Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wie werden Innovationen erfolgreich?

19.02.2001


Das neue Buch erklärt, wie Unternehmen

dauerhaft innovationsfähig bleiben können und nicht nach einer

euphorischen Fahrt ins Blaue stranden. © Fraunhofer

IFF


... mehr zu:
»IFF
»Nicht jeder, der nach Indien fährt, entdeckt Amerika«, relativierte Erich Kästner einst den Wert von Irrtümern. Nach einer euphorischen Fahrt ins Blaue der E-Welt stranden derzeit immer mehr Unternehmen. Ein Buch
erklärt, was die erfolgreichen auszeichnet.

Dem Rätsel »erfolgreicher Innovation« auf den Grund gehen wollten das Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF in Magdeburg gemeinsam mit acht Industrieunternehmen und drei weiteren Forschungspartnern. »Als wir die Erfolgsgeschichten stark wachsender Unternehmen betrachteten, haben wir festgestellt, dass den Erfolgen in vielen Fällen eigentlich gar keine bahnbrechenden Neuerungen zugrunde lagen«, fasst Bertram König zusammen. In einem Verbundprojekt erkundeten sie daher die »Grundmuster erfolgreicher Innovationsprozesse« und entwickelten praktische Methoden und Instrumente, mit denen Unternehmen ihre Innovationsprozesse optimieren können.

»Es gibt keinen Königsweg«, erläutert IFF-Forscher Martin Reißer. »Wenn man jedoch die unternehmensspezifischen Erfolgsfaktoren kennt und aktiv mit ihnen arbeitet, lässt sich die Erfolgswahrscheinlichkeit von Innovationen ungemein erhöhen.« Mit der vom IFF entwickelten »Erfolgsfaktorenmatrix« können systematisch Optimierungspotentiale aufgedeckt werden - durch Konzentration auf Kunden und Markt, enge Kooperation mit Lieferanten, eine solide Risiko- und Chancenanalyse, flexiblere Managementsysteme, eine starke Innovatorenpersönlichkeit oder eine innovationsfreudige Unternehmenskultur.

Wie bedeutsam es ist, dass ein Unternehmen selbst an den Erfolg glaubt, belegt ein Projektpartner. Die Firma WILO GmbH, 1872 gegründet, produziert Pumpen und Systeme für die Gebäudetechnik an sechs Standorten in Europa und Asien. Ziel war es, mit Hilfe von Innovationssystematik ein völlig neues Marktsegment zu schaffen. Das neue Produkt - eine Anlage, die Abwasser fördert - übertraf die Kundenwünsche weit und die geplanten Umsatzzahlen schon jetzt um das doppelte. »Wesentlich für den Markterfolg war«, so Dr. Holger Krasmann, »dass die interne Vermarktung der Entwicklung im eigenen Unternehmen und die frühe Einbeziehung der Mitarbeiter zur Identifikation mit dem Produkt führte. Denn die größte Umstellung findet in den Köpfen statt.«

Mehr Praxisbeispiele, sämtliche Methoden und Instrumente, kann man jetzt in einer Broschüre und einem Buch nachlesen: »Innovationsprozesse erfolgreich machen« (ISBN 3-00-007171-7).

Ansprechpartner:
Dipl.-Ing. Martin Reißer
Telefon: 03 91/40 90-7 07
Fax: 03 91/40 90-8 30 
martin.reisser@iff.fhg.de

Weitere Informationen finden Sie im WWW:

Dr. Johannes Ehrlenspiel | idw

Weitere Berichte zu: IFF

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht Wert fest „im grünen Bereich“ - IMK-Konjunkturindikator: Rezessionsgefahr sinkt auf nur 5,1 Prozent
14.09.2017 | Hans-Böckler-Stiftung

nachricht Konjunkturprognose: Deutsche Wirtschaft nähert sich der Hochkonjunktur
07.09.2017 | Institut für Weltwirtschaft (IfW)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Im Focus: Hochautomatisiertes Fahren bei Schnee und Regen: Robuste Warnehmung dank intelligentem Sensormix

Schlechte Sichtverhältnisse bei Regen oder Schnellfall sind für Menschen und hochautomatisierte Fahrzeuge eine große Herausforderung. Im europäischen Projekt RobustSENSE haben die Forscher von Fraunhofer FOKUS mit 14 Partnern, darunter die Daimler AG und die Robert Bosch GmbH, in den vergangenen zwei Jahren eine Softwareplattform entwickelt, auf der verschiedene Sensordaten von Kamera, Laser, Radar und weitere Informationen wie Wetterdaten kombiniert werden. Ziel ist, eine robuste und zuverlässige Wahrnehmung der Straßensituation unabhängig von der Komplexität und der Sichtverhältnisse zu gewährleisten. Nach der virtuellen Erprobung des Systems erfolgt nun der Praxistest, unter anderem auf dem Berliner Testfeld für hochautomatisiertes Fahren.

Starker Schneefall, ein Ball rollt auf die Fahrbahn: Selbst ein Mensch kann mitunter nicht schnell genug erkennen, ob dies ein gefährlicher Gegenstand oder...

Im Focus: Ultrakurze Momentaufnahmen der Dynamik von Elektronen in Festkörpern

Mit Hilfe ultrakurzer Laser- und Röntgenblitze haben Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik (Garching bei München) Schnappschüsse der bislang kürzesten Bewegung von Elektronen in Festkörpern gemacht. Die Bewegung hielt 750 Attosekunden lang an, bevor sie abklang. Damit stellten die Wissenschaftler einen neuen Rekord auf, ultrakurze Prozesse innerhalb von Festkörpern aufzuzeichnen.

Wenn Röntgenstrahlen auf Festkörpermaterialien oder große Moleküle treffen, wird ein Elektron von seinem angestammten Platz in der Nähe des Atomkerns...

Im Focus: Ultrafast snapshots of relaxing electrons in solids

Using ultrafast flashes of laser and x-ray radiation, scientists at the Max Planck Institute of Quantum Optics (Garching, Germany) took snapshots of the briefest electron motion inside a solid material to date. The electron motion lasted only 750 billionths of the billionth of a second before it fainted, setting a new record of human capability to capture ultrafast processes inside solids!

When x-rays shine onto solid materials or large molecules, an electron is pushed away from its original place near the nucleus of the atom, leaving a hole...

Im Focus: Quantensensoren entschlüsseln magnetische Ordnung in neuartigem Halbleitermaterial

Physiker konnte erstmals eine spiralförmige magnetische Ordnung in einem multiferroischen Material abbilden. Diese gelten als vielversprechende Kandidaten für zukünftige Datenspeicher. Der Nachweis gelang den Forschern mit selbst entwickelten Quantensensoren, die elektromagnetische Felder im Nanometerbereich analysieren können und an der Universität Basel entwickelt wurden. Die Ergebnisse von Wissenschaftlern des Departements Physik und des Swiss Nanoscience Institute der Universität Basel sowie der Universität Montpellier und Forschern der Universität Paris-Saclay wurden in der Zeitschrift «Nature» veröffentlicht.

Multiferroika sind Materialien, die gleichzeitig auf elektrische wie auch auf magnetische Felder reagieren. Die beiden Eigenschaften kommen für gewöhnlich...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

»Laser in Composites Symposium« in Aachen – von der Wissenschaft in die Anwendung

19.09.2017 | Veranstaltungen

Biowissenschaftler tauschen neue Erkenntnisse über molekulare Gen-Schalter aus

19.09.2017 | Veranstaltungen

Zwei Grad wärmer – und dann?

19.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

»Laser in Composites Symposium« in Aachen – von der Wissenschaft in die Anwendung

19.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Zentraler Schalter der Immunabwehr gefunden

19.09.2017 | Biowissenschaften Chemie

Neue Materialchemie für Hochleistungsbatterien

19.09.2017 | Biowissenschaften Chemie