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2.000 Arbeiter sind rund um die Uhr an 365 Tagen im Einsatz, um den weltlängsten Tunnel - den AlpTransit Gotthard - unter den Schweizer Alpen zu errichten. Ende 2017 soll der 57 Kilometer lange Bahntunnel fertig werden.
Nun ist nach nur 18 Monaten Bau eine weitere 7,2 Kilometer lange Strecke der Oströhre zwischen Erstfeld und Amsteg durchschlagen worden. Dieser Abschnitt konnte um ein halbes Jahr früher beendet werden, als ursprünglich geplant.
"Bei seiner Fertigstellung wird der Tunnel mit seinen zwei Röhren, die konstant auf einer Seehöhe von 500 Metern verlaufen, die Reisezeit zwischen Zürich und Mailand von derzeit vier auf nur zweieinhalb Stunden verkürzen", so Ambros Zgraggen, Leiter der Pressestelle von NEAT im pressetext-Gespräch. "Für den Basistunnel müssen wir insgesamt 150 Kilometer Stollen ausheben. 87 Prozent sind bis jetzt ausgebrochen", so Zgraggen.
Der Hauptdurchschlag soll Ende 2010, Anfang 2011 erfolgen. "Jenes Stück über dem sich die großen Berge befinden - das sind rund fünf bis sechs Kilometer - soll in den kommenden zwei Jahren durchschlagen werden", erklärt der Pressesprecher. Im Herbst 2009 rechnen die Experten mit dem Durchschlag der Weströhre.
Geschwindigkeiten bis zu 240 km/h werden in den beiden Tunnelröhren möglich sein. Die Errichtung von unterirdischen Bahnhöfen sei derzeit nicht geplant, so Zgraggen. Allerdings werde es zwei so genannte Multifunktionsstellen im Tunnel geben. "In Sedrun und in Faido wird eine Nothaltestelle errichtet. Außerdem wird hier ein Spurwechsel von einer Tunnelröhre in die andere möglich sein."
Wichtiger als der Personenverkehr wird allerdings der Gütertransport werden, denn seit den 1990er Jahren hat die Menge an Gütern, die über die Passstraßen der Alpen transportiert wurden massiv zugenommen. Waren es 1990 noch rund 40 Mio. Tonnen, stieg die Menge auf 90 Mio. Tonnen im Jahr 2001. Die schrecklichen Unfälle im Schweizer St. Gotthard-Autotunnel und im französischen Montblanc-Tunnel waren zusätzliche Argumente zur Verlagerung des Gütertransports auf die Schiene.
Der Arbeitsaufwand für die Errichtung des Tunnels ist massiv, denn neben den beiden Tunnelröhren müssen weitere Zugänge zur Versorgung und für Geräte errichtet werden. Bei Bau des Tunnels kommen die größten Tunnelbohrgeräte mit einem Durchmesser von zehn Metern zum Einsatz. Bis zu 40 Meter Gestein können diese Bohrer am Tag bewältigen. Kein Wunder, dass auch die zuerst veranschlagten Gesamtkosten von rund acht Mrd. Dollar auf 15 Mrd. Dollar gestiegen sind, wie BBC berichtet. Doch die Schweizer scheinen alle hinter dem ehrgeizigen Projekt zu stehen. Ganz weg scheint auch die Hoffnung der Sedruner Bevölkerung über die Errichtung eines Bahnhofs in 1.000 Metern Tiefe noch nicht zu sein. "Derzeit ist das allerdings kein Thema", meint Zgraggen gegenüber pressetext. Bis 2012 sei diese Idee auf Eis gelegt.
Wolfgang Weitlaner | Quelle: pressetext.schweiz
Weitere Informationen: www.alptransit.ch
www.visiun-porta-alpina.ch
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