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Wappnen gegen Störungen

18.03.2008
Wie große Unternehmen sich besser vorbereiten können

Schnelllebig sind heute die Märkte für Produkte jeder Art, immer kürzer die Zyklen der Produktentwicklung und des Produktlebens. Umso wichtiger ist es für Unternehmen, frühzeitig auf Veränderungen reagieren zu können. In einem Forschungsprojekt der TU Berlin wird ein Modell entwickelt, das zur Frühaufklärung beiträgt und Abhilfe schaffen soll.

Unternehmen brauchen verlässliche Informationen über Veränderungen in Wettbewerb und Politik, über die Entwicklungen neuer Technologien sowie über soziokulturelle Veränderungen. Die sogenannte "Strategische Frühaufklärung" diskutiert Methoden, diese Informationen zu ermitteln und Managemententscheidungen vorzubereiten. Insbesondere hat die Frühaufklärung die Aufgabe, wichtige Markt- und Betriebsstörungen oder -zerrüttungen (Disruptionen) frühzeitig zu erkennen, zu bewerten und das Unternehmen auf diese vorzubereiten.

Das Forschungsprojekt zur strategischen Frühaufklärung am Fachgebiet Innovations- und Technologiemanagement der TU Berlin unter Leitung von Prof. Dr. Hans Georg Gemünden entwickelt derzeit ein Benchmarking-Rahmenmodell zur Analyse und gezielten Verbesserung der Strategischen Frühaufklärung in Unternehmen. Dazu wird eine umfangreiche Studie durchgeführt, an der bisher zehn multinationale Unternehmen teilnehmen, unter anderem die Firmen Philips, Deutsche Telekom, Siemens, British Telecom, Continental und Vattenfall. Teilnehmer der Studie erhalten eine detaillierte Auswertung für ihr Unternehmen und Hinweise auf Verbesserungspotenziale.

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Erste Erkenntnisse zeigen noch Verbesserungspotenzial bei der Einbindung der Frühaufklärung in die Prozesse des Innovationsmanagements, des Strategischen Managements und der Kooperation mit anderen Unternehmen sowie bei der Interpretation von Veränderungen.

Im Dezember 2007 trafen sich die Teilnehmer der Benchmarking-Studie auf der "1st European Conference on Strategic Foresight", um gemeinsam die ersten Ergebnisse der Studie und Best Practices zu diskutieren. Die Konferenz soll nun jährlich wiederholt werden, um damit auch eine Plattform für Praktiker zur gemeinsamen Verbesserung der strategischen Frühaufklärung in ihren Unternehmen zu schaffen.

Weitere Informationen erteilen Ihnen gern:
Prof. Dr. Hans Georg Gemünden, Technische Universität Berlin, Fachgebiet Innovations- und Technologiemanagement, Tel.: 030 / 314 - 2 68 33, E-Mail: hans.gemuenden@tim.tu-berlin.de

Nico Thom, Deutsche Telekom Laboratories / TU Berlin, Ernst-ReuterPlatz 7, 10587 Berlin, Tel.: 030 / 8353 - 58543, E-Mail: nico.thom@telekom.de

Dr. Kristina R. Zerges | idw
Weitere Informationen:
http://www.eurosf.org
http://www.deutsche-telekom-laboratories.de
http://www.pressestelle.tu-berlin.de/medieninformationen/

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