Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Biotech-Unternehmen investieren in den Standort Österreich

09.10.2002


Österreich entwickelte sich in den letzten Jahren zu einem bedeutenden internationalen Forschungsstandort, erklärt die österreichische Betriebsansiedlungsgesellschaft Austrian Business Agency



Biotechnologie zählt hier zu den dynamischsten Bereichen, was sich vor allem darin zeigt, dass multinationale Biotech-Unternehmen wie Baxter, Novartis, Boehringer Ingelheim oder Roche die Wettbewerbsvorteile des Standorts Österreich nutzen und laufend in ihre Niederlassungen investieren.



Der US-Konzern Baxter International, der in Österreich die Europazentrale für die Entwicklung und Produktion von Impfstoffen hat, gab im März bekannt, EUR 200 Millionen in die Errichtung einer neuen Produktionsanlage zu investieren.

Novartis betreibt in Österreich sein globales Kompetenzzentrum für Dermatologie. Das Schweizer Unternehmen will in den nächsten zwei Jahren neben den Kernbereichen Antibiotika und "Generics" (patentfreie Medikamente) EUR 168 Millionen in die Etablierung eines dritten Zweiges – Bio-Pharmazeutika – investieren. Die Novartis-Niederlassung Biochemie Kundl ist der führende Produzent von "Generics" innerhalb der Unternehmensgruppe und weltweit die Nummer eins bei der Herstellung von Penizillin.

Auch das Unternehmen Boehringer Ingelheim hat sein globales Kompetenzzentrum für Krebsforschung in Österreich. Der seit vielen Jahren in Österreich angesiedelte Chemie-Multi baute 2001 sein Wiener Krebsforschungszentrum für EUR 68 Millionen weiter aus.

Neue Biotech-Initiativen

Das von der österreichischen Regierung ins Leben gerufene Programm Life Science Austria (LISA) fungiert als "One-Stop-Shop" für Forscher, Wissenschafter und Life Science Unternehmen und steht unter der Schirmherrschaft der Innovationsagentur. LISA soll die Entwicklung und kommerzielle Nutzung von Biotech-Erfindungen unterstützen und konzentriert sich auf die Verbesserung der Finanzierungsmöglichkeiten in der Vorgründungsphase.

Einen wesentlichen Beitrag zur Weiterentwicklung der Biotech-Szene hat der im Vorjahr durchgeführte länderübergreifende Businessplan-Wettbewerb "BOB – Best of Biotech" geleistet. Da bereits von sieben Wettbewerbsteilnehmern Unternehmen gegründet wurden und vier weitere Gründungen anstehen, wird BOB im Herbst 2002 fortgesetzt.

Weltweit tätige Unternehmen aus dem Bereich Biotechnologie und namhafte Institute österreichischer Universitäten gründeten im Juni dieses Jahres in Wien das Kompetenzzentrum "Austrian Center of Biopharmaceutical Technology" (ACBT). Zu den Partnern zählen die Unternehmen Biochemie Kundl, Boehringer Ingelheim, Polymun Scientific, das Institut für Biochemie Innsbruck und das Institut für Angewandte Mikrobiologie an der Universität für Bodenkultur in Wien. Die neue Plattform soll den Biotech-Standort Österreich weiter stärken und internationale Kooperationen unterstützen.

Auch im Ausbildungsbereich ist Österreich aktiv und wird zukünftig eine Reihe neuer Fachhochschul-Studiengänge anbieten, wie etwa Angewandte Biomedizin, Medizinisch-Pharmazeutische Biotechnologie und Bioengineering. Laut World Competitiveness Yearbook 2002 liegt das österreichische Bildungssystem in Bezug auf die Wirtschaftsfreundlichkeit weltweit unter den Top 3.

Internationale Anerkennung für Österreichs Biotech-Sektor

Das Technologiemagazin "Tornado Insider", mit Sitz in Amsterdam, wählte das österreichische Biotech-Unternehmen Intercell unter die Top 10 der europäischen Biotech-Branche. Intercell, ein Spin-off des Vienna Biocenters, entwickelt eine neue Generation von Impfstoffen gegen Infektionskrankheiten wie Hepatitis oder Tuberkulose – sogenannte "Smart Vaccines". Das "Tornado Insider 100-Ranking" bietet eine Liste der erfolgversprechendsten und innovativsten europäischen Unternehmen aus den Bereichen IT und Biotechnologie.

Maria Hirzinger | Austrian Business Agency

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index startet gut ins neue Jahr
22.02.2018 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht IMK-Indikator: Keine Rezessionsgefahr, keine Anzeichen für konjunkturelle Überhitzung
19.02.2018 | Hans-Böckler-Stiftung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vorstoß ins Innere der Atome

Mit Hilfe einer neuen Lasertechnologie haben es Physiker vom Labor für Attosekundenphysik der LMU und des MPQ geschafft, Attosekunden-Lichtblitze mit hoher Intensität und Photonenenergie zu produzieren. Damit konnten sie erstmals die Interaktion mehrere Photonen in einem Attosekundenpuls mit Elektronen aus einer inneren atomaren Schale beobachten konnten.

Wer die ultraschnelle Bewegung von Elektronen in inneren atomaren Schalen beobachten möchte, der benötigt ultrakurze und intensive Lichtblitze bei genügend...

Im Focus: Attoseconds break into atomic interior

A newly developed laser technology has enabled physicists in the Laboratory for Attosecond Physics (jointly run by LMU Munich and the Max Planck Institute of Quantum Optics) to generate attosecond bursts of high-energy photons of unprecedented intensity. This has made it possible to observe the interaction of multiple photons in a single such pulse with electrons in the inner orbital shell of an atom.

In order to observe the ultrafast electron motion in the inner shells of atoms with short light pulses, the pulses must not only be ultrashort, but very...

Im Focus: Good vibrations feel the force

Eine Gruppe von Forschern um Andrea Cavalleri am Max-Planck-Institut für Struktur und Dynamik der Materie (MPSD) in Hamburg hat eine Methode demonstriert, die es erlaubt die interatomaren Kräfte eines Festkörpers detailliert auszumessen. Ihr Artikel Probing the Interatomic Potential of Solids by Strong-Field Nonlinear Phononics, nun online in Nature veröffentlich, erläutert, wie Terahertz-Laserpulse die Atome eines Festkörpers zu extrem hohen Auslenkungen treiben können.

Die zeitaufgelöste Messung der sehr unkonventionellen atomaren Bewegungen, die einer Anregung mit extrem starken Lichtpulsen folgen, ermöglichte es der...

Im Focus: Good vibrations feel the force

A group of researchers led by Andrea Cavalleri at the Max Planck Institute for Structure and Dynamics of Matter (MPSD) in Hamburg has demonstrated a new method enabling precise measurements of the interatomic forces that hold crystalline solids together. The paper Probing the Interatomic Potential of Solids by Strong-Field Nonlinear Phononics, published online in Nature, explains how a terahertz-frequency laser pulse can drive very large deformations of the crystal.

By measuring the highly unusual atomic trajectories under extreme electromagnetic transients, the MPSD group could reconstruct how rigid the atomic bonds are...

Im Focus: Verlässliche Quantencomputer entwickeln

Internationalem Forschungsteam gelingt wichtiger Schritt auf dem Weg zur Lösung von Zertifizierungsproblemen

Quantencomputer sollen künftig algorithmische Probleme lösen, die selbst die größten klassischen Superrechner überfordern. Doch wie lässt sich prüfen, dass der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Von festen Körpern und Philosophen

23.02.2018 | Veranstaltungen

Spannungsfeld Elektromobilität

23.02.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2018

21.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Vorstoß ins Innere der Atome

23.02.2018 | Physik Astronomie

Wirt oder Gast? Proteomik gibt neue Aufschlüsse über Reaktion von Rifforganismen auf Umweltstress

23.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Wie Zellen unterschiedlich auf Stress reagieren

23.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics