Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Ostdeutschland ist Solarvalley der Photovoltaikindustrie

28.02.2008
Das kräftige Wachstum der deutschen Solarindustrie machte sich in den vergangenen Jahren vor allem in Ostdeutschland bemerkbar.

Allein 2007 wurde in den neuen Bundesländern eine Verdoppelung der Produktionskapazitäten für Solarzellen erreicht und damit erstmals die Gigawatt-Marke übertroffen, berichtet der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW). Der Ausbau der Kapazitäten geht zugleich mit Milliardeninvestitionen und einem Anstieg der Arbeitsplätze einher. So sollen in den kommenden fünf Jahren 15.000 von insgesamt 20.000 neuen Stellen in der deutschen Solarindustrie in Ostdeutschland entstehen.

Weltweit kommt jede sechste produzierte Solarzelle aus den neuen Bundesländern, zeigt eine Erhebung des BSW. Damit sei Ostdeutschland nicht nur das Herz der deutschen Solarindustrie, sondern auch im internationalen Vergleich das Solarvalley, sagt BSW-Geschäftsführer Carsten Körnig. Zudem würden sich durch die Ansiedelung von Zulieferbetrieben und Forschungseinrichtungen rund um Solarfabriken Industriecluster bilden. Dies sei vor allem in den Bundesländern Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zu beobachten. Die Investitionen für den weiteren Ausbau der Photovoltaikindustrie sollen 2008 mehr als eine Mrd. Euro betragen. So werden derzeit unter anderem 15 neue Fabriken errichtet. Deutschlandweit sind zur Zeit 70 Produktionsanlagen in Betrieb.

Erst im vergangenen Sommer gründeten etwa der Chemiekonzern Wacker und das Technologieunternehmen Schott das Gemeinschaftsunternehmen Wacker Schott Solar. Dieses baut derzeit eine Anlage zur Produktion von Siliciumwafern in Jena, bis April 2008 soll die erste Fertigungsstufe mit einem Investitionsvolumen von 50 Mio. Euro betriebsbereit sein. "Maßgebend für unsere Standortwahl war, dass Schott bereits in Jena aktiv war und deshalb auch Infrastruktur schon gegeben war. Aber auch als Lieferant für Polysilizium haben wir in der Region bereits gute Erfahrungen gemacht", sagt Wacker-Pressesprecher Christof Bachmair gegenüber pressetext. Der Produktionsbeginn in Jena werde wie geplant im April starten, bis 2012 will Wacker Schott Solar die Gesamtkapazität der Anlage auf ein Gigawatt ausbauen, erläutert Bachmair.

Laut BSW sind aktuell 7.200 Personen in der Solarindustrie Ostdeutschlands beschäftigt, weitere 6.500 arbeiten in vor- und nachgelagerten Stufen der Wertschöpfungskette wie im Handel, Handwerk oder bei Zulieferern. Betrachtet man die gesamte Industrie, so entfällt bereits jeder 100. Job in den neuen Bundesländern auf die Solarindustrie. Seit 2005 sind demzufolge über 3.000 neue Arbeitsplätze innerhalb der Photovoltaikbranche entstanden und damit deutlich mehr als in der Chemieindustrie (rund 2.000 neue Stellen) oder der Energie- und Wasserversorgung (1.000). In ganz Deutschland arbeiten derzeit 40.000 Beschäftigte in der Solarbranche, zeigt der Wirtschaftsverband auf.

Victoria Schubert | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.solarwirtschaft.de

Weitere Berichte zu: BSW Photovoltaikindustrie SOLAR Solarindustrie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht IMK-Konjunkturindikator: Rezessionsgefahr bleibt niedrig
19.05.2017 | Hans-Böckler-Stiftung

nachricht Atypische Beschäftigung: Zunahme bei Teilzeit und Leiharbeit, Zahl der Mini-Jobs geht leicht zurück
18.05.2017 | Hans-Böckler-Stiftung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Im Focus: Neuer Ionisationsweg in molekularem Wasserstoff identifiziert

„Wackelndes“ Molekül schüttelt Elektron ab

Wie reagiert molekularer Wasserstoff auf Beschuss mit intensiven ultrakurzen Laserpulsen? Forscher am Heidelberger MPI für Kernphysik haben neben bekannten...

Im Focus: Wafer-thin Magnetic Materials Developed for Future Quantum Technologies

Two-dimensional magnetic structures are regarded as a promising material for new types of data storage, since the magnetic properties of individual molecular building blocks can be investigated and modified. For the first time, researchers have now produced a wafer-thin ferrimagnet, in which molecules with different magnetic centers arrange themselves on a gold surface to form a checkerboard pattern. Scientists at the Swiss Nanoscience Institute at the University of Basel and the Paul Scherrer Institute published their findings in the journal Nature Communications.

Ferrimagnets are composed of two centers which are magnetized at different strengths and point in opposing directions. Two-dimensional, quasi-flat ferrimagnets...

Im Focus: XENON1T: Das empfindlichste „Auge“ für Dunkle Materie

Gemeinsame Meldung des MPI für Kernphysik Heidelberg, der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster

„Das weltbeste Resultat zu Dunkler Materie – und wir stehen erst am Anfang!“ So freuen sich Wissenschaftler der XENON-Kollaboration über die ersten Ergebnisse...

Im Focus: World's thinnest hologram paves path to new 3-D world

Nano-hologram paves way for integration of 3-D holography into everyday electronics

An Australian-Chinese research team has created the world's thinnest hologram, paving the way towards the integration of 3D holography into everyday...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

14. Dortmunder MST-Konferenz zeigt individualisierte Gesundheitslösungen mit Mikro- und Nanotechnik

22.05.2017 | Veranstaltungen

Branchentreff für IT-Entscheider - Rittal Praxistage IT in Stuttgart und München

22.05.2017 | Veranstaltungen

Flugzeugreifen – Ähnlich wie PKW-/LKW-Reifen oder ganz verschieden?

22.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Myrte schaltet „Anstandsdame“ in Krebszellen aus

22.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

22.05.2017 | Physik Astronomie

Wie sich das Wasser in der Umgebung von gelösten Molekülen verhält

22.05.2017 | Biowissenschaften Chemie