Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Zukunftstechnologien brauchen Fachkräfte

06.09.2002


Aus- und Weiterbildungsnetzwerke in der Mikrosystemtechnik gestartet


Industrie und Wissenschaft brauchen hochqualifizierte Akademikerinnen, Akademiker und Facharbeiter, um die Chancen von Zukunftstechnologien wie der Mikrosystemtechnik in vollem Umfang ausschöpfen zu können. Bei der Qualifizierung von Fachkräften für die Mikrosystemtechnik (MST) setzt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) neue Akzente und stattet sechs Aus- und Weiterbildungsnetzwerke mit insgesamt 4,5 Millionen Euro aus.

Die sechs Netzwerke haben den Wettbewerb des BMBF gewonnen und erhalten heute in Berlin ihre Preise. Insgesamt hatten 21 Konsortien ihre Konzepte für Aus- und Weiterbildungsnetzwerke vorgestellt. Die von einer unabhängigen Jury mit Expertinnen und Experten aus Bildung, Forschung, Wirtschaft und Verbänden ausgewählten Netzwerke werden in den kommenden drei Jahren dazu beitragen, das Qualifizierungssystem in der Mikrosystemtechnik parallel zur rasanten Technologieentwicklung auszubauen. Besonderen Wert wird dabei auf die gezielte Nachwuchsförderung und Initiativen zur Frauenförderung gelegt. Die Aus- und Weiterbildungsnetzwerke sind Teil des Förderkonzeptes "Mikrosystemtechnik 2000+", mit dem das BMBF die Entwicklung der Mikrosystemtechnik mit jährlich 55 Millionen Euro fördert. Die Gewinner-Netzwerke: Durch das Netzwerk der Universität des Saarlandes und der Fachhochschule Kaiserslautern stehen professionell ausgestattete MST-Fertigungslinien für die Aus- und Weiterbildung in den "Prozesstechnologien der Mikrosystemtechnik" zur Verfügung. Das von der TU München koordinierte Netzwerk bietet Schülerinnen und Schülern Projekte an, in denen sie die Funktionsweise von Mikrosystemen kennen lernen und selbst Mikrostrukturen entwerfen und herstellen können. Im "Ausbildungsnetzwerk zur Förderung der Mikrosystemtechnik" der Universität Hannover sollen die Voraussetzungen für die gewerbliche Ausbildung in der MST durch den Ausbau von lehrstättenübergreifenden Lehrgängen, die Erarbeitung von Lehrmaterialien und spezielle Kurse für Berufsschullehrer und Ausbilder verbessert werden. Das Netzwerk zur "Mikrosystemtechnik-Ausbildung in Norddeutschland", eingereicht durch das Zentrum für Mikrosystemtechnik in Berlin, will alle Aktivitäten der Bundesländer Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern bündeln. U.a. sind eine Modularisierung der Ausbildung und ein Ausbilderhandbuch geplant. Das "Aus- und Weiterbildungsnetzwerk zur Fachkräftesicherung in der Mikrosystemtechnik in Thüringen", eingereicht durch das Bildungswerk für berufsbezogene Aus- und Weiterbildung gGmbH (BWAW) in Thüringen, will eine berufs- und disziplinübergreifende Infrastruktur schaffen, die die Kompetenzentwicklung in der Mikrosystemtechnik unterstützt. Dazu sollen die Aus- und Weiterbildungsinhalte kontinuierlich den Anforderungen aus den Anwendungsunternehmen angepasst werden. Das Netzwerk des Berufsförderzentrums Essen e.V. plant, vor allem Studienaussteiger aus Bereichen mit ingenieur- oder naturwissenschaftlichem Hintergrund und Umschüler für Tätigkeiten in Bereichen der Mikrosystemtechnik zu interessieren und zu qualifizieren. Hierfür werden u.a. multimediale Lehr- und Lernmaterialien erstellt.


Die Netzwerke binden Partner aus Aus- und Weiterbildung, Forschung und Entwicklung, aber auch Anwendungsbetriebe, Schulen und Universitäten in die Netzwerkaktivitäten mit ein. Weitere Informationen zu den Aus- und Weiterbildungsnetzwerken gibt es beim
VDI/VDE-Technologiezentrum Informationstechnik GmbH
Sabine Globisch
Rheinstraße 10 B, 14513 Teltow
Telefon: (0 33 28) 4 35- 1 99, Fax: (0 33 28) 4 35- 2 12
E-Mail: globisch@vdivde-it.de

Pressereferat (LS 13) | BMBF-Pressedienst
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de

Weitere Berichte zu: Mikrosystemtechnik Zukunftstechnologie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht Mittelstand 4.0-Kompetenz­zentrum Stuttgart gestartet
29.03.2017 | Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index weiter aufwärts gerichtet
23.03.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Quantenkommunikation: Wie man das Rauschen überlistet

Wie kann man Quanteninformation zuverlässig übertragen, wenn man in der Verbindungsleitung mit störendem Rauschen zu kämpfen hat? Uni Innsbruck und TU Wien präsentieren neue Lösungen.

Wir kommunizieren heute mit Hilfe von Funksignalen, wir schicken elektrische Impulse durch lange Leitungen – doch das könnte sich bald ändern. Derzeit wird...

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Organisch-anorganische Heterostrukturen mit programmierbaren elektronischen Eigenschaften

29.03.2017 | Energie und Elektrotechnik

Klein bestimmt über groß?

29.03.2017 | Physik Astronomie

OLED-Produktionsanlage aus einer Hand

29.03.2017 | Messenachrichten