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Die Entwicklung des Arbeitsmarktes im Mai 2002

07.06.2002


I. Deutschland


Konjunktur hat Arbeitsmarkt noch nicht erreicht

Während die Produktion in Deutschland im Zuge der weltwirtschaftlichen Belebung den Tiefpunkt überwunden haben dürfte, ist die Talsohle am Arbeitsmarkt anscheinend noch nicht erreicht. Jedenfalls hat sich, von jahreszeitlichen Einflüssen abgesehen, die Erwerbstätigkeit im März weiter verringert, die Arbeitslosigkeit im Mai wiederum erhöht, und zwar ausgesprochen stark. Der Rückgang der nicht saisonbereinigten Arbeitslosenzahl beruht vor allem auf der anhaltenden Frühjahrsbelebung.


Die Zahl der Erwerbstätigen ist, nach vorläufigen Schätzungen des Statistischen Bundesamtes, im März saisonbereinigt um 13.000 gesunken. Damit war der Rückgang ähnlich stark wie im Februar (-16.000), aber schwächer als im Januar, der überdurchschnittlich kalt und schneereich war (-27.000). Nicht saisonbereinigt erhöhte sich die Erwerbstätigkeit aus jahreszeitlichen Gründen um 163.000 auf 38,34 Mio. Diese Zunahme war schwächer als im Durchschnitt vergangener Jahre (z. B. März 1999 bis 2001: +196.000), aber nur wenig kleiner als im März 2001 (+169.000). Folglich lag die Erwerbstätigkeit zuletzt kaum stärker unter dem Vorjahresniveau (-152.000; Februar: -146.000; Januar: -128.000).

Die Arbeitslosigkeit hat sich im Mai außergewöhnlich ungünstig entwickelt. Saisonbereinigt errechnet sich eine Zunahme von 60.000, nach +10.000 im Durchschnitt der Monate Januar bis April und +20.000 im Durchschnitt der Monate September bis Dezember 2001. Dabei konzentrierte sich der jüngste Anstieg stark auf männliche Arbeiter (+38.000). Im Zusammenhang damit lag vor allem die Zahl der Arbeitslosen mit Bau– und baunahen Fertigungsberufen sowie mit Metall– und Elektroberufen deutlich stärker über dem Vorjahresniveau als noch im April. Die starke Zunahme des saisonbereinigten Bestands an Arbeitslosen resultiert einerseits aus zahlreichen Zugängen in Arbeitslosigkeit, und zwar vor allem aus regulärer Beschäftigung, andererseits aus schwachen Abgängen aus Arbeitslosigkeit, insbesondere in Erwerbstätigkeit (einschl. Beschäftigungsschaffende Maßnahmen sowie in Zivil– und Ersatzdienst). Offensichtlich hat die leichte Belebung der Produktion am anhaltenden Beschäftigungsabbau wenig geändert. Das ist auch nicht überraschend, denn das wirtschaftliche Wachstum liegt noch weit unter der Schwelle, ab der mit Beschäftigungsanstiegen zu rechnen wäre. Auch kann nicht ausge-
schlossen werden, dass die aktuellen Tarifkonflikte in der Metall– und Elektroindustrie sowie der Bauwirtschaft eine gewisse Zurückhaltung der Arbeitgeber verstärkt haben. Darüber hinaus hat es im Mai wesentlich mehr Arbeitslosmeldungen aus Nichterwerbstätigkeit gegeben. Schließlich hat sich die Entlastungswirkung arbeitsmarktpolitischer Instrumente, anders als zumeist in dieser Jahreszeit, nicht verstärkt. Alles in allem gibt es aber keine Anhaltspunkte dafür, dass der deutsche Arbeitsmarkt auf einen ungünstigeren Entwicklungspfad eingeschwenkt ist.

Nicht saisonbereinigt nahm die Arbeitslosigkeit im Verlauf der anhaltenden Frühjahrbelebung weiter ab, und zwar um 77.600 auf 3.946.400. Dieser Rückgang war aber nur knapp halb so groß wie im Durchschnitt der Jahre zuvor (z. B. Mai 1999 bis 2001: -164.100), auch kleiner als im letzten (-147.100). Folglich lag die Arbeitslosigkeit zuletzt wieder wesentlich stärker über dem Stand des Vorjahres (+225.600; April: +156.100; Februar: +183.500).

Gleichzeitig war die Entlastung durch Arbeitsmarktpolitik nur noch um rd. 15.000 größer als vor Jahresfrist, im Vergleich zu gut 30.000 im April und knapp 40.000 im März. Deutliche Rückgänge bei Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen (-57.000) und Vollzeitweiterbildung (-22.000) wurden nur noch wenig überkompensiert durch Kurzarbeit (Vollzeit-äquivalent: +29.000), Altersteilzeit (+9.000) sowie vor allem durch stärkere Inanspruchnahme der vorruhestandsähnlichen Regelung des § 428 SGB III (+54.000).

Insbesondere Kurzarbeit hat im Mai stark abgenommen. So gab es mit 200.700 Kurzarbeitern 44.500 weniger als im April und 89.600 mehr als vor einem Jahr, nach noch +126.300 im April. Der aktuelle Rückgang beruht vor allem darauf, dass Betriebe zur Vollzeitarbeit zurückgekehrt sind. Dies ist, bei anziehender Güternachfrage, eine übliche Verhaltensweise, bevor neue Kräfte eingestellt werden und so Arbeitslosigkeit abgebaut wird.

Die Arbeitslosenquote, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen, betrug im Mai 9,5%, auf Grundlage der abhängigen zivilen Erwerbspersonen belief sie sich auf 10,5%. Damit waren sie um 0,5 bzw. 0,6 Prozentpunkte höher als vor einem Jahr. Die EU-standardisierte saisonbereinigte Erwerbslosenquote errechnet sich auf 8,3% (+0,5 Prozentpunkte).

Ausbildungsstellenmarkt trübt sich ein

Bundesweit nimmt die Anspannung am Ausbildungsstellenmarkt zu. Wohl vor allem infolge der konjunkturellen Schwäche liegt die Zahl der gemeldeten betrieblichen Ausbildungsplätze immer stärker unter der Vorjahressumme. Zwar haben sich gleichzeitig auch weniger Jugendliche für die Vermittlung einer Lehrstelle registrieren lassen; aber dies reflektiert vermutlich keine geringere Nachfrage.

Von Oktober 2001 bis Mai 2002 sind den Arbeitsämtern insgesamt 485.600 Ausbildungsstellen gemeldet worden, 30.000 oder 6 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum (April: -5 Prozent; März: -4 Prozent). Die Abnahme beruht überwiegend auf betrieblichen Lehrstellen (-28.900 auf 476.500; außerbetriebliche Lehrstellen: -1.100 auf 9.100). Gleichzeitig haben 599.900 Bewerber die Berufsberatung bei der Vermittlung eines Ausbildungsplatzes eingeschaltet, 25.900 oder unverändert 4 Prozent weniger. Die geringere Zahl der Bewerbermeldungen resultiert allerdings wohl vor allem aus stärkeren Eigenbemühungen der Jugendlichen, insbesondere der Nutzung des Ausbildungsstellen-Informations-Services (ASIS) im Internet. Infolgedessen nehmen Jugendliche die Vermittlungsangebote der Arbeitsämter gar nicht oder erst zu einem späteren Zeitpunkt in Anspruch. Jedenfalls ist die Zahl der Bewerber des aktuellen Schulentlassjahres weiterhin geringer als im Vorjahreszeitraum, obwohl die Zahl der Schulabgänger etwas größer sein wird.

Ende Mai waren 166. 000 Ausbildungsstellen noch unbesetzt, 15.600 oder 9 Prozent weniger als vor Jahresfrist (April: -7 Prozent; März: -4 Prozent). Gleichzeitig zählten 296.600 Bewerber als noch nicht vermittelt, 1 Prozent mehr (April: -1 Prozent; März: -2 Prozent). Die Differenz zwischen unbesetzten Ausbildungsplätzen und noch nicht vermittelten Bewerbern ist damit zunehmend größer als vor einem Jahr.

Weder aus der Tatsache, dass im bisherigen Verlauf des Berufsberatungsjahres 114.300 mehr Bewerber als Ausbildungsstellen bei den Arbeitsämtern registriert wurden, noch daraus, dass es Ende Mai 130.600 mehr nicht vermittelte Bewerber als unbesetzte Stellen gab, kann geschlossen werden, es fehlten jetzt oder später Ausbildungsplätze in dieser Größenordnung. Denn diese Differenzen sind regelmäßig im Frühjahr am größten und verringern sich bis zum Ende des Berufsberatungsjahres stark (vgl. Kasten „Hinweise zum Verständnis ..."). Aus der bisherigen Entwicklung lässt sich aber abschätzen, dass zum Ende des Beratungsjahres bundesweit ein rechnerischer Ausgleich zwischen Ausbildungsstellen und Bewerbern immer unwahrscheinlicher wird.

II. Alte Länder

Sehr ungünstige Entwicklung der Arbeitslosigkeit

Die Arbeitslosigkeit hat im Mai saisonbereinigt um 41.000 zugenommen, im Vergleich zu durchschnittlich +8.000 in den ersten vier Monaten des laufenden Jahres und ca. +20.000 im Durchschnitt der letzten vier Monate des Jahres 2001.

 Nicht saisonbereinigt ist die Zahl der Arbeitslosen aus jahreszeitlichen Gründen gesunken, und zwar um 41.500 auf 2.561.300. Diese Abnahme war aber wesentlich kleiner als in den Vorjahren (z. B. Mai 1999 bis 2001 durchschnittlich: –106.500), auch geringer als im letzten Jahr (–88.400). Somit lag die Zahl der Arbeitslosen zuletzt mit +176.200 entsprechend stärker über Vorjahresniveau (April: +129.200).

Die Arbeitslosenquote, auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen, betrug im Mai 7,6 Prozent; auf Grundlage der abhängigen zivilen Erwerbspersonen errechnet sie sich auf 8,4 Prozent. Damit sind die Quoten jeweils um 0,5 Prozentpunkte größer als vor einem Jahr.

Die Zugänge in Arbeitslosigkeit waren im Mai außergewöhnlich stark; saisonbereinigt ergibt sich für die letzten drei Monate eine durchschnittliche Zunahme von 10.000. Nicht saisonbereinigt meldeten sich von März bis Mai 1,14 Mio Personen arbeitslos, 63.500 oder 6 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Weiterhin wesentlich zahlreicher waren insbesondere Zugänge aus Erwerbstätigkeit (ohne betriebliche oder außerbetriebliche Ausbildung: +50.900 oder +11 Prozent auf 530.500); der Anstieg beruht auf mehr Meldungen nach regulärer, mehr als kurzfristiger Beschäftigung (+52.200 oder +12 Prozent auf 499.100). Vor allem diese Entwicklung, die im Mai besonders ausgeprägt war (+22.500 oder +17 Prozent auf 153.400), spiegelt die andauernde konjunkturelle Schwäche wider. Die Zugänge nach betrieblicher oder außerbetrieblicher Ausbildung waren dagegen bis zuletzt spürbar kleiner als vor einem Jahr (-1.900 oder -11 Prozent auf 16.000). Ähnliches gilt für Meldungen nach schulischer Ausbildung (-6.600 oder -13 Prozent auf 45.000); allerdings entfällt dies großenteils auf weniger Meldungen nach beruflicher Weiterbildung (einschl. Deutsch–Sprachlehrgänge: -3.600 auf 20.000). Der Zugang aus sonstiger Nichterwerbstätigkeit war größer als vor Jahresfrist (+21.100 oder 4 Prozent auf 550.700). Die Zunahme erfolgte im Wesentlichen im Mai (+16.100 oder +10 Prozent auf 179.400). Vermutlich handelt es sich dabei auch um Arbeitslosmeldungen von Personen, die sich in den Monaten zuvor infolge konsequenter Umsetzung des Job–AQTIV–Gesetzes vorübergehend in Nichterwerbstätigkeit abgemeldet hatten.

Die Abgänge aus Arbeitslosigkeit waren im Mai ausgesprochen schwach; saisonbereinigt haben sie sich auch im Durchschnitt der letzten drei Monate verringert (-4.000). Nicht saisonbereinigt beendeten von März bis Mai 1,37 Mio Personen ihre Arbeitslosigkeit, 45.100 oder 3 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Diese Zunahme lässt sich nach wie vor größtenteils auf mehr Abmeldungen in sonstige Nichterwerbstätigkeit zurückführen (+31.200 oder +6 Prozent auf 537.100), und zwar auf mehr Abgänge wegen Nichterneuerung der Meldung bzw. fehlender Mitwirkung (+34.500 auf 251.000) sowie in den vorruhestandsähnlichen Status eines Leistungsempfängers gem. § 428 SGB III (einschl. §§ 125, 429 SGB III; +6.100 auf 15.600). Außerdem haben sich die Abmeldungen aus sonstigen Gründen bzw. ohne Nachweis stark erhöht (+11.600 auf 86.900). Im Mai spielten diese Abgangsgründe wieder eine größere Rolle (gegenüber Vorjahresmonat zusammen: +11.700 auf 115.000). Offensichtlich kommt es im Zuge der Umsetzung des Job–AQTIV–Gesetzes nach wie vor besonders zu solchen Abmeldungen aus Arbeitslosigkeit. Der Abgang in Arbeit war in den letzten drei Monaten etwa so groß wie im Vorjahreszeitraum (ohne betriebliche oder außerbetriebliche Ausbildung: +2.500 oder +0,4 Prozent auf 637.900). Im Mai war er allerdings wieder spürbar schwächer als im Vorjahresmonat (-10.800 oder -6 Prozent auf 176.300), was sich zum kleinen Teil auf weniger Abgänge in Wehr– oder Zivildienst zurückführen lässt (-2.400 auf 2.100). Abmeldungen in Ausbildung waren von März bis Mai so zahlreich wie vor einem Jahr (-200 oder –0,2 Prozent auf 108.900), auch wenn es nach wie vor weniger Abgänge in berufliche Weiterbildung gab (einschl. Deutsch–Sprachlehrgänge: -2.400 auf 78.100).

Stellenmeldungen haben weiterhin stark abgenommen. Saisonbereinigt errechnet sich im Durchschnitt der letzten drei Monate ein Minus von 13.000. Dieser Rückgang ist aber wohl nicht allein konjunkturell bedingt; vielmehr dürfte es sich dabei auch um mittelbare Auswirkungen der Überprüfung der Vermittlungsstatistik handeln. Nicht saisonbereinigt wurden von März bis Mai 591.900 Angebote registriert, dies 247.700 oder 30 Prozent weniger als vor einem Jahr. Auch diese Abnahme überzeichnet vermutlich die gesamtwirtschaftliche Schwäche. Dem Zugang folgend hat sich auch der Stellenabgang verringert; in den letzten drei Monaten wurden 572.600 Angebote abgemeldet, 265.000 oder 32 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Der Stellenbestand hat sich im Mai saisonbereinigt merklich verringert (-6.000), nachdem er in den beiden Monaten zuvor praktisch stagniert hatte. Nicht saisonbereinigt waren zuletzt 438.500 Angebote registriert, dies sind 46.700 weniger als vor Jahresfrist (April: -48.400; März: -56.900).

Kurzarbeit nahm wie regelmäßig von April auf Mai ab, allerdings in diesem Jahr besonders stark. So verringerte sich die Zahl der Kurzarbeiter um 39.900 auf 165.600. Praktisch alle Wirtschaftszweige haben dazu beigetragen. Die größten Rückgänge verzeichneten Luftfahrt und Baugewerbe (-7.500 auf 1.200 bzw. -5.300 auf 25.300), aber auch Maschinenbau (-4.700 auf 22.800), Herstellung von Geräten der Elektrizitätserzeugung sowie Rundfunk-, Fernseh- und Nachrichtentechnik (-3.500 auf 9.800 bzw. -3.200 auf 7.100). Gegenüber Vorjahr gab es insgesamt 82.100 Kurzarbeiter mehr (April: +117.100; März: +120.300). Die Arbeitszeit wurde um durchschnittlich 41 Prozent reduziert (Vormonat: 37 Prozent; Vorjahr: 49 Prozent); mehr als die Hälfte fiel für unverändert 20 Prozent der Kurzarbeiter aus (Vorjahr: 36 Prozent).

Arbeitsmarktpolitik: Weiterhin mehr Förderung von Existenzgründern, aber deutlicher Rückgang bei Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen

Die Förderung beruflicher Weiterbildung hatte auch zuletzt kleineres Gewicht als vor Jahresfrist, jedoch verringerte sich das Minus beim Teilnehmerbestand erneut. So gab es im Mai 214.900 Personen in solchen Maßnahmen, nur noch 5 Prozent weniger. Seit Jahresanfang begannen 135.500 Menschen eine Maßnahme, 2 Prozent weniger. Bei Deutsch-Sprachlehrgängen lagen Bestand und Eintritte inzwischen merklich unter den Vorjahreswerten (-7 Prozent auf 16.800 bzw. -4 Prozent auf 15.200).

Die Zahl der Personen in Beschäftigungsschaffenden Maßnahmen des zweiten Arbeitsmarktes war nach wie vor deutlich kleiner als vor einem Jahr. Im Berichtsmonat befanden sich 49.500 Personen in Arbeitsbeschaffungs- und traditionellen Strukturanpassungsmaßnahmen, das ist ein Minus von 23 Prozent. Der Rückgang entfällt immer stärker auf ABM (-29 Prozent auf 38.500; traditionelle SAM dagegen: +4 Prozent auf 11.000). Seit Jahresbeginn nahmen insgesamt 24.800 Menschen eine derartige Tätigkeit auf, 23 Prozent weniger (ABM: -27 Prozent auf 19.900; traditionelle SAM nur noch: +1 Prozent auf 4.900).

Der Bestand an Teilnehmern in Maßnahmen zur direkten Förderung der Beschäftigung am ersten Arbeitsmarkt überschritt inzwischen das Niveau des Vorjahres leicht. Im Mai befanden sich 104.400 Personen in solchen Tätigkeiten (ohne Arbeitnehmerhilfe; +2 Prozent). Die Zunahme beruht praktisch allein auf mehr Überbrückungsgeld für Existenzgründer (+30 Prozent auf 37.200; Eingliederungszuschüsse dagegen: -12 Prozent auf 42.600). Seit Jahresanfang haben mit Unterstützung dieser Instrumente (einschl. Arbeitnehmerhilfe) 72.900 Personen eine Beschäftigung begonnen, 3 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Zunahme entfällt wie schon bisher besonders auf Überbrückungsgeld (+26 Prozent auf 33.200; Eingliederungszuschüsse dagegen: -9 Prozent auf 26.400).

An Eignungsfeststellungs- und Trainingsmaßnahmen beteiligten sich im Mai 41.400 Arbeitslose, 15 Prozent mehr als vor einem Jahr. 212.600 Personen traten seit Jahresbeginn in eine solche Maßnahme ein (+46 Prozent).

Im Sofortprogramm zum Abbau der Jugendarbeitslosigkeit befanden sich im Berichtsmonat 41.100 junge Menschen, 5 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Die Arbeitsämter haben seit Beginn des Jahres 33.500 Jugendliche in die verschiedenen Maßnahmen gebracht (+15 Prozent).

Freie Förderung wurde auch zuletzt stärker genutzt. Die Arbeitsämter bewilligten seit Jahresanfang 151.400 Leistungen (+15 Prozent).

Die vorruhestandsähnliche Regelung gem. § 428 SGB III wurde nach wie vor wesentlich mehr in Anspruch genommen als im Vorjahr. Wie bisher gab es ca. 175.000 derartige Leistungsempfänger (ca. +32 Prozent). Auch die von der Bundesanstalt geförderte Altersteilzeit lag weiterhin stark über dem Vorjahresstand. Im Mai machten ca. 46.000 Personen von dieser Möglichkeit Gebrauch (ca. +18 Prozent). Seit Jahresanfang sind ca. 13.700 Zugänge gemeldet worden (ca. +½ Prozent).

Anspannung am Ausbildungsstellenmarkt nimmt zu

Die konjunkturelle Schwäche macht sich auch am Ausbildungsstellenmarkt bemerkbar. So liegt die Zahl der gemeldeten Ausbildungsplätze zunehmend unter der Vorjahressumme. Von Oktober 2001 bis Mai 2002 sind den Arbeitsämtern insgesamt 421.600 Ausbildungsstellen gemeldet worden, dies sind 25.300 oder 6 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum (April: -5 Prozent; März: -4 Prozent). Die Abnahme beruht fast ausschließlich auf betrieblichen Lehrstellen (-25.100 auf 417.700). Gleichzeitig haben sich weniger Bewerber für die Vermittlung eines Ausbildungsplatzes gemeldet; ihre Zahl lag mit 425.300 um 18.700 oder unverändert 4 Prozent unter der Vorjahressumme. Dies bedeutet aber nicht, dass die Nachfrage nach Lehrstellen im gleichen Umfang geringer geworden ist (vgl. Teil I)

Ende April gab es 139.200 noch unbesetzte Ausbildungsstellen; dies sind inzwischen 16.700 oder 11 Prozent weniger als vor einem Jahr (April: -8 Prozent; März: -5 Prozent). Zugleich waren 187.900 Bewerber noch nicht vermittelt, 4.800 oder 3 Prozent mehr (April: +½ Prozent; März: -1 Prozent).

III. Neue Länder

Arbeitsmarkt verschlechtert sich

Die Erwerbstätigkeit dürfte weiterhin deutlich unter dem Stand des Vorjahres gelegen haben; dafür spricht jedenfalls die Entwicklung bei den voll sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Nach ersten Hochrechnungen war ihre Zahl im März mit 4,65 Mio um 110.000 geringer als vor einem Jahr (Februar: -115.000). Dies hängt auch damit zusammen, dass gleichzeitig 36.000 Arbeitnehmer weniger in Beschäftigungsschaffenden Maßnahmen des zweiten Arbeitsmarktes tätig waren (außerdem Strukturanpassungsmaßnahmen Ost für Wirtschaftsunternehmen: -9.000).

Saisonbereinigt hat die Arbeitslosigkeit im Mai um 19.000 zugenommen, nach durchschnittlich +2.000 seit Jahresbeginn. Veränderungen in der Entlastungswirkung der Arbeitsmarktpolitik hatten auf die jüngste Zunahme nur geringen Einfluss.

Nicht saisonbereinigt ist die Zahl der Arbeitslosen - wie üblich im Mai - spürbar gesunken, und zwar um 36.200 auf 1.385.100. Gleichwohl ist das erheblich weniger als im Durchschnitt der Jahre zuvor (z. B. Mai 1999 bis 2001: -57.600) und als im Mai 2001 (-58.700). Infolgedessen lag der Arbeitslosenbestand mit 49.500 wesentlich stärker über dem Vorjahresniveau als im April (+26.900; März: +12.700). Arbeitsmarktpolitik war daran kaum beteiligt; ihre Entlastungswirkung unterschritt den Stand des Vorjahres um gut 30.000, nach knapp 30.000 im April. Fasst man Arbeitslosigkeit und Entlastung zusammen, so liegt eine derart abgegrenzte Unterbeschäftigung erstmals seit Februar 2001 wieder über dem Stand des Vorjahres.

Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen errechnet sich im Mai auf 17,7 Prozent, bezogen auf die abhängigen zivilen Erwerbspersonen waren es 19,1 Prozent. Vor einem Jahr beliefen sich die Quoten auf 17,0 bzw. 18,4 Prozent.

Die Zugänge in Arbeitslosigkeit haben sich saisonbereinigt zuletzt deutlich verstärkt; vor allem deshalb gab es im Durchschnitt der letzten drei Monate eine Zunahme (+3.000). Nach nicht saisonbereinigten Angaben meldeten sich von März bis Mai 509.400 Personen arbeitslos, dies sind 15.900 oder 3 Prozent weniger. Dabei wurden weiterhin deutlich weniger Zugänge nach vorheriger Erwerbstätigkeit verzeichnet (ohne betriebliche oder außerbetriebliche Ausbildung: -15.700 oder -6 Prozent auf 229.500), vor allem nach Beschäftigungsschaffenden Maßnahmen (-18.500 auf 31.900). Dagegen waren die Meldungen nach regulärer mehr als kurzfristiger Beschäftigung zahlreicher als vor Jahresfrist (+6.900 auf 182.800), besonders im Mai (+4.900 auf 54.800). Zugänge nach betrieblicher oder außerbetrieblicher Ausbildung gab es nach wie vor erheblich weniger, jene nach schulischer Ausbildung unterschritten den Vorjahreswert nur geringfügig (-2.500 oder -19 Prozent auf 10.700 bzw. -300 oder -1 Prozent auf 41.900). Schließlich war die Zahl der Zugänge aus sonstiger Nichterwerbstätigkeit etwas größer (+2.600 oder  +1 Prozent auf 227.400); allerdings allein wegen der starken Zunahme im Mai (+6.300 auf 73.900). Letzteres dürfte auch darauf beruhen, dass sich Personen wieder arbeitslos gemeldet haben, die zuvor im Zuge der Umsetzung des Job-AQTIV-Gesetzes wegen Nichterneuerung ihrer Arbeitslosmeldung bzw. fehlender Mitwirkung die Arbeitslosigkeit beendet hatten.

Die Abgänge aus Arbeitslosigkeit haben sich im Mai weiter abgeschwächt; saisonbereinigt ergibt sich im Durchschnitt der letzten drei Monate eine spürbar Abnahme (-5.000). Nicht saisonbereinigt haben von März bis Mai 634.700 Personen ihre Arbeitslosigkeit beendet, 40.100 oder 6 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Dabei sind die Abmeldungen in Erwerbstätigkeit weiterhin deutlich stärker zurückgegangen (ohne Ausbildung: -35.500 oder -10 Prozent auf 325.300), vor allem wegen weniger Zuweisungen in BSM (-28.000 auf 47.800). Daneben gab es eine etwas kleinere Zahl von Abgängen in den Wehr- und Zivildienst (-1.500 auf 8.900), besonders im Berichtsmonat (-3.100 auf  1.300). Auch in Ausbildung haben sich in den letzten drei Monaten deutlich weniger Arbeitslose abgemeldet (-6.000 oder -8 Prozent auf 71.300), und zwar vor allem in Schule oder Studium, aber auch in berufliche Weiterbildung (einschl. Deutsch-Sprachlehrgänge). Die Abgänge in sonstige Nichterwerbstätigkeit haben sich insgesamt kaum verändert (-500 oder –0,2 Prozent auf 217.400). Dabei gab es wie bisher weniger Abmeldungen in Krankheit und Rente (-3.700 auf 128.800 bzw. –3.800 auf 14.800), dagegen mehr wegen Nichterneuerung der Meldung bzw. fehlender Mitwirkung und in den vorruhestandsähnlichen Status gem. § 428 SGB III (+5.600 auf 51.800 bzw. +2.500 auf 8.100). Schließlich waren die Abgänge aus sonstigen Gründen bzw. ohne Nachweis erheblich zahlreicher (+1.800 oder +10 Prozent auf 20.700). Die letztgenannten Zunahmen, die auch im Mai zu verzeichnen waren (zusammen: +3.500 auf 27.100), dürften insbesondere aus der Umsetzung des Job-AQTIV-Gesetzes resultieren.

Die Stellenmeldungen haben im Durchschnitt der Monate März bis Mai saisonbereinigt merklich abgenommen (-4.000). Nicht saisonbereinigt registrierten die Arbeitsämter in den letzten drei Monaten 189.000 Angebote, 106.800 oder 36 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Ein knappes Drittel der Abnahme geht auf BSM zurück (-30.500 auf  50.400). Neben konjunkturellen Einflüssen dürften dabei auch mittelbare Auswirkungen der Überprüfung der Vermittlungsstatistik eine Rolle gespielt haben. Den Zugängen folgend waren die Stellenabgänge ebenfalls deutlich kleiner. In den letzten drei Monaten wurden 178.300 Angebote abgemeldet, 108.800 oder 38 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Der saisonbereinigte Stellenbestand hat sich auch zuletzt kaum verändert. Nicht saisonbereinigt gab es im Mai 78.100 Angebote, 4.300 mehr als vor einem Jahr (April: +5.300; März: +6.200). Dabei waren deutlich weniger Stellen für BSM gemeldet (-3.100 auf 16.700).

Kurzarbeit hat sich im Mai weitgehend im üblichen Rahmen verringert, nämlich um 4.600 auf 35.100. Zur Abnahme haben zahlreiche Wirtschaftszweige beigetragen, noch am meisten das Baugewerbe (-700 auf 8.500). Gegenüber Vorjahr wurden 7.600 Kurzarbeiter mehr gezählt (April: +9.200; März: +7.900). Der durchschnittliche Arbeitszeitausfall belief sich auf 47 Prozent (Vormonat: 46 Prozent; Vorjahr: 53 Prozent). Um mehr als die Hälfte wurde die Arbeitszeit für 36 Prozent der Kurzarbeiter reduziert (34 Prozent; 44 Prozent).

Arbeitsmarktpolitik: Nach wie vor mehr Eingliederungszuschüsse, aber deutlich weniger ABM sowie SAM OfW

Geförderte berufliche Weiterbildung
hatte auch im Mai geringeres Gewicht als vor Jahresfrist. So befanden sich zuletzt 133.300 Menschen in derartigen Lehrgängen, das ist ein Minus von unverändert 6 Prozent. Seit Jahresanfang begannen 94.200 Personen eine solche Maßnahme, 3 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. In Deutsch-Sprachlehrgängen gab es mit 4.400 Teilnehmern 5 Prozent weniger; die Zahl der Eintritte seit Jahresbeginn war mit 4.100 um 6 Prozent kleiner.

Bestand und Zugänge geförderter Personen in Beschäftigungsschaffenden Maßnahmen des zweiten Arbeitsmarktes lagen weiterhin erheblich unter den Vorjahreswerten. So waren im Berichtsmonat in ABM und traditionellen SAM 120.900 Personen tätig, 25 Prozent weniger. Dabei entfiel die Abnahme wie bisher auf ABM (-35 Prozent auf 78.700; traditionelle SAM dagegen: +4 Prozent auf 42.200). Die Zugänge seit Januar waren mit 52.100 wesentlich schwächer (-28 Prozent; ABM: -33 Prozent auf 37.500; traditionelle SAM: -10 Prozent auf 14.600).

Die Zahl der Teilnehmer in Maßnahmen zur direkten Förderung von Beschäftigung am ersten Arbeitsmarkt lag wie bisher praktisch auf Vorjahresniveau. Im Mai befanden sich 104.100 Menschen in entsprechenden Tätigkeiten (ohne Arbeitnehmerhilfe; -1 Prozent). Nach wie vor spielen, wegen veränderter Förderkonditionen, vor allem SAM OfW eine immer kleinere Rolle (-38 Prozent auf 13.700). Dagegen haben Eingliederungszuschüsse und Beschäftigungshilfen für Langzeitarbeitslose gegenüber Vorjahr an Bedeutung gewonnen (+10 Prozent auf 57.100 bzw. +30 Prozent auf 14.300). Seit Jahresbeginn haben insgesamt 54.400 Personen mit diesen Instrumenten eine Arbeit aufgenommen (einschl. Arbeitnehmerhilfe), 10 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Dabei standen erhebliche Abnahmen bei SAM OfW (-50 Prozent auf 5.300) kaum noch Zunahmen bei Beschäftigungshilfen für Langzeitarbeitslose gegenüber (+3 Prozent auf 5.600).

In Eignungsfeststellungs- und Trainingsmaßnahmen gab es im Mai 22.400 Teilnehmer, dies sind 15 Prozent weniger als vor Jahresfrist. Seit Jahresbeginn haben mit 133.500 aber erheblich mehr Personen eine solche Maßnahme begonnen (+31 Prozent). 

Das Sofortprogramm zum Abbau der Jugendarbeitslosigkeit hatte immer noch wesentlich größere Bedeutung als im Vorjahr. So befanden sich im Berichtsmonat 45.200 Teilnehmer in entsprechenden Maßnahmen (+11 Prozent). Seit Jahresanfang sind 18.700 Personen eingetreten (-4 Prozent).

Freie Förderung wurde inzwischen spürbar schwächer genutzt. In den ersten fünf Monaten d. J. bewilligten die Arbeitsämter 48.500 Leistungen (-6 Prozent)

Zuletzt machten unverändert ca. 95.000 Leistungsempfänger von der vorruhestands-ähnlichen Regelung des § 428 SGB III Gebrauch (ca. +14 Prozent). Die Möglichkeiten der Altersteilzeit nutzten ebenfalls erheblich mehr Menschen; im April wurden ca. 12.000 Personen so gefördert (ca. +19 Prozent). Seit Beginn des Jahres gab es ca. 2.400 Eintritte (+15 Prozent).

Ausbildungsstellenmarkt nach wie vor schwierig

Die Lage am Ausbildungsstellenmarkt ist nach wie vor sehr angespannt. Von Oktober 2001 bis Mai 2002 sind den Arbeitsämtern insgesamt 64.000 Ausbildungsstellen gemeldet worden, 4.700 oder 7 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum (April: -5 Prozent; März: -3 Prozent). Die Abnahme geht überwiegend auf betriebliche Lehrstellen zurück (-3.800 auf 58.800; außerbetriebliche Lehrstellen: -900 auf 5.200). Zugleich haben sich wie bisher weniger Bewerber für die Vermittlung eines Ausbildungsplatzes registrieren lassen; mit 174.700 lag ihre Zahl um 7.300 oder unverändert 4 Prozent unter der Vorjahressumme (März: -5 Prozent).

Ende Mai waren 26.800 Ausbildungsstellen noch nicht besetzt, 1.100 oder 4 Prozent mehr als vor Jahresfrist (April: -0,3 Prozent; März: +2 Prozent). Noch nicht vermittelt waren 108.700 Bewerber, 2.800 oder 3 Prozent weniger (April: -4 Prozent; März: -5 Prozent).

Thomas Wagensonner | Presse-Information
Weitere Informationen:
http://www.arbeitsamt.de

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Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Im Focus: Neuer Sensor: Was im Inneren von Schneelawinen vor sich geht

Ein neuer Radarsensor erlaubt Einblicke in die inneren Vorgänge von Schneelawinen. Entwickelt haben ihn Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Dr. Christoph Baer und Timo Jaeschke gemeinsam mit Kollegen aus Innsbruck und Davos. Das Messsystem ist bereits an einem Testhang im Wallis installiert, wo das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung im Winter 2016/17 Messungen damit durchführen möchte.

Die erhobenen Daten sollen in Simulationen einfließen, die das komplexe Geschehen im Inneren von Lawinen detailliert nachbilden. „Was genau passiert, wenn sich...

Im Focus: Neuer Rekord an BESSY II: 10 Millionen Ionen erstmals bis auf 7,4 Kelvin gekühlt

Magnetische Grundzustände von Nickel2-Ionen spektroskopisch ermittelt

Ein internationales Team aus Deutschland, Schweden und Japan hat einen neuen Temperaturrekord für sogenannte Quadrupol-Ionenfallen erreicht, in denen...

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