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Außenhandel wächst, Chinahandel explodiert

14.09.2010
"Der deutsche Außenhandel hat im ersten Halbjahr 2010 eine atemberaubende Aufholjagd gestartet. Eindeutige Wachstumstreiber bleiben die Schwellenländer, allen voran China und Brasilien. Aber auch der Außenhandel mit den europäischen Ländern zeigt wieder deutliche Anzeichen einer Belebung. Davon, dass wir uns in eine einseitige Abhängigkeit von China begeben würden, kann keine Rede sein. Mit einem Anteil von 5,5 Prozent an den deutschen Ausfuhren liegt das Reich der Mitte absolut gesehen immer noch deutlich hinter Frankreich, den Niederlanden, den USA, Großbritannien oder auch Italien. Was China jedoch derzeit so wichtig macht, ist die Dynamik des Wachstums: Mit einem Anstieg um über 50 Prozent im ersten Halbjahr ist die chinesische Nachfrage die dringend benötigte Adrenalinspritze für die deutsche Konjunktur. Insbesondere die in der Krise schwer gebeutelten Branchen Maschinenbau und Kfz-Industrie profitieren davon." Dies erklärt Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen e. V. (BGA), zu den heute vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Außenhandelszahlen für das erste Halbjahr 2010.

Demnach wurden in diesem Zeitraum Waren im Wert von 458,3 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 383,6 Milliarden Euro importiert. Damit stiegen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum die deutschen Ausfuhren insgesamt nominal um 17,1 Prozent und die Einfuhren um 15 Prozent. Der Außenhandelsüberschuss betrug damit 74,7 Milliarden Euro, nach 57,7 Milliarden Euro im ersten Halbjahr 2009.

"Obwohl wir derzeit besser dastehen als unsere Nachbarn schauen wir nur verhalten optimistisch ins vierte Quartal und ins nächste Jahr 2011. Die Ursache dafür liegt in den Risiken aus den ungelösten Schulden- und Währungsproblemen. Die Krise schwelt weiter. Durch die Rettungsaktionen der EU wurde bislang nur Zeit gekauft. Es gibt berechtigte Zweifel am ernsthaften Sparwillen insbesondere der südeuropäischen Länder. Das Managen der Schuldenkrise und der Abbau der Staatsdefizite sind der einzige Schlüssel für einen lang anhaltenden wirtschaftlichen Aufschwung. Hier sind die wirtschaftlichen Eliten gefordert, dies der Bevölkerung in Europa klarzumachen", so Börner abschließend.

André Schwarz | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.bga.de

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