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Aufwärtstrend beim Arbeitsvolumen unterbrochen

03.09.2014

Erwerbstätige haben im zweiten Quartal 2014 insgesamt 13,8 Milliarden Stunden gearbeitet, berichtet das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Das entspricht einem Plus von 0,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal.

Im Vergleich zum ersten Quartal 2014 nahm das Arbeitsvolumen aber saison- und kalenderbereinigt um 0,1 Prozent ab. „Mit der konjunkturellen Schwäche im zweiten Quartal ist auch die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden zurückgegangen. Der Aufwärtstrend beim Arbeitsvolumen wurde damit unterbrochen“, sagte Enzo Weber, Leiter des IAB-Forschungsbereichs „Prognosen und Strukturanalysen", am Mittwoch in Nürnberg.

Im Vergleich zum Vorjahresquartal ist die Zahl der Erwerbstätigen um 0,8 Prozent gestiegen. Auch gegenüber dem ersten Quartal 2014 ist die Zahl der Erwerbstätigen saison- und kalenderbereinigt um 0,2 Prozent gewachsen. Anders als beim Arbeitsvolumen hat sich hier die positive Entwicklung also fortgesetzt. Die Arbeitszeit pro Erwerbstätigem fiel jedoch im zweiten Quartal 2014 saison- und kalenderbereinigt im Vergleich zum ersten Quartal um 0,4 Prozent.

Die tarifliche oder betriebsübliche Wochenarbeitszeit bei Voll- und Teilzeitbeschäftigten lag bei rund 30 Stunden. Vollzeitbeschäftigte arbeiteten im Durchschnitt 38 Stunden, Teilzeitbeschäftigte 16 Stunden. Auf jeden Beschäftigten kamen im zweiten Quartal 2014 im Durchschnitt 5,0 bezahlte und 6,9 unbezahlte Überstunden.

Die unbezahlten Überstunden hat das IAB erstmals berechnet. Aufgrund veränderter EU-Vorgaben gab es eine Generalrevision der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen des Statistischen Bundesamtes. In diesem Zusammenhang hat das IAB seine Arbeitszeitrechnung weiterentwickelt.

Dabei wurden neue Daten und Methoden berücksichtigt und die Berechnungen für den Zeitraum ab 1991 entsprechend neu vorgenommen. Die auf diese Weise ermittelten Zeitreihen erlauben somit weiterhin den langfristigen Vergleich der Arbeitszeitentwicklung ohne statistische Brüche.

Aus der Generalrevision der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen folgten insbesondere Änderungen bei der Höhe und der Struktur der Erwerbstätigenzahlen, beispielsweise weil jetzt auch Beschäftigte in Werkstätten für Behinderte mit in die Berechnungen einbezogen wurden, die bisher unberücksichtigt blieben.

Weitere Informationen:

http://doku.iab.de/arbeitsmarktdaten/tab-az1402.pdf
http://doku.iab.de/arbeitsmarktdaten/AZ_Komponenten.xlsx
http://doku.iab.de/forschungsbericht/2014/fb0914.pdf

Wolfgang Braun | idw - Informationsdienst Wissenschaft

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