis zum Jahr 2005 weiterhin moderat wachsen. Das Volumen wird bis zum Jahr 2006 auf 428 Milliarden US-Dollar ansteigen - dies entspricht einer durchschnittlichen Wachstumsrate von 4,7 Prozent pro Jahr.

Mit einer Wachstumsrate von 2,9 Prozent verzeichnete die Region EMEA im vergangenen Jahr das zweitstärkste Wachstum im Vergleich zum Vorjahr nach Kanada mit 3,2 Prozent. Rang drei belegte Asien und der pazifische Raum mit einer Steigerungsrate von 2,2 Prozent.

"Dieses Wachstumstempo reflektiert die Nachfrage der Konsumenten nach neuen Informations- und Unterhaltungsangeboten. Wir erwarten mittelfristig in den Bereichen Internet und Fernsehen ein starkes Wachstum, das auf dem Wunsch der Kunden nach digitalem Empfang und verschiedenen Zugängen zu Premium-Inhalten wie Sport, Filmen, Nachrichten und Wirtschaftsinformationen basiert", erläutert Reinhard Müller, Partner bei PwC im Bereich Telekommunikation, IT, Entertainment und Medien.

Drei wesentliche Faktoren bestimmen den Markt weltweit

Die größte Triebfeder des Medien- und Unterhaltungsmarktes wird in den Jahren 2005 und 2006 der digitale Vertrieb von Inhalten sein, unterstützt von der zunehmenden Verbreitung der Breitbandtechnik. Durch den spätestens im Jahr 2004 erwarteten wirtschaftlichen Aufschwung erholt sich auch der Werbemarkt und beeinflusst das Wachstum der Unternehmen positiv, so die Prognose von PwC. Weltweit steigen die Werbeausgaben bis zum Jahr 2006 um durchschnittlich 4,7 Prozent pro Jahr auf insgesamt 404 Milliarden US-Dollar (2001: 320 Milliarden US-Dollar). Trotz schärferer Strafverfolgung werden die Verbreitung von Raubkopien und die unerlaubte Nutzung von urheber-rechtlich geschütztem Material das Wachstum bei Musikaufnahmen, Heimkino und Büchern weiterhin einschränken. In diesem Bereich nimmt der Einfluss von Internet-Technologien besonders stark zu.

Eine Einschätzung des deutschen Medien- und Unterhaltungsmarktes enthält das beiliegende Summary, das sich nach Marktsegmenten gliedert.

Das Executive Summary der Studie Global Entertainment and Media Outlook: 2002 - 2006 können Sie bei PricewaterhouseCoopers kostenlos im pdf-Format herunterladen.

Dr. Reinhard Müller | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.pwcglobal.com

Weitere Berichte zu: Wachstumsrate

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht Wert fest „im grünen Bereich“ - IMK-Konjunkturindikator: Rezessionsgefahr sinkt auf nur 5,1 Prozent
14.09.2017 | Hans-Böckler-Stiftung

nachricht Konjunkturprognose: Deutsche Wirtschaft nähert sich der Hochkonjunktur
07.09.2017 | Institut für Weltwirtschaft (IfW)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Im Focus: Hochautomatisiertes Fahren bei Schnee und Regen: Robuste Warnehmung dank intelligentem Sensormix

Schlechte Sichtverhältnisse bei Regen oder Schnellfall sind für Menschen und hochautomatisierte Fahrzeuge eine große Herausforderung. Im europäischen Projekt RobustSENSE haben die Forscher von Fraunhofer FOKUS mit 14 Partnern, darunter die Daimler AG und die Robert Bosch GmbH, in den vergangenen zwei Jahren eine Softwareplattform entwickelt, auf der verschiedene Sensordaten von Kamera, Laser, Radar und weitere Informationen wie Wetterdaten kombiniert werden. Ziel ist, eine robuste und zuverlässige Wahrnehmung der Straßensituation unabhängig von der Komplexität und der Sichtverhältnisse zu gewährleisten. Nach der virtuellen Erprobung des Systems erfolgt nun der Praxistest, unter anderem auf dem Berliner Testfeld für hochautomatisiertes Fahren.

Starker Schneefall, ein Ball rollt auf die Fahrbahn: Selbst ein Mensch kann mitunter nicht schnell genug erkennen, ob dies ein gefährlicher Gegenstand oder...

Im Focus: Ultrakurze Momentaufnahmen der Dynamik von Elektronen in Festkörpern

Mit Hilfe ultrakurzer Laser- und Röntgenblitze haben Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik (Garching bei München) Schnappschüsse der bislang kürzesten Bewegung von Elektronen in Festkörpern gemacht. Die Bewegung hielt 750 Attosekunden lang an, bevor sie abklang. Damit stellten die Wissenschaftler einen neuen Rekord auf, ultrakurze Prozesse innerhalb von Festkörpern aufzuzeichnen.

Wenn Röntgenstrahlen auf Festkörpermaterialien oder große Moleküle treffen, wird ein Elektron von seinem angestammten Platz in der Nähe des Atomkerns...

Im Focus: Ultrafast snapshots of relaxing electrons in solids

Using ultrafast flashes of laser and x-ray radiation, scientists at the Max Planck Institute of Quantum Optics (Garching, Germany) took snapshots of the briefest electron motion inside a solid material to date. The electron motion lasted only 750 billionths of the billionth of a second before it fainted, setting a new record of human capability to capture ultrafast processes inside solids!

When x-rays shine onto solid materials or large molecules, an electron is pushed away from its original place near the nucleus of the atom, leaving a hole...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Höher - schneller - weiter: Der Faktor Mensch in der Luftfahrt

20.09.2017 | Veranstaltungen

Wälder unter Druck: Internationale Tagung zur Rolle von Wäldern in der Landschaft an der Uni Halle

20.09.2017 | Veranstaltungen

7000 Teilnehmer erwartet: 69. Urologen-Kongress startet heute in Dresden

20.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Drohnen sehen auch im Dunkeln

20.09.2017 | Informationstechnologie

Pfeilgiftfrösche machen auf „Kommando“ Brutpflege für fremde Kaulquappen

20.09.2017 | Biowissenschaften Chemie

Frühwarnsystem für gefährliche Gase: TUHH-Forscher erreichen Meilenstein

20.09.2017 | Energie und Elektrotechnik