Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Vorstellung des ersten gemeinsamen Jahresberichts

17.06.2002


KfW-Bankengruppe:
"Entwicklung kostet. Keine Entwicklung kostet die Zukunft."


Vorstellung des ersten gemeinsamen Jahresberichts von KfW und DEG über die Zusammenarbeit mit Entwicklungsländern 2001


"Entwicklung kostet. Keine Entwicklung kostet die Zukunft." - so lautet der Titel des ersten Jahresberichts über die Zusammenarbeit mit Entwicklungsländern 2001 der KfW-Bankengruppe. Angesichts der Geschehnisse des vergangenen Jahres wird die Notwendigkeit von Entwicklungszusammenarbeit deutlich. "Die Bekämpfung der Armut ist eine der Voraussetzungen dafür, Konflikte zu verhindern und so zu Frieden in unserer globalisierten Welt beizutragen", sagte KfW-Vorstandssprecher Hans W. Reich, der heute in Berlin gemeinsam mit seinem Kollegen Wolfgang Kroh und DEG-Geschäftsführer Johannes-Jürgen Bernsen den Bericht vorstellte.


Infrastrukturfinanzierung als wichtige Voraussetzung zur Reduzierung der weltweiten Armut ist das Schwerpunktthema des Jahresberichts 2001. Allein 57 Prozent (1,5 Mrd EUR) aller Zusagen der KfW-Bankengruppe für die Förderung von Entwicklungsländern fielen in 2001 auf wirtschaftliche und soziale Infrastrukturprojekte.

Es ist der erste gemeinsame Jahresbericht der KfW-Bankengruppe, der die entwicklungspolitischen Leistungen der Konzernmutter und ihrer Tochter DEG gemeinsam aufführt. Das Instrumentarium der KfW-Bankengruppe hat sich vervollständigt. Die KfW konzentriert sich auf die Unterstützung von Sektorreformen und die Etablierung marktwirtschaftlicher Verhältnisse; die DEG auf die Förderung der Privatwirtschaft dort, wo langfristige Finanzierungen am Markt noch nicht oder nur unzureichend erhältlich sind. Der Erwerb der DEG durch die KfW-Bankengruppe im vergangenen Juni führt auch zu Synergien in anderen Geschäftsfeldern: gemeinsame Nutzung der Auslandsbüros, Aufgabenteilung in der gemeinsamen Öffentlichkeitsarbeit, der Informationstechnologie oder im Risikomanagement. "’Synergieeffekte nutzen’ bedeutet dabei nicht die Einsparung von Arbeitsplätzen, sondern die Schaffung einer stabilen Wachstumsperspektive und die Freisetzung von Kräften, die wir für neue Aufgaben dringend brauchen", sagte KfW-Vorstandssprecher Hans W. Reich.

Infrastruktur erschließt wirtschaftliche Potenziale und steigert die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit der Menschen in den Entwicklungsländern: "Letztlich ist eine funktionierende Infrastruktur die zwingende Voraussetzung, um den Menschen die Chance zu wirtschaftlicher Betätigung und für eine nachhaltige Zukunftsperspektive zu eröffnen", sagte Wolfgang Kroh, KfW-Vorstandsmitglied. Wesentliche Voraussetzung für die Projekte der Entwicklungszusammenarbeit ist, dass Arme den faktischen Zugang zur Nutzung von Infrastruktur finden. "Zugleich kann die entwicklungspolitisch orientierte Finanzierung der Infrastruktur so ausgestaltet werden, dass sie die politische Entwicklung des Partnerlands positiv beeinflusst", sagte Kroh. Beispielsweise kann die Beteiligung der Bevölkerung an der Entwicklung und Umsetzung von Projekten einen solchen Anstoß geben.

Außerdem kann durch die von der KfW-Bankengruppe angestrebte Einbindung der Privatwirtschaft eine Brücke zwischen Investitionsbedarf und finanzieller Leistungsfähigkeit der öffentlichen Hand geschlossen werden. "Die Beteiligung privater Unternehmen mobilisiert zusätzliche Kapital- und Management-Ressourcen und trägt überdies zu Leistungsorientierung, Kosteneffizienz und Risikomanagement bei", sagte DEG-Geschäftsführer Johannes-Jürgen Bernsen.

Insgesamt haben DEG und KfW im vergangenen Jahr 3,3 Mrd EUR für die Zusammenarbeit mit Entwicklungsländern zugesagt. Davon unterstützte die KfW die vom Internationalen Währungsfond verwaltete Armuts- und Wachstumsfaszilität in Höhe von 1,4 Mrd EUR. Die Mittel des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung in Höhe von 1,03 Mrd EUR haben sich gegenüber dem Vorjahr um rund 20 Prozent erhöht. Die KfW-Bankengruppe hat zusätzlich zu dem Kredit an die Armuts- und Wachstumsfazilität diese Haushaltsmittel mit 804 Mio EUR aus eigenen Mitteln ergänzt. Auch hier konnte gegenüber dem Vorjahr ein Wachstum von über 70 Prozent erzielt werden.

Für Rückfragen:

Sonja Contzen
Tel: (069) 7431-4306
E-Mail: sonja.contzen@kfw.de

Sonja Contzen | ots

Weitere Berichte zu: Entwicklungsland Risikomanagement

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index: Aufwärtstendenz setzt sich fort
21.02.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht Ergebnisse der IAB-Stellenerhebung für das 4. Quartal 2016: Anhaltend hohes Niveau offener Stellen
21.02.2017 | Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie