Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Zusammenfassung der Kernkompetenzen zur konsequenten weiteren Optimierung der Patientenversorgung

31.05.2002


Dräger und Siemens planen Joint Venture im klinischen Akutbereich

... mehr zu:
»Anästhesie »Gesundheitswesen

Die Lübecker Drägerwerk AG (Dräger) und der Siemens-Bereich Medical Solutions (Med), Erlangen, beabsichtigen, ihre weltweiten Aktivitäten im klinischen Akutbereich für OP, Anästhesie sowie Intensiv- und Notfallmedizin inklusive Produkte für den Home Care-Sektor künftig in einem Joint Venture zu vereinen. Das Joint Venture verfolgt das Ziel, in diesen Bereichen die Versorgungsqualität und gleichzeitig die Kosteneffizienz zu steigern. Die Unterzeichnung einer entsprechenden Absichtserklärung wurde heute bekannt gegeben. Siemens wird 35 Prozent an dem Kommanditaktien-Kapital der Dräger Medical AG & Co. KGaA erhalten. Das Joint Venture kommt saldiert auf ein Geschäftsvolumen von rund 1,2 Mrd. EUR und wird 6 400 Mitarbeiter beschäftigen, davon rund 4 800 von Dräger Medical und ca. 1 600 von Siemens Med. Die Zusammenführung der beiderseitigen weltweiten Aktivitäten erfolgt vorbehaltlich der Zustimmung der zuständigen Gremien und Behörden.


Die Sparte Medical von Dräger und das Geschäftsgebiet Elektromedizin von Siemens Med mit Patientenmonitoring, Anästhesie, Beatmung und die damit verbundenen Dienstleistungen sollen in dem Joint Venture unter dem Namen „Dräger Medical - A Dräger and Siemens Company“ zusammengeführt werden. Bei abteilungsübergreifenden Lösungen im Krankenhaus und bei der Betreuung von Key Accounts wird die Vertriebsorganisation des Joint Ventures eng mit der von Siemens Med zusammenarbeiten.

Mit der Zusammenfassung der Aktivitäten trägt das Joint Venture den Markt- und Kundenanforderungen im Gesundheitswesen besser Rechnung. Vor dem Hintergrund der steigenden Ansprüche an die Behandlungsqualität und Kosteneffizienz stellen Ärzte, Pflegepersonal und Krankenhaus-Management hohe Anforderungen an Anbieter im Gesundheitswesen. Produkte, Systemlösungen und Dienstleistungen sollen reibungslose Arbeitsabläufe gewährleisten und optimale wirtschaftliche Ergebnisse erzielen sowie gesetzliche Vorgaben erfüllen. Das Portfolio des Joint Ventures bietet den Kunden kostenoptimierte, integrierte Komplettlösungen aus einer Hand entlang der Patientenprozesskette von der Notfallmedizin über den OP und die Anästhesie bis hin zur Intensivmedizin und Home Care.

Innerhalb der Fachgebiete Beatmung und Anästhesie, in denen beide Partner über jahrzehntelange Erfahrung verfügen, ergänzen sich die Portfolios. Unter Einbindung des Patientenmonitorings von Siemens Med sowie des Patientendaten-Managements und der Anlagen- und Systemprodukte von Dräger Medical ermöglicht das Joint Venture eine komplette Arbeitsplatzlösung für eine effektive und kosteneffiziente Patiententherapie in der Akutmedizin. Die von Dräger Medical in das Joint Venture eingebrachten Produkte für Home Care sorgen zusätzlich für eine Erweiterung bis in den häuslichen Bereich. Die nahtlose Integration von Informationen aus dem Akutbereich in das gesamte IT-Netzwerk des Krankenhauses ist ein gemeinsames Entwicklungsziel für die Zukunft. Siemens Med nimmt hier weltweit eine Spitzenposition ein.

Das Joint Venture ist mit Vertriebs- und Serviceaktivitäten in mehr als 100 Ländern global aufgestellt und verfügt über Entwicklungs- und Produktionsstandorte in Lübeck, Solna (Schweden), Best (Niederlande), Telford und Danvers (USA) sowie Shanghai (China).

Durch das Joint Venture mit Dräger will Siemens Med als einer der führenden Lösungsanbieter auch im Akutbereich die Wettbewerbsfähigkeit steigern. „Zu unserem Ertragssteigerungsprogamm top+ gehört, dass wir eine Portfolio-Politik betreiben, die uns auf allen Geschäftsgebieten eine weltweit führende Position ermöglicht. Durch die Einbringung unseres Geschäftsgebietes Elektromedizin in ein Joint Venture mit Dräger Medical bietet sich für Siemens Med die Möglichkeit, in diesem Segment profitabler zu wachsen“, sagte Prof. Erich R. Reinhardt, Mitglied des Vorstandes der Siemens AG und Vorstandsvorsitzender des Siemens-Bereichs Medical Solutions.

„Von dem Joint Venture mit Siemens Med versprechen wir uns eine wesentliche Kompetenzerweiterung und eine kontinuierliche Ergebnisverbesserung im umsatzstärksten Geschäftsfeld Medical“, betonte Theo Dräger, Vorstandsvorsitzender der Drägerwerk AG. Für Dr. Wolfgang Reim, Vorstandsmitglied der Drägerwerk AG und Vorstandsvorsitzender der Dräger Medical, fügt sich die geplante Zusammenarbeit hervorragend in die Strategie ein: „Wir wollen unsere global erfolgreiche Position im Akutbereich ausbauen, indem wir unseren Kunden komplette Lösungen entlang dieser Patientenprozesskette anbieten. Dazu gehört insbesondere ein umfassendes Angebot an Patientenmonitoring sowie eine durchgängige Ankopplung des Akutbereiches an die IT-Infrastruktur des Krankenhauses. Um dieses Ziel zu erreichen, ist Siemens Med ein idealer Partner für das Joint Venture“.

Dräger Medical wird von Bearn Sterns International Limited bei der Transaktion beraten und Siemens Medical Solutions von Goldman Sachs.

Dräger Medical AG & Co. KGaA ist einer der weltweit führenden Hersteller medizintechnischer Geräte. Als umsatzstärkste Spartengesellschaft der Drägerwerk AG bietet das Unternehmen integrierte Systemlösungen und Dienstleistungen entlang der gesamten Patientenprozesskette im klinischen Akutbereich und im Home Care-Sektor. Dräger beschäftigt weltweit rund 4.800 Mitarbeiter und ist in über 100 Ländern vertreten. In den vergangenen sechs Geschäftsjahren steigerte das Unternehmen seinen Umsatz kontinuierlich um über 10% pro Jahr und erreichte in 2001 insgesamt 805 Mio € . Dabei wurde das EBIT von 9,1 auf 39,0 Mio € in 2001 vervierfacht. Die innovativen Konzepte von Dräger Medical sind das Ergebnis jahrelanger Erfahrung, hoher Investitionen im Bereich Forschung und Entwicklung sowie eines intensiven Dialogs mit Kunden. Ziel des Unternehmens ist es, die Qualität der Versorgung der Patienten zu verbessern und gleichzeitig Beiträge zur Kostendämpfung im Gesundheitswesen zu leisten.

Siemens Medical Solutions (Med) ist weltweit einer der größten Anbieter im Gesundheitswesen. Der Bereich steht für innovative Produkte, Dienstleistungen und Komplettlösungen. Abgedeckt wird das gesamte Spektrum über bildgebende Systeme für Diagnose und Therapie, die Elektromedizin und die Audiologie bis hin zu IT-Lösungen, die Arbeitsabläufe in Kliniken und Praxen optimieren und zu einer höheren Effizienz führen. Zum Angebot gehört auch die Übernahme des Datenmanagements beim Kunden als Application Service Provider bis hin zu an spezifischen Krankheitsbildern ausgerichtetem Prozessmanagement in der Vorsorge, Heilung und Pflege. Med beschäftigt weltweit rund 30 000 Mitarbeiter. Im Geschäftsjahr 2001 (30. September) erzielte Med einen Umsatz von 7,2 Mrd. €, der Gewinn vor Zinsen und Ertragssteuern (EBITA) betrug 808 Mio. €.

Kontakt:
Drägerwerk AG
Corporate Communications
Dr. Welf Böttcher
Tel.: 0451/882-22 01

Siemens Medical Solutions
Pressereferat
Melanie Schmude
Tel.: 09131/84-83 35




Melanie Schmude | Pressemitteilungen
Weitere Informationen:
http://www.draeger.com
http://www.siemensmedical.com

Weitere Berichte zu: Anästhesie Gesundheitswesen

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index startet gut ins neue Jahr
22.02.2018 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht IMK-Indikator: Keine Rezessionsgefahr, keine Anzeichen für konjunkturelle Überhitzung
19.02.2018 | Hans-Böckler-Stiftung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vorstoß ins Innere der Atome

Mit Hilfe einer neuen Lasertechnologie haben es Physiker vom Labor für Attosekundenphysik der LMU und des MPQ geschafft, Attosekunden-Lichtblitze mit hoher Intensität und Photonenenergie zu produzieren. Damit konnten sie erstmals die Interaktion mehrere Photonen in einem Attosekundenpuls mit Elektronen aus einer inneren atomaren Schale beobachten konnten.

Wer die ultraschnelle Bewegung von Elektronen in inneren atomaren Schalen beobachten möchte, der benötigt ultrakurze und intensive Lichtblitze bei genügend...

Im Focus: Attoseconds break into atomic interior

A newly developed laser technology has enabled physicists in the Laboratory for Attosecond Physics (jointly run by LMU Munich and the Max Planck Institute of Quantum Optics) to generate attosecond bursts of high-energy photons of unprecedented intensity. This has made it possible to observe the interaction of multiple photons in a single such pulse with electrons in the inner orbital shell of an atom.

In order to observe the ultrafast electron motion in the inner shells of atoms with short light pulses, the pulses must not only be ultrashort, but very...

Im Focus: Good vibrations feel the force

Eine Gruppe von Forschern um Andrea Cavalleri am Max-Planck-Institut für Struktur und Dynamik der Materie (MPSD) in Hamburg hat eine Methode demonstriert, die es erlaubt die interatomaren Kräfte eines Festkörpers detailliert auszumessen. Ihr Artikel Probing the Interatomic Potential of Solids by Strong-Field Nonlinear Phononics, nun online in Nature veröffentlich, erläutert, wie Terahertz-Laserpulse die Atome eines Festkörpers zu extrem hohen Auslenkungen treiben können.

Die zeitaufgelöste Messung der sehr unkonventionellen atomaren Bewegungen, die einer Anregung mit extrem starken Lichtpulsen folgen, ermöglichte es der...

Im Focus: Good vibrations feel the force

A group of researchers led by Andrea Cavalleri at the Max Planck Institute for Structure and Dynamics of Matter (MPSD) in Hamburg has demonstrated a new method enabling precise measurements of the interatomic forces that hold crystalline solids together. The paper Probing the Interatomic Potential of Solids by Strong-Field Nonlinear Phononics, published online in Nature, explains how a terahertz-frequency laser pulse can drive very large deformations of the crystal.

By measuring the highly unusual atomic trajectories under extreme electromagnetic transients, the MPSD group could reconstruct how rigid the atomic bonds are...

Im Focus: Verlässliche Quantencomputer entwickeln

Internationalem Forschungsteam gelingt wichtiger Schritt auf dem Weg zur Lösung von Zertifizierungsproblemen

Quantencomputer sollen künftig algorithmische Probleme lösen, die selbst die größten klassischen Superrechner überfordern. Doch wie lässt sich prüfen, dass der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Von festen Körpern und Philosophen

23.02.2018 | Veranstaltungen

Spannungsfeld Elektromobilität

23.02.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2018

21.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Vorstoß ins Innere der Atome

23.02.2018 | Physik Astronomie

Wirt oder Gast? Proteomik gibt neue Aufschlüsse über Reaktion von Rifforganismen auf Umweltstress

23.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Wie Zellen unterschiedlich auf Stress reagieren

23.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics