Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Für die Umwelt arbeiten - BIBB sorgt für neue Berufe

25.07.2002


Die Arbeit, die Ver- und Entsorger leisten müssen, ist sehr komplex geworden. Neue Berufe standen deshalb an. Sie sollten stärker spezialisiert sein, dabei modernste Technologien und die Fülle neuer Rechtsvorschriften aufgreifen, die das gewachsene Umweltbewusstsein widerspiegeln. (Ver- und Entsorger, Ver- und Entsorgerin, erster technischer Ausbildungsberuf im Umweltschutz, 1984 staatlich anerkannt)

Ab 1. August 2002 wird in den vier neuen (UT-)Berufen ausgebildet. Sie werden durch gemeinsame Kernqualifikationen zu einer Familie.

Anlässlich der Vorstellung der neuen Berufe hob der Generalsekretär des BIBB, Prof. Dr. Helmut Pütz, die langjährige Erfahrung des Instituts in Bezug auf berufliches Umwelthandeln hervor: "Bei den Aktivitäten des BIBB im Schwerpunkt ’Berufsbildung für nachhaltige Entwicklung’ hat das Engagement für die modernen Umweltberufe einen hohen Stellenwert. Mit den neuen Anforderungen und Inhalten kommen sie nicht nur dem Bedarf der Betriebe, sondern auch den Wünschen vieler Jugendlicher entgegen."

Drei Jahre jeweils dauert die Ausbildung für die Fachkraft für Wasserversorgungstechnik Fachkraft für Abwassertechnik Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft Fachkraft für Rohr-, Kanal- und Industrieservice in gewerblichen und kommunalen Unternehmen der Umwelttechnik und in der Berufsschule.

Die Fachkraft für Wasserversorgungstechnik arbeitet im Wasserwerk. Sie sorgt an Anlagen der Wassergewinnung, -aufbereitung und -verteilung für sauberes Trinkwasser. Die Fachkraft für Abwassertechnik ist in Klärwerken und im Kanalbetrieb tätig. Sie führt u.a. Messungen und analytische Bestimmungen zur Prozess- und Qualitätskontrolle durch. Die Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft übernimmt Aufgaben in Entsorgungsunternehmen, wie z.B. beim Glas- und Papierrecycling, auf Deponien, in Kompostierungsanlagen oder chemisch-physikalischen Behandlungsanlagen. Die Fachkraft für Rohr-, Kanal- und Industrieservice ist ein völlig neuer Beruf ohne Vorgänger. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit ist die Reinigung industrieller und abwassertechnischer Anlagen. Die Beachtung der Arbeitssicherheitsvorschriften ist hier das A und O.

Fachkräfte in Wasser- und Klärwerken werden künftig auch elektrische Arbeiten, Reparaturen und Kontrollen an hochmodernen Anlagen und Geräten ausführen ("elektrotechnische Befähigung"). Nicht nur die Anwendung moderner IuK-Techniken, sondern auch Maßnahmen zur Qualitätssicherung gehören zur Ausbildung aller vier Berufe. Sie sind ausdrücklich kunden - und serviceorientiert: Die Bedürfnisse der privaten Haushalte und der Firmenkunden stehen im Mittelpunkt.

Damit die neuen Berufe Erfolg haben, ist ihre Umsetzung in die Praxis bereits angelaufen: In einer konzertierten Aktion aller an der Neuordnung Beteiligten halten Arbeitsämter, Verbände und Gewerkschaften Informationsblätter bereit. Das BIBB bereitet für den Herbst Handreichungen und Erläuterungen für die ausbildenden Betriebe vor. Sie setzen von Anfang an auf mehr und zukunftsorientierte Ausbildungsplätze. Um Karrierewege zu sichern, beginnt zum Jahresende im BIBB die Arbeit an den vier entsprechenden bundeseinheitlichen Meisterprüfungsverordnungen.

Nähere Informationen und Auskünfte (nicht zu Ausbildungsstellen) erteilt Marion Krampe im BIBB (krampe@bibb.de).

Über Ausbildungsstellen für die vier Berufe informieren die Beraterinnen und Berater der regionalen Arbeitsämter sowie die Ausbildungsberaterinnen und -berater der Zuständigen Stellen des öffentlichen Dienstes und der regionalen Industrie- und Handelskammern (IHK-Finder).

Die Verordnung über die Berufsausbildung in den umwelttechnischen Berufen vom 17. Juni 2002 ist veröffentlicht im Bundesgesetzblatt Jahrgang 2002 Teil I Nr. 43, ausgegeben zu Bonn am 2. Juli 2002. Sie ist erhältlich unter www.bundesgesetzblatt.de oder www.bundesanzeiger.de. In Kürze werden die Ausbildungsordnungen und Rahmenlehrpläne auch beim W. Bertelsmann Verlag GmbH & Co. KG, Postfach 10 06.33, 33506 Bielefeld, Tel.: 0521/91101-11, Fax: 0521/91101-19, E-Mail: service@wbv.de Internet: www.wbv.de erscheinen.

Dr. Ilona Zeuch-Wiese | idw
Weitere Informationen:
http://www.arbeitsamt.de/
http://www.dihk.de/
http://www.bundesgesetzblatt.de

Weitere Berichte zu: Industrieservice

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index bleibt aufwärts gerichtet
20.07.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht Frühwarninstrument zeigt „grün“ - IMK-Konjunkturindikator: Rezessionsgefahr bleibt gering
19.07.2017 | Hans-Böckler-Stiftung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kohlenstoff-Nanoröhrchen verwandeln Strom in leuchtende Quasiteilchen

Starke Licht-Materie-Kopplung in diesen halbleitenden Röhrchen könnte zu elektrisch gepumpten Lasern führen

Auch durch Anregung mit Strom ist die Erzeugung von leuchtenden Quasiteilchen aus Licht und Materie in halbleitenden Kohlenstoff-Nanoröhrchen möglich....

Im Focus: Carbon Nanotubes Turn Electrical Current into Light-emitting Quasi-particles

Strong light-matter coupling in these semiconducting tubes may hold the key to electrically pumped lasers

Light-matter quasi-particles can be generated electrically in semiconducting carbon nanotubes. Material scientists and physicists from Heidelberg University...

Im Focus: Breitbandlichtquellen mit flüssigem Kern

Jenaer Forschern ist es gelungen breitbandiges Laserlicht im mittleren Infrarotbereich mit Hilfe von flüssigkeitsgefüllten optischen Fasern zu erzeugen. Mit den Fasern lieferten sie zudem experimentelle Beweise für eine neue Dynamik von Solitonen – zeitlich und spektral stabile Lichtwellen – die aufgrund der besonderen Eigenschaften des Flüssigkerns entsteht. Die Ergebnisse der Arbeiten publizierte das Jenaer Wissenschaftler-Team vom Leibniz-Instituts für Photonische Technologien (Leibniz-IPHT), dem Fraunhofer-Insitut für Angewandte Optik und Feinmechanik, der Friedrich-Schiller-Universität Jena und des Helmholtz-Insituts im renommierten Fachblatt Nature Communications.

Aus einem ultraschnellen intensiven Laserpuls, den sie in die Faser einkoppeln, erzeugen die Wissenschaftler ein, für das menschliche Auge nicht sichtbares,...

Im Focus: Flexible proximity sensor creates smart surfaces

Fraunhofer IPA has developed a proximity sensor made from silicone and carbon nanotubes (CNT) which detects objects and determines their position. The materials and printing process used mean that the sensor is extremely flexible, economical and can be used for large surfaces. Industry and research partners can use and further develop this innovation straight away.

At first glance, the proximity sensor appears to be nothing special: a thin, elastic layer of silicone onto which black square surfaces are printed, but these...

Im Focus: 3-D scanning with water

3-D shape acquisition using water displacement as the shape sensor for the reconstruction of complex objects

A global team of computer scientists and engineers have developed an innovative technique that more completely reconstructs challenging 3D objects. An ancient...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

2. Spitzentreffen »Industrie 4.0 live«

25.07.2017 | Veranstaltungen

Gipfeltreffen der String-Mathematik: Internationale Konferenz StringMath 2017

24.07.2017 | Veranstaltungen

Von atmosphärischen Teilchen bis hin zu Polymeren aus nachwachsenden Rohstoffen

24.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

IT-Experten entdecken Chancen für den Channel-Markt

25.07.2017 | Unternehmensmeldung

Erst hot dann Schrott! – Elektronik-Überhitzung effektiv vorbeugen

25.07.2017 | Seminare Workshops

Dichtes Gefäßnetz reguliert Bildung von Thrombozyten im Knochenmark

25.07.2017 | Biowissenschaften Chemie