Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Baumarkt und Wirtschaftskrise: Konjunkturprogramme zeigen erste Wirkung

25.06.2009
Wirtschaftsbau im Sog der Krise

Die Konjunkturprogramme der Bundesregierung beginnen zu wirken. Wie der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie in der neuesten Ausgabe seines Aktuellen Zahlenbildes mitteilt, sind die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe im Öffentlichen Bau im April erstmals um 7 % gestiegen.

Im 1. Quartal war dagegen noch ein Rückgang von 6 % zu verzeichnen. Die Belebung kommt vor allem aus dem Straßenbau, wo die Auftragseingänge sogar um 16 % gestiegen sind und dem sonstigen Tiefbau (+ 5 %). Der öffentliche Hochbau zeigte mit einem Auftragsrückgang von 13 % zwar weiterhin keine Belebung; angesichts der deutlichen Zunahme bei den Baugenehmigungen (Januar bis April: + 70 % bei den veranschlagten Baukosten) rechnet der Hauptverband aber auch hier in den kommenden Monaten mit einer Belebung der Nachfrage. Beim baugewerblichen Umsatz zeigte sich diese positive Entwicklung allerdings noch nicht, im April gab es noch einmal ein Minus von 1,8 %.

Insgesamt machte sich diese Entwicklung allerdings nur geringfügig bemerkbar, im gesamten Bauhauptgewerbe war im April der Auftragseingang um 9,5 % rückläufig. Auch die Umsatzentwicklung (- 6,4 %) zeigte gegenüber dem (auch witterungsbedingt) schwachen 1. Quartal nur eine geringfügige Verbesserung.

Die anhaltende Schwäche rührt vor allem aus dem Wirtschaftsbau, der sich mittlerweile voll im Sog der Konjunkturkrise befindet.

Während im April das Minus beim Umsatz mit 8,1 % noch relativ moderat ausfiel, brachen die Auftragseingänge um weitere 29 % ein. Auch die Baugenehmigungen im Wirtschaftshochbau (Januar bis April: - 13 % bei den veranschlagten Baukosten) sowie die deutlich abgesenkten Investitionspläne im Verarbeitenden Gewerbe lassen für die nächsten Monate keine Belebung erwarten.

Gespalten war die Entwicklung im Wohnungsbau. Während der Auftragseingang im April um 11,5 % zulegte, war beim Umsatz ein weiterer Rückgang von 8,5 % zu verzeichnen. Angesichts der anhaltend rückläufigen Genehmigungszahlen im Wohnungsneubau dürften sich beim Auftragseingang die Sanierungsprogramme zur CO2-Reduzierung bemerkbar machen. Die hierfür vorgesehenen Bundesmittel wurden durch die Konjunkturprogramme für das laufende Jahr um 1 Mrd. aufgestockt.

Insgesamt ergibt sich für die Branche von Januar bis April ein Rückgang bei den Auftragseingängen von 12,3 % und beim baugewerblichen Umsatz von 10,9 %. Angesichts der Entwicklung im Öffentlichen Bau hält der Hauptverband an seiner Prognose fest, nach der die (nominalen) baugewerblichen Umsätze im deutschen Bauhauptgewerbe im laufenden Jahr um 3 % zurückgehen werden.

Dies wird auch Spuren auf dem Bauarbeitsmarkt hinterlassen. Im April ging die Zahl der Beschäftigten im Bauhauptgewerbe gegenüber dem Vorjahr um 2,5 % zurück, für die ersten vier Monate des laufenden Jahres betrug der Beschäftigungsabbau 2,2 %.

Dr. Heiko Stiepelmann | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.bauindustrie.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht IAB-Arbeitsmarktbarometer: Arbeitsmarkt bleibt im Aufwind
27.04.2017 | Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB)

nachricht Digitalisierung bringt Produktion zurück an den Standort Deutschland
25.04.2017 | Hochschule Karlsruhe - Technik und Wirtschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: TU Chemnitz präsentiert weltweit einzigartige Pilotanlage für nachhaltigen Leichtbau

Wickelprinzip umgekehrt: Orbitalwickeltechnologie soll neue Maßstäbe in der großserientauglichen Fertigung komplexer Strukturbauteile setzen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesexzellenzclusters „Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen" (MERGE) und des Instituts für...

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationaler Tag der Immunologie - 29. April 2017

28.04.2017 | Veranstaltungen

Kampf gegen multiresistente Tuberkulose – InfectoGnostics trifft MYCO-NET²-Partner in Peru

28.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Über zwei Millionen für bessere Bordnetze

28.04.2017 | Förderungen Preise

Symbiose-Bakterien: Vom blinden Passagier zum Leibwächter des Wollkäfers

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wie Pflanzen ihre Zucker leitenden Gewebe bilden

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie