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Modellprogramm BMAS: Zeitarbeit als Förderschwerpunkt ausgeschrieben

09.05.2008
Unter dem Titel "Zeitarbeit - neue Herausforderungen für den Arbeits- und Gesundheitsschutz" schreibt das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) im Rahmen des Modellprogramms zur "Bekämpfung arbeitsbedingter Erkrankungen" den Förderschwerpunkt 2008 aus.

Damit fördert das BMAS die Entwicklung, Erprobung und Umsetzung praxistauglicher Konzepte zur Verbesserung des Arbeits- und Gesundheitsschutzes sowie der Gesundheitsförderung von Beschäftigten in der Zeitarbeitsbranche. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) begleitet den Förderschwerpunkt fachlich und administrativ.

Handlungsbedarf zeigt der aktuelle Bericht "Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit 2006" der Bundesregierung an, der mit seinem Schwerpunkt die Zeitarbeit beleuchtet. Die wachstumsgeprägte Branche beschäftigt inzwischen über 580.000 Menschen in Deutschland. Davon wird etwa ein Drittel als Hilfsarbeiter eingesetzt.

Im Vergleich zu den übrigen Beschäftigten sind Zeitarbeiter häufiger körperlichen und psychischen Belastungen ausgesetzt. So arbeiten beispielsweise Zeitarbeiter häufiger unter Lärm und klimatisch schwierigen Bedingungen, ihr Handlungsspielraum wird häufiger durch genaue Vorgaben der Arbeitsdurchführung und an die erwartete Leistung eingeschränkt.

Mit 34 Unfällen pro 1.000 Vollarbeiter liegt ihre Quote deutlich über dem Durchschnitt von 28,3. Zudem ergeben sich Gefährdungen durch den Einsatz an wechselnden Arbeitsplätzen in wechselnden Unternehmen mit oftmals kurzen Einsatzzyklen. Dabei ist die Einweisung in den Arbeitsplatz, die Arbeitsaufgaben sowie in den Arbeits- und Gesundheitsschutz häufig unzureichend.

Im Mittelpunkt des Förderschwerpunktes sollen modellhafte, möglichst weitreichend übertragbare Lösungen stehen, die bereits bestehende praxistaugliche Arbeits- und Gesundheitsschutzkonzepte in der Zeitarbeitsbranche aufgreifen und berücksichtigen. Dabei sollte auf die unterschiedliche Größe der Ver- und Entleihbetriebe sowie auf die unterschiedlichen Beschäftigungsgruppen eingegangen werden. Es ist außerdem zwischen den verschiedenen Qualifikationsgraden, Tätigkeiten und Balastungskonstellationen zu differenzieren.

Ausgewählte Modellvorhaben erhalten eine Zuwendung von bis zu 70 Prozent der zuwendungsfähigen Gesamtausgaben des Vorhabens. Bewerbungen müssen bis zum 19. Juni 2008 bei der BAuA eingehen. Die gesamte Ausschreibung befindet sich unter der Adresse http://www.baua.de/modellprogramm auf der Homepage der BAuA.

Weitere Informationen zum Modellprogramm und zur Ausschreibung bei Dr. Jana May-Schmidt, Tel.: 030/515 48 4506, E-Mail: modellprogramm@baua.bund.de.

Jörg Feldmann | idw
Weitere Informationen:
http://www.baua.de/modellprogramm
http://www.baua.de

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