Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Aufwärtstrend - vor allem für die Wirtschaft

24.03.2010
Die Zuversicht für Deutschland wächst / Zweistelliges Plus für die Wirtschaftslage / Baden-Württemberg liegt bei der Zuversicht ganz vorn

Pünktlich zum Start in den Frühling hebt sich die Stimmung der Menschen in Deutschland: Im ersten Quartal 2010 antworteten 22 Prozent der Befragten auf die Frage, wie sie die Gesamtsituation in Deutschland für die nächsten zwölf Monate sehen, "mit Zuversicht" oder gar "mit großer Zuversicht".

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist die Stimmung damit um 5 Prozentpunkte gestiegen. Das zeigen die aktuellen Ergebnisse der monatlich durchgeführten repräsentativen Befragungen zum Allianz Zuversichtsindex, einer Studie der Allianz Deutschland AG in Zusammenarbeit mit der Universität Hohenheim.

Einen besonders großen Sprung nach oben macht die Zuversicht der Menschen beim Gedanken an die zukünftige Entwicklung der allgemeinen Wirtschaftslage in Deutschland: Nahezu jeder vierte Befragte (24%) sieht die wirtschaftlichen Entwicklungsperspektiven positiv.

Noch im ersten Quartal des Vorjahres hatten die Zuversichtswerte für die deutsche Wirtschaft mit nur 14 Prozent positiver Antworten einen Tiefpunkt erreicht. Der tiefste Einschnitt bei der Zuversicht seit Start der Studie im Herbst 2007 ließ sich im Monat März 2009 verzeichnen, als sich lediglich 10 Prozent der Befragten optimistisch für die Zukunft der deutschen Wirtschaft äußerten.

Das zeigen auch die Werte zur Sicherheit der Arbeitsplätze in Deutschland: Mit 10 Prozent positiver Antworten wird die Lage hier leicht zuversichtlicher gesehen als noch vor einem Jahr (+3 Prozentpunkte). Stabil geblieben ist die Zuversicht in den Umwelt- und Klimaschutz (29%). Nur wenig verändert sind auch die Werte für die Ausbildungs- und Versorgungssysteme des Staates.

Die Mehrheit der Menschen ist zuversichtlich für die eigene Zukunft
Leicht im Aufwind ist auch die Zuversicht der Menschen für ihr persönliches Leben: Gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist der Wert um 3 Prozentpunkte von 53 auf 56 Prozent gestiegen. Am kräftigsten ist der Zuwachs - analog zur Zuversicht hinsichtlich der Wirtschaftslage -, wenn es um die eigene finanzielle Lage geht. Die Hoffnung auf ein gefülltes Portemonnaie lässt die Zuversicht der Befragten um 6 Prozentpunkte auf 53 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2009 wachsen.

Auch die Zuversicht für günstige Entwicklungen innerhalb der Familie, für die Partnerschaft und die Kinder, zeigt einen Aufwärtstrend gegenüber dem Frühjahr 2009 - eine Steigerung um 5 Prozentpunkte auf 67 Prozent.

Den bundesweiten Spitzenwert stellt mit 85 Prozent die Zuversicht für das eigene Zuhause. "Gerade im persönlichen Bereich hebt der Frühling nicht selten die Stimmung", sagt Prof. Dr. Frank Brettschneider, Leiter des Lehrstuhls Kommunikationswissenschaft an der Universität Hohenheim, der die Studie wissenschaftlich begleitet. "Aber auch die optimistischen Impulse für die Wirtschaft beflügeln das persönliche Leben."

Die zuversichtlichsten Menschen leben in Baden-Württemberg
Im Land zwischen Bodensee und Odenwald sind die Zuversichtswerte für die Entwicklung der Republik und für das persönliche Leben der Menschen im bundesweiten Vergleich am größten. Beim Blick auf die kommenden zwölf Monate sind für die Perspektiven Deutschlands 32 Prozent der Befragten zuversichtlich. Für ihr persönliches Leben sind sogar 60 Prozent optimistisch.

"Die Zuversicht der Menschen in Baden-Württemberg gründet sich auf die deutlich verbesserten wirtschaftlichen Erwartungen gegenüber dem Vorjahr," sagt Frank Brettschneider und ergänzt: "Aus Sicht der Befragten scheint die schwierigste Phase der Automobilkrise überwunden."

Über die Allianz Zuversichtsstudie
Die Allianz Zuversichtsstudie ist eine gemeinschaftlich durchgeführte Untersuchung der Allianz Deutschland AG und der Universität Hohenheim. Sie führt repräsentative monatliche Befragungen mit mindestens je 500 - 1.000 Interviewpartnern durch, im ersten Quartal 2010 insgesamt 1.503 Interviews.

Ziel ist es, die Stimmungslage in Deutschland zu erheben. Dazu untersucht die Studie regelmäßig die Zuversicht der Menschen im Lande für die jeweils kommenden zwölf Monate in insgesamt zwölf Lebensbereichen - sechs persönlichen und sechs übergreifenden, gesellschaftlichen Bereichen. Die aktuellen Ergebnisse der Allianz Zuversichtsstudie sowie Trends, die sich daraus ablesen lassen, werden der Öffentlichkeit in der Regel vierteljährlich vorgestellt.

Florian Klebs | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-hohenheim.de/zuversichtsstudie-fruehjahr2010

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht IAB-Arbeitsmarktbarometer: Arbeitslosigkeit sinkt verhaltener
27.07.2017 | Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB)

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index bleibt aufwärts gerichtet
20.07.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Eine Karte der Zellkraftwerke

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Chronische Infektionen aushebeln: Ein neuer Wirkstoff auf dem Weg in die Entwicklung

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Computer mit Köpfchen

18.08.2017 | Informationstechnologie