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BDI-Konjunkturreport: Aufschwung von 3,5 Prozent auf breitem Fundament

21.10.2010
Importe leisten Beitrag zum Wachstum der Eurozone - Erholung durch Investitionen verstetigen

"Die deutsche Wirtschaft wird in diesem Jahr in der Größenordnung um 3,5 Prozent wachsen." Dies sagte BDI-Hauptgeschäftsführer Werner Schnappauf anlässlich der Veröffentlichung des BDI-Konjunkturreports am Donnerstag in Berlin.

"Die Erwartungen der Industrie sind damit ähnlich optimistisch wie die der Bundesregierung, die heute eine realistische Perspektive für die wirtschaftliche Entwicklung abgegeben hat."

Die Unternehmen hätten eine beachtliche Teilstrecke auf dem Weg zum Vorkrisenniveau zurückgelegt: "Es ist erfreulich, dass der Aufschwung mittlerweile auf einem breiten Fundament steht und sich verfestigt hat", betonte Schnappauf. "Es sind nicht nur die Exporte, die für die gute Entwicklung verantwortlich sind. Auch die Binnennachfrage trägt durch den wachsenden privaten Konsum und eine Zunahme der Investitionen zur konjunkturellen Erholung bei." Durch höhere Importe sei die deutsche Wirtschaft auch Treiber für die Entwicklung in der Eurozone. Dies trage zum Abbau von Ungleichgewichten in den Handelsbilanzen der EU-Staaten bei.

"Die Risiken für einen dauerhaften Aufschwung sind überschaubarer geworden, aber sie sind nicht aus der Welt", warnte Schnappauf. "Im langfristigen Trend gibt es in Deutschland deutlich zu niedrige öffentliche und private Investitionen."

Dies belege die Nettoinvestitionsquote, die von 10,0 Prozent des Bruttoinlandsprodukts im Jahr 1991 auf 1,9 Prozent im Jahr 2009 sank.

Schnappauf: "Deshalb müssen wir alles dafür tun, den Aufschwung zu verstetigen und Investitionsbremsen zu lösen. Deutschland muss attraktiver werden für in- und ausländische Investoren."

| presseportal
Weitere Informationen:
http://www.bdi.eu

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