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Positive Geschäftsentwicklung bei deutschen Firmen in Japan

24.06.2002


Ergebnisse einer aktuellen Konjunkturumfrage


Die Umsatzerwartungen der in Japan tätigen deutschen Unternehmen für das Geschäftsjahr per 31.12.2001 wurden erfüllt. Im Vergleich zur Konjunkturumfrage des letzten Jahres konnten die Umfrageergebnisse sogar verbessert werden. Dies ergab eine im Juni 2002 abgeschlossene Konjunkturumfrage des Instituts für Marktberatung der Deutschen Industrie- und Handelskammer in Japan (DIHKJ), an der 124 Unternehmen teilgenommen haben. 61% der Unternehmen verbuchten eine stabile und verbesserte Umsatzentwicklung. Diese Entwicklung bestärkt eine optimistische Geschäftsprognose auch für das Jahr 2002.

Weitere positive Geschäftsentwicklung auch in 2002 Die Mehrheit der befragten Unternehmen geht auch in diesem Jahr von einer zufriedenstellenden bis positiven Geschäftsentwicklung aus.


Auf die Umsatzziele für das Jahr 2002 hin gefragt, gehen 41% der Unternehmen von einer Umsatzsteigerung im Vergleich zum Vorjahr aus. 25% der Befragten erwarten eine stabile Entwicklung. Somit sehen 66% der Unternehmen einer unveränderten bis wachsenden Umsatzentwicklung entgegen. Dies bedeutet eine Verbesserung von über 5% gegenüber dem Ergebnis des Vorjahres. 19% der Unternehmen erwarten einen Umsatzrückgang.

Entsprechend der guten Umsatzentwicklung sind auch die Erwartungen bezüglich des Betriebsergebnisses und des Vorsteuergewinns positiv: bis Ende 2002 erwarten 64% der Unternehmen eine zufriedenstellende bis positive Entwicklung des Betriebsergebisses; 19% der Unternehmen sehen die eigene geschäftliche Entwicklung pessimistisch. 61% der befragten Unternehmen gehen von einer gleichbleibenden bis positiven Gewinnentwicklung aus. Demgegenüber rechnen 17% der Unternehmen mit einem Gewinnrückgang.

Unternehmen weiterhin investitionsbereit

Die von den deutschen Unternehmen erwartete weitere Verbesserung der Geschäftssituation spiegelt sich auch in der hohen Investitionsbereitschaft der Unternehmen wider.

Über ein Viertel der befragten Unternehmen (28%) plant Investitionen bis zum Jahresende. Im Vordergrund stehen dabei Erweiterungsinvestitionen, welche von 22% der Unternehmen mit einem Volumen von bis zu über 50 Mio. Yen (ca. 0,5 Mio. Euro) veranschlagt werden, gefolgt von Rationalisierungsvorhaben oder Ersatzinvestitionen in Höhe von bis zu 50 Mio. Yen, welche von 6% der Unternehmen geplant sind.

Zahlungsmoral positiv

Mögliche finanzielle Engpässe in der derzeitigen Marktschwäche haben die Zahlungsmoral nicht beeinflusst. Die deutschen Unternehmen bewerten die Zahlungsmoral ihrer japanischen Kunden und Geschäftspartner im Untersuchungszeitraum insgesamt positiv. 31% der Unternehmen beurteilten die Zahlungsmoral ihrer Kunden mit "sehr gut" bis "gut". Eine hohe Zahlungspünktlichkeit wird von 65% der Unternehmen bestätigt.

Das Risiko von Zahlungsausfällen wird weiterhin gering eingeschätzt: über 66% der befragten Unternehmen stellten keinen Zahlungsausfall fest. Nur 9% der Unternehmen verbuchten einen Zahlungsausfall welcher höher lag als 1% des Vorjahresumsatzes.

Fazit Trotz der Auswirkungen des anhaltenden Umstrukturierungsprozesses in Japan fallen sowohl die Beurteilung des letzten Geschäftsjahres als auch die Erwartungen für das laufende Jahr positiv aus und haben sich im Vergleich zur Konjunkturumfrage des letzten Jahres sogar leicht verbessert.

Anhang zur Methodik der Datenerhebung

Die Fragebögen wurden in englischer und japanischer Sprache an 338 deutsche Unternehmen mit Sitz in Japan versandt. Antworten erhielt die DIHKJ von 124 Unternehmen (hiervon waren 5 Rückmeldungen nicht verwertbar). Dies entspricht einer verwertbaren Rücklaufquote von 35,6%. Kontaktiert wurden Unternehmen der Branchen Investitionsgüter, Handel, Konsumgüter und Dienstleistungen.

Marcus Schürmann | ots

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