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Ein Autozug verbindet auf längeren Strecken die Vorteile der Bahn mit der individuellen Nutzung des Autos: Weite Distanzen können bequem und sicher überbrückt werden und am Zielort steht das eigene Fahrzeug mitsamt Gepäck zur Verfügung. Probleme bereitet bislang jedoch die aufwändige Verladung der Fahrzeuge. Das neue Konzept der Studierenden soll Zeit sparen und die Flexibilität der Streckenverbindungen erhöhen.
Die Idee überzeugt: Ein Autozug verbindet auf längeren Strecken die Vorteile der Bahn mit der individuellen Nutzung des Autos. Weite Distanzen können bequem und sicher überbrückt werden und am Zielort steht das eigene Fahrzeug zur Verfügung, mitsamt des Reisegepäcks oder beruflich benötigter Arbeitsgeräte.
„Die Realität sieht leider anders aus“, sagt Dr. Michael Szeliga, Professor für Marketing, Strategie und Produktmanagement an der Jade Hochschule. „Ein Erfolgsmodell ist der Autozug bislang nicht. Probleme bereitet vor allem die aufwändige Verladung der Fahrzeuge.“ Die Autos müssen bislang hintereinander auf den Waggon gefahren werden, und lassen sich natürlich auch nur in der gleichen Reihenfolge wieder entladen. Das kostet Zeit und schränkt die Flexibilität der Streckenverbindungen deutlich ein.
Studierende des Wirtschaftsingenieurwesens der Jade Hochschule haben das Konzept des Autozuges jetzt im Rahmen eines Produktmanagement-Projektes weiterentwickelt. „Als besonders vielversprechende Verladungsvariante hat sich eine seitliche Auffahrt des PKWs auf den Waggon gezeigt, vergleichbar mit dem seitlichen Einparken in eine Parklücke“, so Projektleiter Szeliga. Der Zeitbedarf für die Be- und Entladung könne auf diese Weise drastisch gesenkt werden. Um den Rangierraum möglichst gering zu halten, müssten die Räder allerdings auf eine 90°-Position gedreht werden können. Für reine Elektrofahrzeuge kein Problem, bei herkömmlich konstruierten PKWs sind zusätzlich ausfahrbare Rollen ein denkbarer Lösungsansatz. Automatische Leit- und Parksysteme könnten den Verladungsvorgang weiter beschleunigen.
„Da nicht zu erwarten ist, dass für derart ausgerüstete Fahrzeuge in naher Zukunft ein ausreichendes Käuferinteresse besteht, setzt das Gesamtkonzept auf ein geeignetes Angebot von Mietwagen“, so Szeliga. Dazu passe auch der Trend zu CarSharing-Angeboten insbesondere in städtischen Ballungsräumen und bei jüngeren Fahrern. Der PKW verliert als Status-Symbol an Bedeutung. Es wird wichtiger, ein Fahrzeug bei Bedarf abrufen zu können, als es unbedingt selbst zu besitzen. Für die Mitnahme auf einem Autozug könnte dann ein speziell ausgestattetes Fahrzeug gewählt werden.
Die Studierenden der Jade Hochschule nutzten dieses Modellprojekt, um das im Studium er-worbene, technische und betriebswirtschaftliche Wissen praktisch anzuwenden und die frühe Entwicklungsphase eines innovativen Mobilitätsansatzes mitzugestalten. „Das haben sie“, so der Unternehmensberater und Initiator der Jade Innosphäre, Heinz-Jürgen Gerdes, „in beein-druckender Themenbreite und Qualität auch getan! Ganz im Sinne der neuen Innovationskultur an der Jade Hochschule, der Jade Innosphäre“.
Weitere Informationen:
Prof. Dr. Michael Szeliga, 04421-985-2356, szeliga@jade-hs.de
Anke Westwood | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.jade-hs.de
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