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Zentrale Plattform für KMU-Netzwerke

06.10.2000


Das Business-Community System (BIS) hilft kleinen und mittleren Unternehmen beim Informations- und Kommunikationsmanagement und bei der Realisierung unternehmensübergreifender Beziehungen zu
Kooperationspartnern, Kunden- und Zulieferern.

Viele Unternehmen arbeiten zur Zeit intensiv daran, via Internet neue Informations- und Kommunikationsstrukturen zu schaffen - sowohl intern zwischen den einzelnen Unternehmensbereichen als auch extern. So stehen Unternehmen beispielsweise bei standortübergreifenden Projekten immer häufiger vor der Aufgabe, ein effizientes Informations- und Kommunikationsnetzwerk mit ihren Kooperationspartnern, Standorten und Zulieferern aufzubauen. Sie müssen die dabei generierten Informationen und Daten zielgruppenorientiert verwalten und den dezentral agierenden Anwendern verfügbar machen. Damit diese elektronischen Geschäftsbeziehungen funktionieren, brauchen alle Kommunikationspartner je nach Einsatzbereich zusätzliche Werkzeuge und Arbeitsmethoden, die sie direkt anwenden können - beispielsweise zur Ressourcen- oder zur Terminplanung.

Speziell für solche Aufgabenstellungen wurde das Fraunhofer IPA Business-Community-System (BIS) konzipiert. Es vereinigt verschiedene Kooperations-, Kommunikations- und Dienstleistungsfunktionalitäten. BIS hilft nicht nur, das Wissen der Mitarbeiter und der Partner eines oder mehrerer Unternehmen zu aggregieren und zu verwalten, es können auch zielgruppenorientierte Informations- und Kommunikationsbeziehungen aufgebaut und gemanagt werden. Mitglieder der Business Community erhalten entsprechend ihrer Nutzungs- und Zugriffsrechte über beliebige Webbrowser Zugriff auf Inhalte, Informationen und Wissen des Systems und können mit anderen Mitgliedern zielgruppenorientiert interagieren. Die hohe Flexibilität, Skalier- und Ergänzbarkeit des Systems ermöglicht vielfältige Einsatzbereiche: beim Informations- und Kommunikationsmanagement in und zwischen Unternehmen, bei der Realisierung unternehmensübergreifender Kooperationsbeziehungen, bei der Kunden- und Zulieferintegration oder als Qualifikationsportal zur Bündelung und zielgruppenorientierten Bereitstellung von Erfahrungs- und Handlungswissen an dezentralen Arbeitsplätzen.

BIS wurde als erste Pilotanwendung im Rahmen der »Kooperations-Initiative-Mittelstand Baden-Württemberg« (Kim-BaWü) eingesetzt. Kim-BaWü leistet kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) seit Oktober 1998 bei der Vermittlung und dem Aufbau von Kooperationen, beim Erfahrungs- und Wissensaustausch sowie beim Kooperationsmanagement Hilfestellung. Projektträger dieser Initiative ist das baden-württembergische Wirtschaftsministerium. Die Federführung liegt beim Fraunhofer IPA. Basierend auf BIS unterstützt die Kooperationsplattform »KOPL« als zentrales Hilfsmittel hier 25 KMU aus Produktion, Dienstleistung und Engineering beim Aufbau und Betrieb von überbetrieblichen Kooperationen und virtuellen Unternehmen. »KOPL«, das im Kern aus einer internetbasierten Datenbankanwendung besteht, ermöglicht den Kim-BaWü-Partnern den gezielten Zugriff auf Kooperationswissen sowie Methoden und Hilfsmitteln die im Rahmen dieses zweijährigen Projekts erarbeitet wurden. Die Kooperationsplattform stellt verschiedene Funktionalitäten zur Verfügung, die sich in die Bausteine Information, Kommunikation, Dienstleistungen und Administration einteilen lassen.

Der Bereich Unternehmensmanagement des Fraunhofer IPA stellt das Projekt »BIS« und die Kooperationsplattform »KOPL« von 18. bis 20. Oktober auf dem BVL-Kongress in Berlin vor.

Ihr Ansprechpartner für weitere Informationen:
Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA
Dipl.-Ing. Steffen Mayer, Telefon: 0711/970-1951, Telefax: 0711/970-1003, 
E-Mail: sem@ipa.fhg.de
Dipl.-Ing. Daniel Palm, Telefon: 0711/970-1972, Telefax: 0711/970-1003, 
E-Mail: dp@ipa.fhg.de

Dipl.-Ing. Michaela Neuner | idw

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