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Neues Verkehrsrechnersystem von Siemens in Innsbruck geht in Betrieb

09.03.2009
Das von der Stadt Innsbruck beauftragte und von der Siemens-Division Mobility gelieferte und installierte Verkehrsrechnersystem Sitraffic Scala ist offiziell in Betrieb gegangen.

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Damit ist das Fundament für ein zukünftig schnelleres Vorankommen in Innsbruck gelegt. Das neue Verkehrsrechnersystem wird für grüne Wellen und somit für weniger Staus und Umweltbelastung sorgen.

Ebenfalls im Auftrag enthalten ist die Erneuerung von 16 Verkehrslichtsignalanlagen am Südring. Die neuen Ampeln werden mit moderner LED-Technologie ausgestattet. Sie garantieren eine bessere Erkennbarkeit bei deutlich geringerem Energieverbrauch.

Als Inselsystem aufgebaut und gewachsen, hat das alte Verkehrssteuerungssystem der Stadt Innsbruck seit 1993 für die Regelung des Straßenverkehrs gesorgt. In die Jahre gekommen, konnte es den heute hohen Ansprüchen und der stark gestiegenen Verkehrsbelastung nicht mehr gerecht werden.

Moderne Computertechnologie und Verkehrsleittechnik der Siemens-Division Mobility wird nun eine Verbesserung des Verkehrsflusses beim Kfz-Verkehr, beim öffentlichen (städtischen und regionalen) Personennahverkehr sowie einen besseren Komfort für Fußgänger und Radfahrer in Innsbruck sicherstellen. 121 städtische und weitere vier Verkehrslichtsignalanlagen (VLSA) in der Marktgemeinde Rum werden ab sofort vom neuen System und ab Herbst 2009 adaptiv situationsabhängig gesteuert. Das erlaubt dynamisch optimierte grüne Wellen und die Anpassung der Grünzeiten an das Verkehrsaufkommen, das durch zahlreiche Detektoren in Echtzeit erfasst wird.

War der bisher zum Einsatz kommende Rechner in der Lage, Grünzeiten nur auf Grundlage historischer Verkehrsbelastungen zu errechnen, so werden diese nun automatisch der aktuellen Verkehrssituation angepasst.

Die Stadt und die Anrainer profitieren

Weniger Staus, weniger Kraftstoffverbrauch, weniger Verkehrslärm, weniger Schadstoffemissionen – Innsbruck wird von der neuen Verkehrssteuerung von Siemens Mobility profitieren. „Es gilt die intelligente Verknüpfung vorhandener Einzellösungen voranzutreiben, damit zukunftsorientierte Verkehrssysteme ihre Stärken ausspielen können. Die Installation des Verkehrsrechners hier in Innsbruck ist ein Beispiel für die gelungene Vernetzung und Bündelung von Verkehrsinformationen im Sinne unseres Mottos ‚Complete mobility’“, so die Siemens-Generaldirektorin in Österreich, Brigitte Ederer, bei der Eröffnung.

Sitraffic Scala von Siemens: Verkehrsrechner mit Managerqualitäten

Mit dem Einsatz von Sitraffic Scala wird der sukzessive Ausbau vom Verkehrsrechner zum Managementsystem in kleinen Schritten ermöglicht. Vorhandene Lichtsignalanlagen und Steuergeräte lassen sich problemlos einbinden. Sitraffic Scala verfügt über das gesamte Spektrum der Siemens-Schnittstellen und kann über genormte OCIT-Standardschnittstellen (Open Communication Interface for Road Traffic Control Systems) Verkehrssteuergeräte von Siemens und von anderen Herstellern bedienen. Neben Detektorschleifen können auch Video- und Radardetektoren direkt an den Verkehrsrechner angebunden werden. Damit können auch Daten des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) oder Daten aus dem außerstädtischen (regionalen) Straßennetz integriert werden.

93 Prozent weniger Energieverbrauch

Teil des Modernisierungsauftrags war auch die Erneuerung von 16 VLSA entlang des Südrings in LED-Technik (Light Emitting Diode). Im Vergleich zu herkömmlichen Glühlampen bieten die mit einer Spannung von 40 Volt betriebenen LED-Signalgeber umfangreiche Vorteile. Der um bis zu 93 Prozent geringere Energieverbrauch und eine deutlich höhere Lebensdauer schonen die Umwelt und den städtischen Geldbeutel. Durch das weitgehende Ausschließen des Auftretens von Phantomlicht wird die Erkennbarkeit bei starker Sonneneinstrahlung wesentlich verbessert. Außerdem weisen die modernen Signalgeber ein gleichmäßigeres Leuchtfeld und eine bessere Seitensichtbarkeit auf. Untergebracht in geschlossenen Einsätzen entsprechend Schutzart IP65, sind sie besonders unempfindlich gegenüber den oft widrigen Witterungseinflüssen. Das Steuergerät der VLSA entspricht den Anforderungen des OCIT-Standards, dies erleichtert ihre Einbindung in eine zentrale Verkehrssteuerung und bietet Investitionssicherheit in Hinblick auf einen weiteren Ausbau.

Der Siemens-Sektor Industry (Erlangen) ist der weltweit führende Anbieter von Produktions-, Transport-, Gebäude- und Lichttechnik. Mit durchgängigen Automatisierungstechnologien und umfassenden Branchenlösungen steigert Siemens die Produktivität, Effizienz und Flexibilität seiner Kunden aus Industrie und Infrastruktur. Der Sektor besteht aus den sechs Divisionen Building Technologies, Drive Technologies, Industry Automation, Industry Solutions, Mobility und Osram. Mit weltweit rund 222.000 Mitarbeitern erzielte Siemens Industry im Geschäftjahr 2008 (30. September) ein Ergebnis von 3,86 Mrd. EUR bei einem Umsatz von 38 Mrd. EUR. http://www.siemens.com/industry

Die Mobility Division (Erlangen) ist der international führende Transport- und Logistik-Lösungsanbieter. Mit dem Ansatz „Complete mobility“ verfolgt die Division das Ziel, unterschiedliche Verkehrssysteme miteinander zu vernetzen, um Menschen und Güter effizient zu transportieren. „Complete mobility“ vereint dabei Kompetenzen bei Betriebsführungssystemen für Bahn- und Straßenverkehrstechnik mit Lösungen bei Flughafenlogistik, Postautomatisierung und Bahnelektrifizierung sowie Schienenfahrzeugen im Nah-, Regional- und Fernverkehr, schlüsselfertigen Systemen und zukunftsorientierte Servicekonzepte.

Siemens AG
Corporate Communications and Government Affairs
Wittelsbacherplatz 2, 80333 München
Deutschland

Informationsnummer: I MO 200903.017 d fp

Franz-Ferdinand Friese | Quelle: Siemens Mobility
Weitere Informationen: ww.siemens.com
www.siemens.com/mobility

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