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Länger leben, länger arbeiten, länger lernen

20.12.2007
Gemeinsam mit Südwestmetall und dem Ulmer Zentrum für Neurowissenschaften und Lernen (ZNL) erforscht das Fraunhofer IAO die Zusammenhänge von Lerngewöhnung und Arbeitsgestaltung, um Kreativität und Leistungsfähigkeit jüngerer und älterer Mitarbeiter zu verbessern.

Im März 2000 hat die EU die Herausforderung "Wissensgesellschaft" offiziell auf ihre Agenda gesetzt. Erklärtes Ziel des übergeordneten Lissabon-Prozesses ist es, Europa bis 2010 zum wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensbasierten Wirtschaftsraum der Welt zu machen.

Das gleiche Ziel, Wettbewerbs- und Anpassungsfähigkeit, veranlasst auch immer mehr Unternehmen dazu, in professionelles Wissensmanagement zu investieren. Im Vordergrund steht dabei die gezielte Förderung des einzelnen Mitarbeiters. Kein leichtes Unterfangen, wenn man bedenkt, dass infolge des demographischen Wandels die Altersspanne in den Betrieben immer größer wird. Zudem ist aus der neuropsychologischen Grundlagenforschung bekannt, dass Alter und Lernbiographie die individuellen Arbeitsweisen und auch die mögliche Leistungsfähigkeit des menschlichen Gehirns erheblich beeinflussen.

Vor diesem Hintergrund startet das Fraunhofer IAO in Kooperation mit dem Ulmer Zentrum für Neurowissenschaften und Lernen (ZNL) sowie Südwestmetall das Forschungsprojekt "Länger leben, länger arbeiten, länger lernen - Neue Chancen für jüngere und ältere Beschäftigte", das von den Arbeitgeber¬verbänden der Metall- und Elektroindustrie getragen wird. Ziel ist es, in einem interdisziplinären Forschungsdesign Erkenntnisse der Neurowissenschaft mit jenen der Arbeitswissenschaft und Managementlehre zu verknüpfen, um so die vermuteten Zusammenhänge von Lerngewöhnung und Arbeitsgestaltung sowie von Lernkonzepten und Führungsumgebung anwenderorientiert aufzubereiten. Auf Basis der so gewonnenen Erkenntnisse sollen konkrete Vorschläge für die Arbeitsorganisation, die Gestaltung von Lernumgebungen sowie für zielorientierte Führungssysteme erarbeitet werden.

Zentraler Projektanspruch ist eine praxisnahe Ausrichtung, die durch die laufende Zusammenarbeit mit Unternehmen forciert wird. Zudem wollen die Projektbeteiligten Zwischenergebnisse zeitnah veröffentlichen, um einen kontinuierlichen Wissenstransfer zwischen Forschung und Praxis anzustoßen und sicherzustellen, dass die erarbeiteten Empfehlungen und Konzepte für möglichst viele Unternehmen attraktiv und praktisch anwendbar sind.

Ihre Ansprechpartnerin für weitere Informationen:
Fraunhofer IAO
Dr. Josephine Hofmann
Nobelstraße 12, 70569 Stuttgart
Telefon: +49 (0) 7 11/9 70-20 95, Fax: +49 (0) 7 11/9 70-22 99
E-Mail: josephine.hofmann@iao.fraunhofer.de

Claudia Garád | Fraunhofer-Gesellschaft
Weitere Informationen:
http://www.iao.fhg.de/

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