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Berufsbildungspolitik der Bundesregierung zeigt Erfolge

18.01.2001


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Catenhusen: "Unsere Doppelstrategie - Sofortprogramm und Ausbildungskonsens - hat gegriffen"


"Wir haben bei der Bewältigung der Ausbildungsplatzprobleme erhebliche Fortschritte erzielt und die Fehler der alten Regierung beseitigt", so der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, Wolf-Michael Catenhusen, anlässlich der Debatte zum Berufsbildungsbericht 2000 am heutigen Donnerstag in Berlin. "Vor allem durch die konstruktive Zusammenarbeit von Bundesregierung und Sozialpartnern im Bündnis für Arbeit ist es gelungen, die Rahmenbedingungen für die Ausbildung zu verbessern und das Bewusstsein für die Notwendigkeit, mehr junge Fachkräfte zu qualifizieren, bei den Betrieben zu stärken. Das wichtigste Ergebnis ist, dass in zwei Schritten - 1999 und 2000 - eine Entspannung am Ausbildungsmarkt erreicht wurde. Dies ist ein großer Erfolg. Der Ausbildungskonsens `Jeder, der kann und will, wird ausgebildet´ steht!"

Die bessere Ausbildungsbilanz sei vor allem auf die Ausweitung der öffentlich finanzierten Ausbildung durch das Sofortprogramm zurückzuführen. Im Jahr 2000 habe sich die Lage auf dem Ausbildungsstellenmarkt insgesamt weiter verbessert. Gemessen an den Angebots-Nachfrage-Verhältnissen wurde in den alten wie den neuen Ländern die beste Ausbildungsplatzsituation seit Mitte der 90er Jahre erreicht. Catenhusen hob in diesem Zusammenhang folgende Aspekte hervor:

- Die im Bündnis für Arbeit vereinbarten Ziele, die Zahl der betrieblichen Ausbildungsverträge deutlich zu erhöhen, wurde in den alten und in den neuen Ländern erreicht. In den neuen Ländern ist die Zahl der neuen betrieblichen Verträge erstmals seit 1996 nicht mehr gesunken, sondern wieder leicht um rund 2 % gestiegen. In den alten Ländern beträgt der Zuwachs gegenüber dem Vorjahr 3 %.

- Die über 25.500 neuen Ausbildungsverträge im Jahr 2000 in den IT- und Medienberufen haben wesentlich zum Anstieg der betrieblichen Ausbildungsverträge beigetragen. Gegenüber 1999 ist dies ein Anstieg um gut 45 %. Die von den Bündnispartnern in der IT-Offensive vereinbarte Zielmarke von 40.000 Ausbildungsplätzen in diesen Berufen wurde damit bereits übertroffen. Das ist ein Riesenerfolg. Das derzeitige Ziel, 60.000 Ausbildungsplätze bis 2003, kann bei Fortsetzung der Initiativen erreicht werden.

- Ein wichtiger Indikator für die Entwicklung der Ausbildungssituation ist die Anzahl der am 30. September 2000 noch nicht vermittelten Bewerberinnen und Bewerber. Sie ist gegenüber dem Vorjahr in den alten Ländern auf rund 14.200 und in den neuen Ländern auf rund 9.400 deutlich gesunken. In den alten Ländern ist dies der niedrigste Wert seit 1993, in den neuen Ländern seit 1995.

- Bis Ende Dezember konnte - unterstützt durch die im Ausbildungskonsens des Bündnisses für Arbeit vereinbarten regionalen Nachvermittlungsaktionen - ihre Anzahl um mehr als 50 % verringert werden. In den alten Ländern suchten Ende Dezember noch rund 7.100, in den neuen Ländern noch rund 4.200 dieser Jugendlichen einen Ausbildungsplatz. Die jetzt noch verfügbaren betrieblichen und staatlichen Programm-Plätze reichen aus, um jedem dieser Jugendlichen ein Ausbildungsangebot zu machen und damit das Ziel des Ausbildungskonsenses zu erreichen.

"Die Entwicklung am Ausbildungsstellenmarkt zeigt", so Catenhusen, "dass unsere Doppelstrategie - Sofortprogramm und Ausbildungskonsens - gegriffen hat. Nach wie vor haben wir es allerdings mit einem gespaltenen Ausbildungsmarkt zu tun. Einer vergleichsweise entspannten Lage im Westen steht eine anhaltend schwierige Situation im Osten gegenüber." Obgleich auch in den neuen Ländern zum ersten Mal seit 1996 das betriebliche Ausbildungsstellenangebot wieder leicht gestiegen sei, reiche es immer noch nur für rund 60 % der Nachfrage aus.

Die Bundesregierung wird deshalb die staatlichen Ausbildungsplatzprogramme in den neuen Ländern auch in den nächsten Jahren fortführen. In dem Ausbildungsplatzsonderprogramm, das das Bundesministerium für Bildung und Forschung zusammen mit den neuen Ländern auflegt, sind in diesem Jahr 16.000 Plätze vorgesehen. Dafür werden insgesamt 216 Millionen Mark zur Verfügung gestellt. Catenhusen betonte: "Insbesondere werden wir aber alle Aktivitäten verstärken, um mehr betriebliche Ausbildungsplätze in den neuen Ländern zu gewinnen. Wir wollen damit auch dazu beitragen, dass nicht gerade die besonders leistungsfähigen und motivierten Jugendlichen in die alten Länder abwandern."

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat deshalb das Programm "Lehrstellenentwickler" personell aufgestockt und bis zum Ende des Jahres 2003 verlängert. Darüber hinaus wurde im letzten Jahr mit dem neuen Projekt "Regio-Kompetenz-Ausbildung" begonnen. Es hat den Aufbau von regionalen Unterstützungsstrukturen zur Mobilisierung von betrieblichen Ausbildungsplätzen zum Ziel, durch Organisation von Netzwerken für kleine und mittlere Betriebe (Verbundausbildung) in Kooperation von Kammern, Betrieben, Bildungswerken, Bildungsträgern und Beratungseinrichtungen.

Iris Marzian | idw

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