Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Einstieg in das Geschäft mit Asset Backed Commercial Paper

19.03.2001


Siemens Financial Services (SFS) ist erfolgreich in das Geschäft mit Asset Backed Commercial Paper (ABCP)* gestartet und eröffnet sich damit weitere Wachstumschancen in einem zukunftsträchtigen Segment der Finanzdienstleistungen. Das von SFS im Dezember 2000 arrangierte Asset-Backed-Commercial-Paper-Programm mit dem Namen "SieFunds" platziert im ersten Quartal 2001 sukzessive drei Forderungsportfolios mit einem Gegenwert von rund einer Milliarde EUR. "SieFunds" ist ausgelegt auf ein Gesamtvolumen von 10 Mrd. EUR und gehört damit zu den großen Asset-Backed-Commercial-Paper-Programmen in Europa. Von den Kreditratingagenturen Standard & Poor’s und Moody’s bekam "SieFunds" jeweils die besten kurzfristigen Ratings für Commercial Paper: A-1+ und P-1.

"SieFunds" kann kurzfristige Handelsforderungen ebenso wie Finanzforderungen, zukünftige Forderungen und andere Vermögensgegenstände aufnehmen. SFS wird "SieFunds" den Siemens-Konzerngesellschaften sowie externen Kunden anbieten.

"SieFunds ist ein Programm, das sowohl in Zusammenarbeit mit dem Siemens-Konzern als auch mit externen Kunden stark ausgebaut werden kann", so Peter Rek, Leiter Asset Securitization and Placement der SFS. Allein in der Siemens-Bilanz sind derzeit Forderungen in erheblichem Umfang gebunden, die teilweise durch das Commercial-Paper-Programm mobilisiert werden können. "Wir zielen mit dem Programm auf ein Volumen von zwei bis drei Mrd. EUR bis Ende 2001", schätzt Rek.

Siemens Financial Services hat das Programm arrangiert und struktriert die Forderungskäufe für "SieFunds". SFS verfügt über ein eigenes Credit-Rating-Team, das Forderungsverkäufer und
-portfolios vor der Bewertung durch die Rating-Agenturen und vor deren Aufnahme in das Programm analysiert. In der Verwaltung des Programms profitiert SFS von der Präsenz an allen wesentlichen Finanzplätzen.

Mit ABCP-Programmen wie "SieFunds" lässt sich die Eigenkapitalrendite eines Unternehmens steigern oder die Liquidität und Wettbewerbsfähigkeit verbessern. Durch die Platzierung von eigenen Assets am Kapitalmarkt ermöglicht das Programm SFS zudem, die Transparenz im Forderungsmanagement zu erhöhen.

Asset-Backed Securities sind ein schnell wachsendes Marktsegment des Investment Banking. Das in den USA bereits seit 1970 etablierte Finanzierungsinstrument gewinnt auch in Europa immer mehr an Bedeutung. Bereits heute basiert etwa die Hälfte aller Commercial Papers auf ABCP-Programmen. "Standard & Poor’s bewertet derzeit 47 europäische Commercial Papers, die Ende 2000 ein Gesamtvolumen von 90 Mrd. EUR erreichten", so Hervé-Pierre Flammier, Associate Director der Standard & Poor’s Structured-Finance-Ratings-Gruppe in Paris. "Im Vergleich zu 58 Mrd. EUR Ende 1999 entspricht das einem Wachstum von 55%. Die rasante Marktentwicklung wird auch in den nächsten Jahren in diesem Umfang weitergehen." Verbesserte rechtliche Rahmenbedingungen, eine weiter steigende Nachfrage nach bonitätssensitiven Produkten sowie wachsende Anforderungen an das Bilanzmanagement und eine angemessene Eigenkapitalverzinsung sind dabei nur einige Faktoren, die das Wachstum dieses Marktsegmentes weiter nachhaltig fördern werden.

* Asset-Backed-Securities (ABS) beinhalten eine Vielzahl möglichst gleichartiger Forderungen (Forderungsportfolio). Mit ABS lassen sich die Cash-Flows dieser Portfolios neu zusammensetzen. ABS ist eine moderne Form der Unternehmensfinanzierung und kann als Substitut für den klassischen Kredit angesehen werden. Neben einer Erhöhung der Liquidität des Unternehmens und den in der Regel wettbewerbsfähigeren Finanzierungskosten stellen die bilanzneutrale Behandlung sowie die Diversifikation der Mittel einen nicht unwesentlichen Aspekt dar. Zur Besicherung der wertpapierunterlegten Kredite wurden Finanzinstrumente, die als mit Finanzaktiva (Asset) besicherte (Backed) Wertpapiere (Securities) bezeichnet werden, konstruiert.

*Commercial Paper (CP) sind Inhaberschuldverschreibungen mit einer Laufzeit von sieben Tagen bis zwei Jahre (in der Praxis 30-90 Tage), die nicht börsennotiert sind. Das Mindestvolumen liegt bei 0,5 Mio. EUR. CP sind standardisierte, kurzfristige Geldmarktinstrumente, deren Bedeutung im letzten Jahrzehnt signifikant gewachsen ist.

Siemens Financial Services (SFS), München, bietet mit rund 1.100 Mitarbeitern in 30 Ländern eine breite Palette von Finanzierungslösungen. Diese reicht von der Absatz- und Investitionsfinanzierung über Treasury-Services bis hin zum Fondsmanagement und Versicherungsleistungen. SFS ist einer der drei größten europäischen Anbieter im Markt für Equipmentfinanzierungen. Kunden der SFS sind heute vor allem weltweit operierende Industrie- und Dienstleistungsunternehmen sowie öffentliche Auftraggeber.

Weitere Informationen über Siemens Financial Services im Internet: http://www.sfs.siemens.de

Informationsnummer: SFS 2001.011 d

... mehr zu:
»SFS

Siemens Financial Services
Presseabteilung
Claudia Rotschedl

80312 München
Tel.: +49-89-636-36070; Fax: -35485

E-Mail: communications@sfs.siemens.de

Pressestelle |

Weitere Berichte zu: SFS

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht IAB-Arbeitsmarktbarometer: Arbeitslosigkeit sinkt verhaltener
27.07.2017 | Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB)

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index bleibt aufwärts gerichtet
20.07.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Im Focus: Exotic quantum states made from light: Physicists create optical “wells” for a super-photon

Physicists at the University of Bonn have managed to create optical hollows and more complex patterns into which the light of a Bose-Einstein condensate flows. The creation of such highly low-loss structures for light is a prerequisite for complex light circuits, such as for quantum information processing for a new generation of computers. The researchers are now presenting their results in the journal Nature Photonics.

Light particles (photons) occur as tiny, indivisible portions. Many thousands of these light portions can be merged to form a single super-photon if they are...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Neues Verfahren zur Inprozesskontrolle in der Warmumformung

18.08.2017 | Verfahrenstechnologie

Auf dem Weg zu künstlichem Gewebe- und Organersatz aus dem 3D-Drucker

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungsnachrichten