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Außenhandel ohne Sommerpause

08.09.2010
"Nach einem exorbitanten ersten Halbjahr ist im deutschen Außenhandel von Sommerpause keine Spur. Auch wenn die Rekordwerte des Vormonats nicht erreicht werden konnten, belegen die Zahlen eine große Stabilität. Weiterhin gehen von allen Regionen der Welt Impulse für die deutsche Wirtschaft aus. Eindeutiger Wachstumstreiber bleiben die Schwellenländer. 'Made in Germany' ist in allen Bereichen gefragt. In einem besonderen Maße profitiert erneut der Automobilsektor von diesem Aufschwung." Dies erklärt Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen e. V. (BGA), zu den heute vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Außenhandelszahlen für Juli 2010.

Demnach wurden im Juli Waren im Wert von 83 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 69,5 Milliarden Euro importiert. Damit stiegen im Vorjahresvergleich die deutschen Ausfuhren insgesamt um 18,7 Prozent und die Einfuhren um 24,9 Prozent. Der Außenbeitrag stieg damit auf 13,5 Milliarden Euro an.

"Es bleibt die Frage der Nachhaltigkeit des Aufschwungs. In Anbetracht der Entwicklung der Auftragseingänge sind wir hier jedoch auch für die nächsten Monate optimistisch. Sowohl der Chemiesektor, der Maschinen- und Anlagenbau als auch die Elektroindustrie profitieren gleichermaßen von der hochtourigen Weltkonjunktur. Auch wenn die hohen Wachstumsraten des ersten Halbjahres nicht gehalten werden können, so stellen wir fest, dass sich die Unternehmen trotz einiger Unsicherheiten derzeit in Aufbruchstimmung befinden.

Der gesamtwirtschaftliche Aufschwung wird in allererster Linie vom Außenhandel getragen. Das Exportmodell Deutschland hat sich bewährt und wir müssen es sogar weiter stärken. Die Sicherstellung der Exportfinanzierung spielt hierbei eine entscheidende Rolle, die im Rahmen der Basel-III-Diskussion bisher nur unzureichend berücksichtigt wurde", so Börner abschließend.

André Schwarz | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.bga.de

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