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Rekordüberschuss im Außenhandel - weitere Entwicklung kein Selbstläufer

09.08.2002

"Mit einer Zunahme von sechs Prozent kehren die deutschen Exporte im Juni in den positiven Bereich zurück. Zudem steuern wir auf einen neuen Rekordüberschuss im Außenhandel zu. Im ersten Halbjahr 2002 wurde ein Überschuss von knapp 62 Milliarden Euro erwirtschaftet, 18 Milliarden mehr als im Vorjahreszeitraum. Diese Zahlen dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass dies weniger ein Ausdruck deutscher Exportstärke als vielmehr der aktuellen Importschwäche ist." Dies erklärte Anton F. Börner, der Präsident des Bundesverbandes des Deutschen Groß- und Außenhandels (BGA), heute in Berlin.

Zuvor hatte das Statistische Bundesamt die neuesten Zahlen zum deutschen Außenhandel bekannt gegeben. Demnach stiegen die deutschen Ausfuhren im Juni 2002 im Vergleich zum Vorjahresmonat um nominal 6 Prozent auf 56,7 Milliarden Euro. Die Importwerte nahmen um 0,3 Prozent ab und erreichten 45,8 Milliarden Euro.

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"Der Außenhandel ist kein Selbstläufer, sondern bleibt anfällig für interne und externe Risiken. Dazu zählen ganz klar auch die erzielten Tarifabschlüsse in Deutschland, die zu hoch sind und der internationalen Konkurrenzfähigkeit des Standortes Deutschland erheblich schaden", so Börner.

"Die Außenhändler sind seit Jahren die Stütze der deutschen Volkswirtschaft. Nur ihrer Dynamik ist es zu verdanken, dass in Deutschland überhaupt noch Wachstum stattfindet. Innerhalb Deutschlands sehen wir hingegen noch erhebliche Leistungsreserven, die es zu heben und zu mobilisieren gilt. Dies gilt insbesondere für den Dienstleistungsbereich, wo erhebliche Arbeitsplatzpotentiale schlummern. Hier sind Deregulierung und Flexibilisierung des Arbeitsmarktes das Gebot der Stunde", erklärte der BGA-Präsident abschließend.

Diplom-Volkswirt Jens Nagel | ots

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