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Verkehrswissenschaftler der TU Dresden wollen Dresdens Straßenbahnen pünktlicher und schneller machen. Der Fahrer soll sein Fahrverhalten an die jeweilige Situation im laufenden Verkehr anpassen. So sollen Umsteigemöglichkeiten garantiert und Fahrpläne eingehalten werden.
Versuchsstrecke für die neuen Erkenntnisse ist die Nord-Süd-Verbindung im Dresdner Straßenbahnnetz. Von Klotzsche aus fahren die Bahnen bis nach Coschütz. Dafür arbeiten die TU-Wissenschaftler mit der Stadt Dresden und den Dresdner Verkehrsbetrieben zusammen. 700000 Euro Fördermittel fließen dafür an die TU Dresden.
Das System soll dem Fahrer mitteilen, wann er wie schnell fahren oder bremsen soll. Die aktuelle Ampelschaltung an Kreuzungen, die Verkehrslage und grüne Wellen für Fahrzeuge beeinflussen die Hinweise. Andererseits wird auch die Ampelschaltung beeinflusst. Über Ortungssysteme und Schnittstellen in der Luft kommen die Daten in das System und werden verarbeitet.
"Wir sagen dem Fahrer, wie er fahren muss, um die nächste Ampel bei Grün zu passieren", sagt Professor Jürgen Krimmling vom Lehrstuhl für Verkehrsleitsysteme und -prozessautomatisierung der TU Dresden. So sollen die Bahnen weniger an roten Ampeln stehen, pünktlich ankommen und auch energieeffizienter fahren. Das schont die Umwelt.
Einen Prototyp für ein solches Assistenzsystem für den Straßenbahnfahrer gibt es bereits. Im Fahrsimulator am Institut für Verkehrstelematik wurde es erprobt. Mit einer aufgezeichneten Fahrt der Straßenbahn vom Hauptbahnhof zum Nürnberger Platz können die Wissenschaftler demonstrieren, wie das System funktioniert. Die Lichtsignalanlage am Nürnberger Platz im Süden Dresdens wird bereits gesteuert. Nun soll das System auf die gesamte Strecke ausgeweitet werden. Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer informiert sich morgen über das Straßenbahnprojekt sowie über weitere laufenden Forschungen am Institut für Verkehrstelematik. Er besucht dafür die Verkehrsleitzentrale.
Peter Ramsauer besichtigt am 4. August 2011 von 14.10 bis 14.30 Uhr die Verkehrsleitzentrale am Institut für Verkehrstelematik, Andreas-Schubert-Straße 23. Im Anschluss besucht er das Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik der TU Dresden auf der Holbeinstraße 3. Journalisten sind dazu eingeladen.
Informationen für Journalisten:
Professor Jürgen Krimmling,
Lehrstuhl für Verkehrsleitsysteme und –prozessautomatisierung,
Tel.: +49 351 463-39750, Juergen.Krimmling@tu-dresden.de
Mathias Bäumel | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.tu-dresden.de
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