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'Herdendenken' ist gemäss einem angesehenen Akademiker der Schlüsselfaktor der Wirtschaftkrise

20.10.2008
Während Regierungen weltweit nach einem Ausweg aus der Wirtschaftskrise suchen, gibt ein angesehener Akademiker einer Wirtschaftshochschule die Schuld an der Krise dem 'Herdendenken' der Bankiers.

Gemäss Professor Dussauge, der 'Leading Strategies for Outstanding Performance' an der HEC Wirtschaftshochschule in Paris unterrichtet, ist eine der Hauptursachen der Wirtschaftsprobleme das Kollektivdenken der Führungskräfte. "Führungskräfte hinterfragen Entscheidung nicht mehr, die in ihrem Namen getroffen werden. Die Stimmung ist, dass wenn jeder etwas macht, muss es in Ordnung sein."

Professor Dussauge legt dar, dass die Tendenz von Führungskräften konventionelle Ansichten zu akzeptieren, nicht nur ein Charakteristikum des Bankwesens ist, sondern auf zahlreiche andere Branchen zutrifft. "Beispielsweise wurde die Idee, dass nur fünf oder sechs Fluggesellschaften überleben können, zu einem Glaubensartikel, der von den Vorständen wichtiger Unternehmen nicht mehr angezweifelt wird und zu zahlreichen Fusionen und Akquisitionen führt. Ein anderes Beispiel ist die Bierbranche, die ebenfalls von der Grösse besessen ist. Das Ergebnis ist eine schnelle und künstliche Zunahme der Geschäftspreise bis zum Punkt, an dem Kapitalerträge nicht mehr möglich sind. Der 'Trittbrettfahrer'-Effekt kann auch im Outsourcing erkannt werden, in dem das Ausgliedern ganzer Unternehmensbereiche gefährliche internationale Mitbewerber erzeugt hat, beispielsweise in Indien und China, und die Transportkosten oft die Einsparungen an Arbeitslöhnen und Material negieren."

Professor Dussauge: "Erfolgreiche Unternehmen folgen dem Herdeninstinkt nicht, sondern verstehen, wie effektiv eine strategische Entscheidung tatsächlich ist und bringen die Courage auf, andere Entscheidungen zu treffen, um Vorteile wahrzunehmen."

Hinweise an Redakteure

Pierre Dussauge ist ein Professor des strategisches Managements der HEC Wirtschaftshochschule in Frankreich und Direktor des Programms 'Leading Strategies for Outstanding Performance' das Führungskräften das Erwirtschaften von Gewinnen für Aktionäre und Geschäftsinteressenten erklärt. HEC wurde kürzlich von der Financial Times als führendes Wirtschaftshochschule in Europa bezeichnet.

Weitere Informationen finden Sie unter:

http://www.exed.hec.edu/en/news/view/id/15/Leading_Strategies_for
_Outstan ding_Performance
HEC wurde 2006 und 2007 von der Financial Times als wichtigste Wirtschaftshochschule in Europa bezeichnet.

Adrian Bartlett | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.hec.edu

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