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Absatzknick bei Luxusautos trifft deutsche Marken

06.02.2009
Herstellern setzt schwache Aufstellung bei Kleinstwagen zu

Der Absatzeinbruch im Automarkt ist mit voller Wucht in der Oberklasse eingetroffen. Auch bei deutschen Herstellern drückt die geringe Nachfrage spürbar auf die Zahlen.

Wie die Financial Times Deutschland berichtet, ist der gesamte Automarkt in Deutschland im Januar um 14,2 Prozent auf 189.000 Fahrzeuge geschrumpft. Im Oberklassensegment verzeichnete die Branche dabei überdurchschnittlich hohe Rückgänge. So mussten etwa Porsche und VW im Vormonat mit ihren Modellen Porsche 911 und VW Phaeton einen Absatzknick um satte 54 bzw. 65 Prozent hinnehmen. Neben Kleinstwagen konnten sich lediglich neuere Modelle dem Abwärtstrend widersetzen.

Wenngleich europäische Autobauer etwa im Vergleich zu US-Herstellern mit derzeit stärker gefragten spritsparenden Kleinwagenmodellen besser aufgestellt sind, konzentriert sich das Kerngeschäft von Konzernen wie Porsche, Daimler, BMW, Audi und VW bislang auf teurere Modelle. In den vergangenen Monaten hat sich das Geschäft mit Luxusgütern dem Wirtschaftsabschwung zum Trotz zwar weitgehend stabil entwickelt (pressetext berichtete: http://pte.at/pte.mc?pte=081129004). In der Auto-Oberklasse zeigen sich der Branchenkrise entsprechend nun dennoch deutliche Bremsspuren. Deutsche Hersteller sind im erfolgreichsten Segment Kleinstwagen zudem nur spärlich vertreten.

Dem generell schwachen Automarkt steht das Wachstumssegment Kleinstwagen mit Modellen wie dem Smart oder Fiat 500 mit einem Absatzplus von 33 Prozent gegenüber. Während sich der Anteil deutscher Hersteller dabei angesichts vergleichsweise geringer Gewinnmargen jedoch auf ganze vier Modelle konzentriert, hat allein der italienische Fiat-Konzern ebenso viele Kleinstwagen im Angebot. Der spürbare Einbruch bei größeren und gewinnträchtigeren PKWs bringt die Anbieter hierzulande nun weiter unter Druck.

Das Geschäft mit Sportwagen und Luxuslimousinen gab im Vormonat um 38 bzw. 48 Prozent nach. Bundesweit wurden davon insgesamt nur mehr rund 3.600 Stück verkauft, wie eine Statistik des Kraftfahrt-Bundesamtes belegt. Über die deutlichen Einschnitte bei Luxuskarossen wie der Mercedes S-Klasse, dem SLK oder dem Audi TT hinaus brach der Absatz von "traditionellen" Oberklassewagen - dem Hauptgeschäft der deutschen Autobauer - weg. So lag der Rückgang bei Modellen wie dem VW Passat, der Mercedes E-Klasse oder dem Audi A6 bei jeweils über 20 Prozent. BMW verzeichnete mit dem 5er sogar ein Minus von 44 Prozent.

Manuel Haglmüller | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.ftd.de

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