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Forscher entwickeln magnetische Geldscheine

19.06.2008
Magnet-Tinte dienst als Sicherheitsmerkmal

Forscher des Unternehmens QinetiQ haben ein neues Sicherheitsmerkmal für Banknoten entwickelt, mit dem die Echtheit eines Geldscheines mit einer Hand erfühlt werden kann. Dazu wollen die Techniker rund um Stuart Eaton die Banknoten magnetisch machen.

Das Banknotenpapier wird dafür mit magnetischer Farbe unterschiedlicher Polarität bedruckt, wodurch erreicht wird, dass sich die Scheine an einigen Stellen gegenseitig anziehen oder abstoßen. Dies spüre man mit den Fingern und könne so erkennen, ob der Geldschein echt oder eine Fälschung ist, sind die Forscher überzeugt. Wie der NewScientist berichtet, wurde die Technik bereits zum Patent angemeldet.

Zur Überprüfung eines Scheins auf Echtheit muss dieser zusammengefaltet werden. Schließlich reibt man die beiden Seiten aneinander. Durch die magnetische Eigenschaft der Farbe ziehen sich einige Stellen der Banknote an, während sich andere abstoßen. Mit den Fingern können diese unterschiedlichen Abstände zwischen den beiden Papierseiten gespürt werden. Der Geldschein fühle sich an, als wäre er gerippt, berichten die Entwickler. Neben Banknoten könnte das neu entwickelte Sicherheitsmerkmal auch bei offiziellen Dokumenten oder Reisepässen eingesetzt werden.

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Der Großteil der Merkmale und Technologien, mit denen Geldscheine fälschungssicher gemacht werden, funktionieren optisch - beispielsweise Wasserzeichen oder Hologramme. Des Weiteren werden maschinenlesbare Features verwendet, wie Grafiken und Schriftzüge, die nur unter ultraviolettem Licht sichtbar werden. Das seien Merkmale, die oft nicht überprüft werden könnten, stellen die Forscher fest. Im Gegensatz dazu wären die magnetischen Banknoten selbst bei schlechtem Licht leicht erkenn-, weil ertastbar. Dem Kellner in der dunklen Bar würde das Leben ebenso leichter gemacht werden wie blinden Menschen, heben die Forscher hervor.

Wie auch bei derzeit eingesetzten Sicherheitsmerkmalen müsse die Öffentlichkeit auf die Technik hingewiesen werden. Die Menschen müssten lernen, wie man die Scheine überprüft, heißt es im Patentantrag, aus dem jedoch nicht hervorgeht, wie aufwendig sich dieser Lernprozess gestaltet. Schließlich stellt sich die Frage, ob man magnetische Geldscheine stapeln kann und wie schwer es für Fälscher sein wird, dieses Merkmal zu kopieren.

Andreas List | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.qinetiq.com

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